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    Blogger-Interview + Sarahs Lieblingsrezept Rezept: Mediterraner Salat für den Start in die Grillsaison

    Blogger-Interview + Sarahs Lieblingsrezept Rezept: Mediterraner Salat für den Start in die Grillsaison

    Studentin Sarah hält auf ihrem jungen Blog Sarahs Kochbuch fest, was bei ihr zuhause in der Pfanne landet, im Topf blubbert und im Ofen gart. Jedes Gericht ist echt – d.h. Aufläufe, Salate und Gebäck werden genauso gegessen wie sie abfotografiert im Netz landen und umgekehrt. Sarah bloggt nicht professionell aber mit umso mehr Leidenschaft für’s Kochen und Schreiben. Im Interview verrät sie mehr über sich, ihr virtuelles Kochbuch und ihre Philosophie am Herd. Mitgebracht hat Sarah ihr Lieblingsrezept, das auch in anderen Haushalten ein Klassiker der anlaufende Grillsaison werden könnte.

    blogg.de: „Du legst Wert auf saisonale und regionale Zutaten. Was ist in Deiner Umgebung gerade zu haben? Und was zauberst Du daraus?“

    Sarah: „Zur Zeit wächst im Garten meiner Eltern der Bärlauch wie verrückt, er wuchert geradezu. Ich bin ein großer Knoblauch-Fan und so freue ich mich auf die Bärlauch-Saison, da ich hier kiloweise Bärlauch gratis nachhause schleppen kann. Außerdem ist gerade Spargel-Zeit, der lässt mich auch jedes Mal schwach werden. Beide Zutaten sind wunderbar vielseitig und lassen sich auch super kombinieren. Vor kurzem habe ich zum Beispiel Spaghetti aglio e olio mit grünem Spargel ergänzt und gerade erst habe ich Bärlauch-Öl selbst gemacht und Bärlauch auch in diverse Nudelgerichte eingebaut. Wie man sieht sind Nudeln meine Basis für ‚Experimente‘ – möchte ich etwas ausprobieren, kommt es auf Nudeln!“

    blogg.de: „Dein Blog existiert seit März und ist damit noch sehr jung. Trotzdem finden wir schon eine ansehnliche Zahl an vielversprechenden Rezepten in Sarah’s Kochbuch – keines davon bezeichnest Du als ‚inszeniertes Gericht‘ – was dürfen wir darunter verstehen?“

    Sarah: „Die Anzahl meiner Blogposts richtet sich danach, wann ich auch tatsächlich koche bzw. mir Zeit zum Kochen nehme. Ich bin ein Genussmensch und mache nichts gerne unter Stress. Kochen (und das anschließende Essen) ist für mich eine Möglichkeit, mich kurz aus meinem Alltag auszuklinken und nur an eine Sache zu denken – das Kochen. Wenn man in der Küche nicht konzentriert ist, ist schnell mal ein Finger verletzt.
    Ich halte mit meinem Blog alle Vorgänge in der Küche fest, vom Bereitlegen aller Zutaten bis zum Anrichten am Teller. Bei vielen Food- oder Lifestyle-Blogs habe ich beobachtet, wie der Trend immer mehr zur Inszenierung hingeht. Küchen wie im Ikea-Katalog und Gerichte wie im Kochbuch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder dieser Blogger jede seiner Mahlzeiten so künstlerisch anrichtet und die Teller mit Lavendel oder Rosenblüten umrandet. Ich picke mir nicht die schönsten oder ansehnlichsten Rezepte aus der Woche heraus, sondern fotografiere spontan die Kochprozesse, auf die ich mich selbst freue oder auf die ich selbst gespannt bin. Natürlich versuche auch ich mein Essen ansprechend zu fotografieren, aber das, was ich zeige, esse ich auch genauso wie es ist. Ohne Deko. Und manchmal auch einfach in einer Schüssel vor dem Fernseher.“

    blogg.de: „Als Studentin der Publizistik willst Du sicher auch einmal in diesem Bereich arbeiten. Darf es außerdem die Kombination zum Thema ‚Food‘ sein? Wie könnte eine solche Beschäftigung aussehen? Wie siehst Du in diesem Zusammenhang die Refinanzierung des Lebensunterhalts durch einen Blog?“

