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    Facebook als Blog-Plattform? Warum Blogger die Loser sein können.

    Facebook als Blog-Plattform? Warum Blogger die Loser sein können.

    Eine Meldung auf t3n macht heute die Runde unter Bloggern:  Facebook würde sich in Richtung Blogger-Plattform öffnen.

    Erste Screenshots von einem entsprechenden Design gibt es bereits im verlinkten Artikel.

    Facebook als CMS für Blogger?

    Immer dann wenn Facebook seine AGB dahingehend ändert, dass die Rechte an veröffentlichtem Material von FB genutzt werden kann ist der Aufschrei in der Nutzergemeinde groß. Lange Texte wurden auf FB selten veröffentlich, weil dies der Editor nicht wirklich hergab. Außerdem mussten die Texte und Bilder immer in die moralische Auffassung von Facebook passen, was am Ende bedeutete, dass Nazis ihre braune Gedankenkacke ohne Angst vor Zensur veröffentlichen konnten, aber Aktbilder als anstößig empfunden wurden.

    Wenn Facebook nun also eine Blogplattform wird, dann werden hier nur ausgewählte Blogger glücklich werden, denn die Moralvorstellungen der Jungs und Mädels von FB wird sich kaum ändern.

    Facebook hat eine Reihe von Richtlinien in seinen Nutzungsbedingungen die Blogger sehr stark einschränken können. Gewinnspiele, Produkttests, Stockphotos, es gibt eine Menge Dinge die Blogger heute auf ihrer eigenen Seite (wenn es der Anbieter erlaubt, auch wir haben bestimmte Dinge ausgeschlossen) publizieren können und sich keine Gedanken machen müssen. Die t3n-Redaktion hat hier auch bereits einmal sehr gute Arbeit geleistet –> http://t3n.de/news/20-haufigsten-rechtsfehler-beim-372134/2/

    Ganz kritisch dürfte es werden, wenn Blogger bei FB einen sponsored Post veröffentlichen, oder einen Affiliatelink setzen möchten, dies sieht FB nicht wirklich gerne (Googles Blogdienst übrigens auch nicht so gerne). Wenn jemand Geld mit und auf FB verdient, dann Facebook und nicht irgendein Blogger.

    Kann Facebook Bloggern helfen?

    Erste Stimmen aus dem Netz meinten heute „Konkurrenz würde das Geschäft beleben“. Die etablierten Blogplattformen, wohl hauptsächlich WordPress, müssten sich anstrengen. Ich glaube kaum, dass FB Bloggern helfen kann. Die Individualität eines jeden Bloggers wird durch das enge Korsett der Facebookvorschriften doch sehr stark eingeschränkt. Inhaltsrechte werden abgetreten, Monetarisierung eigener Inhalte wohl kaum, nach dem jetzigen Stand der Nutzungsbedingungen, möglich sein.

    Hierzu schreibt ein ein t3n-User:

    Solange Facebook nicht allen erlaubt ihre Inhalte zu monetarisieren. Videos und Artikel und das ganze exklusiv hält, wird es nicht funktionieren. Es gibt genug Alternativen. Früher ging das noch, als Youtube neu war und die Monetarisierung nur für große Partner freischaltbar war. Heute ist das nicht mehr denkbar. Wenn man gegen das Monopol Google etc. ankommen will, muss die Monetarisierung erlaubt sein. Die Leute wollen heuzutage auch Geld mit ihren Videos und Artikeln verdienen, der Geist von früher ist nicht mehr da. Heute will jeder Inhalte produzieren und dafür auch entlohnt werden.

    Facebook wird Bloggern nicht großartig helfen können, schön heute ist es fraglich wie gut Facebook als virale Schleuder funktioniert, wir haben dies im letzten Jahr einmal untersucht und die Resultate sind eher wenig berauschend. Unser Artikel „Facebook-Gruppen, eher nutzlos für Blogger“ ist hier nachzulesen.

    Viralität funktioniert bei FB dann wenn die entsprechenden Artikel mit einer Werbeanzeige befeuert werden, aber vielleicht ist genau das die Idee hinter dem neuen Vorstoß von Facebook. Bloggerinnen und Bloggern eine Möglichkeit geben ihr sauer verdientes Geld direkt bei Facebook zu lassen, damit die eigenen Artikel häufig gelesen werden.

    Für Non-FB-Blogger wird es schwieriger werden

    Es bedarf nicht unbedingt einer sehr großen Glaskugel um heute voraussagen zu können, welche Blogartikel in Zukunft besser und öfter präsentiert werden. Die Entwicklung von Facebook und Google hat gezeigt wie sich die beiden Konzerne beim push der „eigenen“ oder „befreundeten“ Inhalte verhalten. Ein guter Grund sich auf gute Inhalte zu konzentrieren, sich um die eigenen Leserinnen und Leser zu kümmern und nicht ständig auf Google und Facebook starrenn.

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