Werbung

Neues aus dem Netzwerk

    Wie Du mit Deinem Blog KEIN Geld verdienst – Teil 2: Kostenlose Testkooperationen mit Unternehmen

    Wie Du mit Deinem Blog KEIN Geld verdienst – Teil 2: Kostenlose Testkooperationen mit Unternehmen

    Im ersten Teil unserer Serie „Wie Du mit Deinem Blog KEIN Geld verdienst“ haben wir euch die Fallstricke bei Partnerprogrammen aufgezeigt. Heute geht es um Kooperationen mit Unternehmen bei denen du ein Produkt testest, dafür dann außer dem Produkt keine Vergütung bekommst. Es ist natürlich schön ein bestimmtes Produkt zu testen, vor allem, wenn du dafür kein Geld ausgeben musst.

    Blogger werden meist dazu aufgefordert etwas über bestimmte Spielzeuge, technisches Equipment oder über Produkte aus dem Lifestyle und Foodbereich zu schreiben. Das Unternehmen sendet dir dazu das Produkt zu und dann kann es losgehen. Am Ende solltest du mindestens 300 Wörter und eine möglichst positive Besprechung des Produkts auf deinem Blog veröffentlichen.

    Eine kostenlose Handtasche – ja, wie geil ist das denn?

    Viele Fashionbloggerinnen haben schon einmal eine Mail bekommen in dem ihr eine Agentur, oder die PR-Abteilung eines Unternehmens, eine Handtasche für eine Produktreview anbietet. Viele Bloggerinnen sind dann begeistert und freuen sich. Eine Handtasche, dazu noch einer bekannten Marke, für umsonst. Der Traum mancher Fashion-/Lifestylebloggerin geht damit in Erfüllung. Der Traum der PR-Abteilung auch, denn sie haben sich gerade das Honorar gespart, welches normalerweise für die Veröffentlichung einer „Anzeigensonderveröffentlichung“ oder „Sponsored Post“ fällig würde, noch viel besser finden es manche Agenturen, wenn kein Honorar fließt, weil der Blogger dann evtl. davon überzeugt werden kann, die entsprechende Kennzeichnung wegzulassen. Auch die berühmte Diskussion um do-follow und no-follow kann dann manchmal schneller abgehandelt werden. Bestimmte Dinge mit do-follow zu versehen und manche nicht, sind ein anderes Thema (siehe: Blogger die auf Google starren), spielen aber natürlich auch eine Rolle.

    Auch wenn es ein Geschenk ist und ihr kein Honorar dafür bekommt, ein Blogartikel muss immer entsprechend gekennzeichnet werden (§§ 4 Nr. 3 UWG, 58 Abs. 1 RStV), ansonsten könnt ihr abgemahnt werden.

    Eine kostenlose Handtasche – Das geht das Finanzamt doch gar nichts an!

    Deinen Blog betreibst du eigentlich als Hobby. Die fünf Produkte im Monat die von Dir getestet werden haben einen Wert von unter 1.000 €, da kann das ja dem Finanzamt egal sein, denn es ist ja kein Geld geflossen. Diese Argumentation kann ziemlich ins Auge gehen.

    Das Zauberwort heißt hier „geldwerter Vorteil„, ein solcher muss versteuert werden. Damit beginnt dann aber auch schon eines eurer Probleme, wenn ihr euch nicht für die Artikel bezahlen lasst. Der Auftraggeber versendet das zu testende Produkt und ihr freut euch, aber es freut sich auch das Finanzamt. Freuen können sich auch andere Institutionen von denen ihr Geld bezieht, weil eure Einnahmen vielleicht die Höhe der Bezüge, für euch negativ, beeinflusst. Fragt dazu bitte einen Steuerberater oder bei den entsprechenden Stellen nach.

    Kostenlose Produkttests erzeugen Kosten

    Wenn ihr ein Produkt kostenlos testet, dann entstehen damit Kosten: Arbeitszeit, die Kosten für den Aufwand mit den Behörden, ihr braucht auf alle Fälle ein ordentliches Impressum (kostet nichts, außer Zeit). Die anderen Kosten, sind die Opportunitätskosten. Damit sind die Kosten gemeint die euch entstehen, weil ihr eure Ressourchen nicht optimal ausgenutzt habt. In der Zeit in der ihr einen kostenlosen Text für ein 50 € – Produkt geschrieben habt und dafür 2 Stunden aufgewendet habt, hättet ihr auch 50 € für einen Artikel verdienen können, ohne das Produkt geschenkt bekommen zu haben.

