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    Reisebloggermontag: Sportlich durch den Urlaub. So geht’s!

    Reisebloggermontag: Sportlich durch den Urlaub. So geht’s!

    Reisebloggerin Franziska (c) Coconut Sports

    Reisebloggerin Franziska (c) Coconut Sports

    blogg.de: „Wer auf Deinen Blog Coconut Sports gelangt, bekommt ja allein schon vom Layout Lust auf Urlaub! Alles erinnert an Sonne, Strand und Meer – warst Du dabei inspiriert von Deiner Lieblingsinsel Fuerteventura? Was macht das spanische Ferienparadies so attraktiv für Dich und hast Du Geheimtipps für uns?“

    Franziska: „Mein Kopf verknüpft Begriffe immer mit Farben. Seit ich denken kann, ist Urlaub türkis – das war dann auch die erste Inspiration für mein Layout. Der Comic-Stil verkörpert für mich das magische Gefühl, wenn man zum ersten Mal nach langer Zeit wieder Sand unter den Füßen spürt.

    Fuerteventura – mit seinen traumhaften Stränden und der entspannten „Hang-Loose“-Mentalität – inspiriert eher meine Inhalte. Die Insel ist für mich wie ein zweites Zuhause. Ich liebe die Landschaft, die Surfkultur, die freundlichen Menschen und das leckere Essen. Wenn ich mir einen Zweitwohnsitz aussuchen dürfte, wäre es Fuerteventura.

    Meine Tipps: Lasst die Sandstrände links liegen, wenn ihr surfen gehen möchtet. Mietet euch stattdessen ein Auto und fahrt zu den Riffen im Norden (Wasserschuhe nicht vergessen!). Die Bedingungen sind dort einfach besser, vor allem für Anfänger und Intermediates. Dann solltet ihr auf jeden Fall eine Vulkanwanderung machen, die Dünen von Corralejo zum Sonnenuntergang besuchen und durch den Parque Natural de Jandía zum Playa Cofete fahren.“

    blogg.de: „Dein Konzept vereint Sport und Reisen. Für andere ist das angesichts üppiger Buffets und faulen Strandtagen sicherlich ein Widerspruch. Wie kann man sich im Urlaub tatsächlich fithalten?“

    Franziska: „Ehrlich gesagt kann ich mich im Urlaub viel besser entspannen, wenn ich viel Sport treibe. Ich denke, da geht es vielen Menschen ähnlich: Reine Strandurlaube führen eher dazu, dass man völlig ausgelaugt ist und nur noch von einem Essen zum nächsten auf der Liege dahinvegetiert.

    Am Ende macht es einfach die Mischung: Meine perfekte Urlaubswoche besteht aus vier sportlichen Tagen und drei faulen Strand- oder Wellness-Tagen. Dabei muss aber auf jeden Fall der Spaß am Sport im Vordergrund stehen – leistungsorientiert trainiert man dann doch lieber zu Hause. Die üppigen Buffets dürfen natürlich auch geplündert werden. Kalorienzählen und Urlaub, das passt einfach nicht.“

    blogg.de: „Du hast auf Deinen Reisen einige nicht alltägliche Sportarten ausprobiert. Waren das einmalige Angelegenheiten oder hast du die ein oder andere Sportart beibehalten?“

    Franziska: „Vor meinem Work and Travel-Jahr in Neuseeland war Surfen für mich immer eine „exotische“ Sportart – heute ist es ein Teil meines Lebens und mein absoluter Lieblingssport. Allgemein ist Wassersport für mich das Größte. Deshalb habe ich später auch Kitesurfen und SUP (Stand Up Paddle) ausprobiert und bin beiden Sportarten treugeblieben.“

    blogg.de: „Wir lesen, Dein länger andauernder Aufenthalt in einem neuseeländischen Zehn-Seelen-Dorf hat Dein Leben verändert. Wir hat sich das Erlebnis auf Deine Einstellung zum Reisen ausgewirkt?“

    Franziska: „Nach dem Studium wollte ich erst einmal reisen, deshalb habe ich mir ein Working Holiday-Visum für Neuseeland besorgt. Das war gleichzeitig die beste und die schlechteste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe. Die beste, weil ich das großartigste Jahr meines Lebens hatte. Und die schlechteste, weil ich mich in dieser Zeit unwiderruflich mit dem Fernweh-Virus infiziert habe.

    Neuseeland hat meine Einstellung zum Reisen völlig verändert. Vorher kannte ich nur Pauschalreisen, deshalb wurde meine Angst vor dem Ungewissen immer größer, je näher der Abflugtermin heranrückte. Und dann war am Ende doch alles so unglaublich einfach und ich habe gelernt, dass wirklich jeder reisen kann, wenn er oder sie das möchte. Heute habe ich keine Angst mehr davor, ohne Pläne in ein Flugzeug zu steigen und entspannt alles auf mich zukommen zu lassen.“

    blogg.de: „Nervige Reisende hat jeder schon einmal erlebt. Du hast auf Deinem Blog eine „Top 15“ gelistet – stell uns doch die Kandidaten auf den Plätzen Eins, Zwei und Drei vor.“

    Franziska: „Da fällt mir die Entscheidung wirklich schwer, denn alle 15 sind auf ihre ganz eigene Art und Weise unerträglich. Über einige Typen, wie beispielsweise den „Nörgler“ oder den „Geizhals“, kann ich aber zumindest noch ganz gut lachen – denn am Ende des Tages stellen sie sich mit ihrem Verhalten selbst ein Bein.

