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    Werbung bei kostenlosen Bloganbietern – Nicht immer erlaubt!

    Werbung bei kostenlosen Bloganbietern – Nicht immer erlaubt!

    Wer einen kostenlosen Bloghoster betreibt wird immer wieder mit Fragen zum Thema „Werbung“ konfrontiert, denn viele Blogger möchten heute, im Gegensatz zu er Zeit als blogg.de gegründet wurde (2005), mit ihren Blogs Geld verdienen.

    Geld verdienen mit Blogs

    Viele Blogger betreiben heute Blogs mit dem Hintergedanken ihre eigenen Produkte oder Produkte die ihnen gut gefallen zu verkaufen, oder zu bewerben. Einige Blogger können sogar davon leben, andere fahren zumindest regelmäßig kostenlos in den Urlaub oder haben ihren Kleiderschrank mit Testfashion gut gefüllt.

    Dazu kommen Einnahmen aus Werbung mit Google AdSense, Amazon-Produktlinks, Linkpartnerschaften, SEO-Maßnahmen, Native Advertising oder gut platzierten PR-Artikeln.

    Bei manchen Blogs findet dies in einem kleinen Rahmen statt, da wird ein Buch besprochen und mal ein Amazon-Link gesetzt, dagegen ist nichts zu sagen und dies gehört schon immer zur Blogkultur dazu.

    Privat oder gewerblich?

    Nicht nur Blogger haben erkannt, dass es im Internet Geld zu verdienen gibt und auch Geld verdient wird, auch die Finanzämter die Gewerbeämter der Städte und Gemeinden wissen um die Einahmequellen mit Blogs und Foren, daher muss sich jeder Blogger irgendwann einmal die Frage stellen, ob das was er tut noch privater Spaß ist, oder ob hier schon eine gewerbliche Handlung stattfindet.

    Die Frage ob etwas ein Gewerbe ist, oder nicht kann relativ schnell beantwortet werden.

    In § 15 Abs. 2 EStG steht recht genau wann eine gewerbliche Tätigkeit vorliegt:

    a) Selbständigkeit (Handeln auf eigene Rechnung und Gefahr)
    b) Nachhaltigkeit (Wiederholungsabsicht)
    c) Gewinnerzielungsabsicht
    d) Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr

    Wenn man also eine Website/Blog selber betreut und über deren Inhalte etc. entscheidet, diese dauerhaft betreibt und auch dauerhaft Google AdSense, etc. einsetzt, um sich etwas dazu zu verdienen, dann muss man in der Regel ein Gewerbe anmelden.

    Damit dürfte ein großer Teil der Blogs in Deutschland zumindest in einer Grauzone agieren, was durchaus teuer werden kann.

    Ich teste doch nur Shampoo

    In der letzten Zeit hatten wir, gerade auf facebook, einige kontroverse Diskussionen, da wir in unseren AGB die gewerbliche Nutzung nur gegen Abschluss eines Businesspaket anbieten, bzw. die Verlinkung von Affiliatelinks mit einer Gebühr versehen haben. Dies haben wir Anfang des Jahres nach der Übernahme des blogg.de Projekts von der Firma Mediaventures bewusst eingeführt, da hier sehr viele Gewerbetreibende die Plattform als kostenlose Spamschleuder mißbraucht haben. Dies haben wir zum Teil, gerade im Bereich Pornografie und Replica sehr schnell eindämmen können. Es gibt aber auch viele Nutzer die einen ehrlichen Service mit Vorsatz mißbrauchen. Da werden gefakte Daten hinterlegt und jede Menge Blogs betrieben die ein klares Ziel haben: Spam und Geld verdienen.

    Dies schadet uns und allen ehrlichen Nutzern, jeder Spamblog kostet Geld, jede Maßnahme die wir ergreifen müssen um Spammer abzuwehren kostet Arbeitszeit. Ein Bloggermagazin und Freehoster ist eine ernsthafte Sache und es fallen Kosten an. Diese Kosten möchten wir weitergeben können, daher haben wir die AGB entsprechend ausgelegt.

    Klar, wir hören manchmal „ich teste doch nur Shampoo“, oder „ich reise gerne und möchte auch mal ein Buch verlinken“. Das ist alles kein Problem, wir steuern auf den Blogs über unseren AdServer Werbung aus, dies dient unserer Refinanzierung und die fantastischen Inhalte die eingestelt werden, helfen uns dabei.

    Dafür gibt es Space, deutschen Support, deutschen Datenschutz und 100% Ökostromserver gratis.

    Nur wenn wir feststellen, dass ein Blog sehr eindeutig nicht von den privaten Erlebnissen handelt, sondern jeden Tag ein anderer Produkttest den nächsten jagt, dann schreiben wir die Nutzer an und machen auf unsere AGB aufmerksam.

    Bei wordpress.com und blogger.com ist das alles erlaubt

    Diese Aussage über andere Bloganbieter haben wir öfter gehört und Mitarbeiter von uns wurden teilweise in kontroverse Diskussionen verwickelt, weil einfach behauptet wurde, dass bei wordpress und blogspot alles erlaubt sei.

    Wir hatten dies schon vor dem Start von blogg.de geprüft und wussten wie unsere großen amerikanischen Mitbewerber dies sehen, nämlich so wie wir. Nur auf den deutschen Webseiten der Unternehmen fanden sich dazu oft sehr wenige Informationen.

    Durch eine Facebook-Diskussion wurden wir gestern Abend darauf aufmerksam, dass sich etwas geändert hat. WordPress.com hat für die Nutzung seiner kostenlosen Bloghosting-Services eine klare Regelung im Support veröffentlicht.

    Damit ist klar definiert was erlaubt ist bei z.B. WordPress und was nicht. Auch ist klar, dass es für gewerbliche Blogs ebenfalls gesonderte Angebote gibt.

    Wir sind recht froh darüber, dass WordPress einmal die Regelung klar und deutlich für den deutschen Markt festgelegt hat. Dies erlaubt auch uns eine klare Diskussionerichtlinie bei Anfragen zu diesem Thema.

    Darf ich den jetzt bei blogg.de Affiliatelinks setzen?

    Als kostenloser Bloganbieter haben wir nichts dagegen, wenn Affiliatelinks gesetzt werden oder es mal einen „Sponsored Post“ gibt. Wir nutzen für unser Bloggermagazin diese Einnahmequellen ebenfalls. Wir verweisen aber auf unsere AGB und hoffen auf einen vernünftigen und ehrlichen Umgang mit unserem Angebot. Wenn sich ein Kunde nicht sicher ist, dann kann er uns anschreiben und nachfragen, ob er ein Businesspaket braucht (dies enthält auch eine eigene Domain, weiteren kostenfreien Space, etc.) oder ob wir Verlinkungen berechnen würden.

    so nicht Wann hört der Spaß auf?

    Damit ein Service wie blogg.de funktioniert müssen wir Geld verdienen, daher werden wir, wenn wir feststellen, dass jemand unseren Service mißbraucht auch entsprechende Maßnahmen einleiten. Wir versuchen immer ein konstruktives Gespräch zu führen und eine Lösung zu finden, ist dies nicht möglich, dann kann ein Blog auch deaktiviert werden.

    Wir hatten diese Fälle schon und handeln auch entsprechend, denn mit jedem ehrlichen Nutzer können wir unseren Service für euch besser machen.

    1 Comment
    • Stefan

      23. Oktober 2014 at 10:24 Antworten

      Das mit der Gewerbeanmeldung ist leider notwendig, aber echt umständlich für kleine Blogs mit etwas Werbung 🙁

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