Abfall aus Autofenster
Autofenster auf und Abfall raus – Welche Strafen drohen?
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Autofenster auf und Abfall raus – Welche Strafen drohen?

Fenster auf und fort damit: Auf dem Boden vieler Raststätten und an Deutschlands Straßenrändern sind Müllansammlungen üblich.
Zum Teil fordern die deutschen Bundesländer deshalb hohe Bußgelder ein.

Zu viel Gleichgültigkeit

Für immer mehr Menschen spielt ein hohes Umweltbewusstsein im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle. Im Gegenzug scheinen Müllberge an Straßen und Autobahnen immer mehr anzuwachsen.

Die Gleichgültigkeit vieler Menschen ist groß. Sie möchten Getränkedosen oder kleine Verpackungen nicht erst zu Hause wegwerfen.

Eine Studie mehrerer Städte ergab übrigens, dass insbesondere die Gruppe der 18- bis 30-jährigen überdurchschnittlich viel Müll wegwirft.

Müll aus Auto werfen
Die Gleichgültigkeit vieler Menschen ist groß

Viel Müll verrottet erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnte n

Während Taschentücher nur vier Wochen oder Papiertüten nur sechs Wochen für eine Verrottung benötigen, erstrecken sich die Zeiträume bei Zigarettenfiltern, Plastiktüten oder Coffee-to-go-Becher über mehrere Jahrzehnte.

Bei Getränkedosen oder Trinkflaschen dauert es sogar mehrere hundert Jahre, bis diese Behälter komplett verrottet sind. In dieser Zeit gibt der Müll Giftstoffe an die Umwelt ab.

Zu hohe Kosten je Autobahn-Kilometer

Eine Untersuchung des ADAC verdeutlicht das Problem. Eine Kontrolle von 50 Rastplätzen in Nordrhein-Westfalen verdeutlichte, dass dort alljährlich rund 10.000 Tonnen an Müll anfallen.

Dadurch entstehen hohe Kosten, die sich je Autobahn-Kilometer auf rund 9.000 Euro belaufen.

Diese Summe ergibt bei etwa 13.000 Autobahn-Kilometern in ganz Deutschland einen Betrag von mehr als 100 Millionen Euro. Tendenz steigend. Denn trotz aller Aufklärung steigen die Müllberge stetig an.

Müll auf Rastplatz
Eine Kontrolle von 50 Rastplätzen in Nordrhein-Westfalen verdeutlichte, dass dort alljährlich rund 10.000 Tonnen an Müll anfallen

Deshalb müssen Betroffene mittlerweile Bußgelder bezahlen, deren Höhe je nach Bundesland deutlich variiert. Weil Umwelt- und Naturschutzrecht Ländersache ist, variieren die Bußen von zehn Euro bis hin zum Höchstsatz von 1.000 Euro in Hamburg.

Müll sachgemäß entsorgen

Generell ist das Problem der Müllentsorgung schnell erklärt. Müll sollte ausschließlich in der Tonne entsorgt werden. Deshalb sind umweltbewusste Verbraucher beispielsweise gut beraten, eigens mitgebrachte Coffee-to-go-Becher zu nutzen und lieber auf belegte Brote und Obst anstatt auf Fertigprodukte zu setzen. Zudem sind Mehrwegverpackungen und Frischhalteboxen Plastik- sowie Alufolie vorzuziehen.

Während der Fahrt gehört sämtlicher Müll in spezielle Abfalleimer oder Mülltüten. Anschließend können Autofahrer den Müll während einer Rast oder am Ende der Fahrt entsorgen.