    Richtig zur Weißglut bringt mich der „Ich-habe-dafür-bezahlt Prinzipienreiter“, ich glaube den würde ich auf den ersten Platz setzen. Ich treffe ihn einfach ständig, meistens in Hotels der gehobenen Mittelklasse oder im Flugzeug. Er klaut vom Buffet, hinterlässt Berge von Essensresten am Tisch und versucht immer wieder, Decken aus dem Flieger zu schmuggeln.

    Auf Platz zwei kommt dann der „Alkoholiker“, den man vor allem in Australien in Hostels trifft. Seit ich in Brisbane am frühen Morgen in eine Pfütze mit Erbrochenem getreten bin, ist er bei mir für immer untendurch. Dann nervt mich noch so richtig der „Schnorrer“ (Platz drei). Vor allem, weil ich immer zu gutmütig bin, um nein zu sagen.“

    blogg.de: „Warum bloggst Du? Du könntest schließlich genauso gut einfach durch die Welt fahren, die Bilder im Kopf haben und sie dort lassen – warum so öffentlich?“

    Franziska: „Ehrlich gesagt ist mein Blog völlig anders entstanden, als bei den meisten Reisebloggern. Als ich vor einem Jahr angefangen habe, wollte ich einfach ein bisschen SEO und Online Marketing ausprobieren, denn in den Bereichen konnte ich mir in meinem letzten Job viel Wissen aneignen. Ich wollte einfach sehen was funktioniert, was nicht funktioniert und auf was ich zum Beispiel gut ranken kann.

    Aber dann hat es mir immer mehr Spaß gemacht, über meine eigenen (Sport-)Reisen zu schreiben und meine Bilder zu teilen. So hat sich Coconut Sports langsam in einen „klassischen“ Sport- und Reiseblog gewandelt.“

    blogg.de: „Viele Blogger widmen sich dem Travelblogging, weil es dafür vermeintlich auch Übernachtungen in Luxushotels und Business-Class-Flüge gibt. Wie sieht es bei Dir mit dem ‘Sponsored travelling’ aus?“

    Franziska: „Meiner Meinung nach spricht überhaupt nichts gegen Sponsored travelling. Immerhin ist es für viele Blogger schon schwer, neben der Arbeit für ihren Blog auch ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Wenn dann noch hohe Reisekosten dazukommen, geraten die meisten an ihre finanziellen Grenzen. Viele großartige Reiseberichte wären also gar nicht erst entstanden, wenn es kein Sponsored travelling gäbe.

    Es kommt aber natürlich darauf an, wie die Reise vom Veranstalter organisiert bzw. vom Blogger kommuniziert wird. Ich habe schon Berichte von Bloggerreisen gesehen, die sich wie ein Erlebnisbericht über eine Kaffeefahrt gelesen haben: 20 Blogger werden in einen Bus gesetzt, in einer Woche durch ein Land gekarrt und drei Wochen später entstehen 20 fast identische Posts. Durch ein zu straffes Programm wird es Bloggern einfach schwergemacht, Individualität in ihren Artikel zu bringen.

    Was mich persönlich auch stört sind Blogger, die über Produkte und Dienstleistungen berichten, die für ihre Zielgruppe überhaupt keinen Nutzen haben. Wer zum Beispiel an einem Tag noch Packlisten für extrem sparsame Backpacker aufstellt und am nächsten Tag über ein Luxushotel oder einen Flug in der Business berichtet, wird schnell unglaubwürdig.“

    blogg.de: „Was wäre Dein Lieblingsziel, über das Du gerne einmal bezahlt berichten würdest?“

    Franziska: „Ich habe es leider noch nie nach Afrika geschafft, das wäre ein großer Traum von mir. Ansonsten würde mich auch Nordeuropa unglaublich reizen. Und die Galapagosinseln. Und die Antarktis. Ach, eigentlich ist die Liste endlos.“

    blogg.de: „Ganz allgemein zum Thema Blogs. Wie siehst Du die Entwicklung in Sachen Blogging und Refinanzierung des Lebensunterhalts durch einen Blog?“

    Franziska: „Ein schwieriges Thema, aber grundsätzlich glaube ich, dass immer mehr Unternehmen und Tourismusverbände das Potenzial von Bloggen erkennen werden. Trotzdem wird der Anteil der deutschen Blogger, die von ihrer Arbeit leben können, wohl noch lange extrem gering bleiben.

    Wer es schaffen möchte, braucht vielmehr ein großes Marketingtalent als eine gute Schreibe oder schöne Fotos. Das klingt jetzt etwas negativ, ist aber auf gar keinen Fall so gemeint. Im Gegenteil: Ich bewundere Blogger sehr, die sich in diesem hart umkämpften Markt gut verkaufen können.“

     

     

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