    Kein Geld auf dem Konto – nie

    Wer sich als Bloggerin und Blogger zu oft für einen kostenlosen Test zur Verfügung stellt, der wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nie Geld für einen Blogartikel angeboten bekommen, denn er ist entsprechend „markiert“. Geht es um kostenlose Testberichte wird immer gerne nachgesehen welcher Blogger sich über ein Produkt freut und darüber schreibt ohne eine Honorarforderung. Nur dabei wird es wohl immer bleiben. Qualität hat seinen Preis, auch die Qualität eures Blogs solltet ihr nicht unterschätzen und ein Honorar, einfach für den Zeitaufwand, ist immer gerechtfertigt. Sprecht mit den Unternehmen und erklärt warum ihr keine kostenlosen Testberichte anbieten könnt. Bietet gute Qualität und ihr könnt mit eurem Blog und Unternehmenskooperationen auch Geld verdienen.

    Die Bloggerformel, demnächst als eBook. Bild: Tomas Herzberger

    Die Bloggerformel, demnächst als eBook. Bild: Tomas Herzberger

    Kostenlos ist nicht schlimm, aber….

    Niemand soll die Freude an kostenlosen Testberichten genommen werden, aber bedenkt immer die Folgen und was ihr mit eurem Blog vorhabt.

    Im dritten Teil und in der Bloggerformel (dem eBook von blogg.de zum Thema Blogging, erscheint im dritten Quartal) geht es um darum wie du kein Geld mit Display-Advertising (Banner) verdienst.

    3 Comments
    • Nils Terborg

      25. Juni 2015 at 08:18 Antworten

      Ich verstehe Blogger nicht, die mit ihrem Blog versuchen, über Produkttests o.ä. Geld zu verdienen. Wenn man Spaß an Produkttests hat ist das okay, aber ansonsten verdiene ich doch lieber das Geld und kaufe mir die Sachen halt…

      Insofern ist die Artikelserie ne gute Idee und bringt ein paar Blogger etwas zum Nachdenken 🙂

      LG, Nils

      • Harald

        23. November 2015 at 18:23 Antworten

        Kommt das nicht auch auf das Produkt an? Ich zum Beispiel habe eine App. Die ist sowieso kostenlos. Im Gegenteil, wenn ein Blogger sich mit der App beschäftigt und sie ausprobiert, dann wird er in der App selber bekannter, so wie jeder andere auch, nur mit der Unterschied, dass der Blogger qualitativ besseren Content präsentiert.

        Und als ehemaliger Schreiber fällt mir da ein, dass man Produkte auch wunderbar an die Leser in Gewinnspielen verschenken kann. Steuerlich gesehen kann nur ein Steuerberater hier genauer sagen, ob hier dennoch Kosten anfallen, die man zu tragen hat. Für mich jedenfalls würde es keinen Sinn machen, Dinge die man weiterverschenkt zu versteuern. Alternativ fällt mir nur ein, dass nach Abschluss des Tests auch das Testexemplar zurück zum Hersteller gesendet werden kann. Testwagen Fahrer behalten ihre Autos ja auch nicht 😉

        Man sollte als Blogger bei kostenlosen Tests auch klar abgrenzen, dass dies nur ein einziges Mal kostenlos ist im Sinne von Testen der Zusammenarbeit. Für alle folgenden Engagements dann Geld für Leistung (wenn es ein Auftragsartikel ist). Vielleicht gleich vor dem ersten Artikel einen Preis für Folgeartikel festlegen.

        Wenn man als Redaktion arbeitet und Werbeplätze anbietet, dann sollte man diese Werbeplätze verkaufen und wie jede reguläre journalistische Publikation (Zeitung) seine Artikel wirklich komplett unabhängig von Werbenden schreiben.

        Als Leser ist es sehr wichtig zu sehen, ob der Autor nun unabhängig seine persönliche Meinung kund tut, einen neutralen Bericht liefert oder einfach nur Werbung macht. Das macht es beim Bloglesen übrigens manchmal echt schwer. Man weiß nicht so recht, was man davon halten soll. Meint der Autor nun wirklich alles was er schreibt oder soll er das so sagen?

        Mein Kommentar hier ist übrigens keine Werbung. Ich habe meine App genannt, weil sie ein gutes Beispiel ist für kostenlose digitale Produkte (kostenlos für private App Nutzer, nicht für Unternehmen die dort kommerziell aktiv werden wollen).

    • […] Lesetipp: Wie Du mit Testkooperationen sicherlich kein Geld verdienst. […]

    Kommentar verfassen