    Sarah: „Wie viele Studenten meiner Fachrichtung zieht es auch mich in den Bereich Social Media und Kommunikation. Kochen ist für mich in erster Hinsicht ein gut gepflegtes Hobby. Wie der Untertitel meines Blogs schon sagt: ‚Wer Essen liebt, lernt kochen‘. An erster Stelle steht bei mir immer das Essen und danach das Kochen, obwohl es mir natürlich sehr viel Spaß macht, in der Küche zu experimentieren. Ich hätte allerdings auch nichts dagegen, regelmäßig zum Essen in Restaurants und Lokale eingeladen zu werden. Alleine zur Inspiration. Eine Zeit lang war es mein absoluter Traumjob, Restaurants zu testen oder wie es gerade Trend in Südkorea ist, dafür bezahlt zu werden, vor der Webcam zu essen. Was den Blog angeht, wird er zwar nebenbei als mein persönliches Kochbuch laufen, aber als Einnahmequelle könnte ich ihn mir nicht vorstellen, zumindest nicht in meiner jetzigen Lebenssituation.“

    blogg.de: „Warum bloggst Du? Du könntest Deine kulinarischen Kreationen genauso gut hinter verschlossener Küchentür genießen.“

    Sarah: „Natürlich könnte ich das und ich habe es bisher auch so gehandhabt. Ich bin nur letzten Monat an einen Punkt gekommen, an dem mir etwas gefehlt hat, um mich in meiner Haut wohlzufühlen. Mir hat die Kreativität des Schreibens und Publizierens etwas gefehlt. Um mein Studium zu finanzieren, habe ich 1,5 Jahre bei einer Lokalzeitung in Niederösterreich gearbeitet und jeden Tag geschrieben, danach habe ich bei McDonald’s gearbeitet und eine Art Tagebuch in Blog-Form geschrieben und nachdem ich jetzt bei einer Immobilien-Firma arbeite, fehlt mir hier etwas. Nachdem ich regelmäßig Blogs lese und Magazine wie ‚frisch gekocht‘ von Billa geradezu verschlinge, hat mein Freund mich eines Tages gefragt ‚Warum machst du das nicht auch?‘ und so hat es dann begonnen. Ich teile meine Kreationen gerne mit Freunden und Familie und da sie nicht immer alle zu mir kommen können um mitzuessen, lade ich sie quasi über meinen Blog zum Mitessen ein.“

    Rezept: Mediterraner Salat

    Sarah: „Der Salat war eine spontane „Eingebung“, da ich die Melanzani unbedingt grillen wollte weil es so schön draußen war und Melanzani und Mozarella für mich ein Traumpaar sind.“

    ZUTATEN

    Salat:

    Blattspinat
    Kopfsalat
    Cherrytomaten
    Mozzarella
    Melanzani

    Dressing:

    Olivenöl
    Zitronensaft
    Balsamico
    Salz
    Pfeffer
    Basilikum

    ZUBEREITUNG

    Zuerst den Salat in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden und mit der gleichen Menge an Blattspinat vermischen.

    Step 1: Salat in mundgerechte Stücke zupfen (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Step 1: Salat in mundgerechte Stücke zupfen (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Anschließend die Tomaten je nach Größe vierteln oder halbieren und auch den Mozzarella in mundgerecht Stücke schneiden. Mit Salz, Pfeffer und Basilikum verfeinern. Für das Dressing habe ich in diesem Fall Olivenöl, Zitronensaft und Balsamico Essig in einem separaten Glas gemischt, da wir nicht den ganzen Salat aufessen wollten und somit nur unsere jeweiligen Portionen mariniert haben.

    Step 2: Tomaten, Mozarella und Dressig hinzufügen (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Step 2: Tomaten, Mozzarella und Dressing hinzufügen (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Der arbeitsintensivste Part (von insgesamt 15 Minuten) war das Zubereiten der Melanzani. Diese habe ich längs in ungefähr fingerdünne Scheiben geschnitten und mit einer Mischung aus Olivenöl, Salz, Pfeffer und zerstoßenem Rosmarin mehrmals bepinselt.

    Step 3: Melanzani vorbereiten

    Step 3: Melanzani vorbereiten (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Die bepinselten Melanzani-Scheiben habe ich dann in einem sogenannten Gemüsegriller auf dem Grill für ungefähr 8-10 Minuten gegrillt bis sie schön gebräunt waren.

    Step 4: Melanzani grillen (c) (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Step 4: Melanzani grillen (c) (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Am Tisch habe ich dann zuerst den Salat mariniert und die gegrillten Melanzani noch lauwarm geschnitten und darauf drapiert. War ein herrlich leichter Salat, der übrigens zufällig LowCarb ist und trotzdem wunderbar satt macht. Perfekt für einen lauen Frühlingsabend!

    Step 5: Salat anrichten (c) sarahskochbuch.wordpress.com

    Step 5: Salat anrichten (c) sarahskochbuch.wordpress.com

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