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Heizen ohne Gas und Öl: Die Infrarotheizung als effiziente Alternative

Infrarotheizung im Fußboden
Heizen ohne Gas und Öl: Die Infrarotheizung als effiziente Alternative | Foto: © ronstik #39925357 – stock.adobe.com

In der aktuellen Zeit beschäftigen sich viele Menschen damit, wie Sie mit den steigenden Energiekosten umgehen sollen und welche Heizmethode zukunftsfähig und nachhaltig ist.
Hierbei wird auch immer wieder das Thema Infrarotheizung erwähnt. Wenn man im Internet nach dieser Heizart sucht, findet man viele, teils widersprüchliche Informationen. Deswegen wurden in diesem Artikel die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Die Funktion von Infrarotheizungen

Die Infrarotheizung zählt zu den Elektroheizungen. Hierbei werden die Gegenstände im Raum sowie die Wände und der Boden gleichmäßig mit Infrarotstrahlen aufgewärmt.

Dieses Prinzip unterscheidet sich von den konventionellen Heizarten, bei denen die Raumhülle erwärmt wird.

Durch das Prinzip der Wärmewellenheizung lässt sich ein sehr angenehmes Raumklima erzeugen.

Funktion von Infrarotheizungen
Die Infrarotheizung zählt zu den Elektroheizungen | Foto: © Dmitriy Melnikov #267683252 – stock.adobe.com

Infrarotheizung und Gesundheit

Die ausgehende Strahlung von Infrarotheizungen ist für Menschen ungefährlich. Obwohl man auf den ersten Blick denken könnte, dass es für den Menschen nicht gut ist, sich dauerhaft Infrarotstrahlungen auszusetzen. Dabei wird diese Art von Strahlen auch von Kachelöfen und der Sonne abgeben.
Es handelt sich hierbei um langwellige Infrarot-C-Strahlen und nicht um UV-Strahlen. Somit gibt es kein Gesundheitsrisiko für den Menschen. Auch für Allergiker ist die Infrarotheizung sehr interessant. Denn im Gegensatz zu konventionellen Heizsystemen, gibt es bei dieser Heizart keine Luftzirkulation und somit keine Staubaufwirbelung.

Positive Eigenschaften von Infrarotheizungen

Im Vergleich zu Konvektionsheizungen haben Infrarotheizungen einige Vorteile. Zum Beispiel stechen hier die günstige Anschaffung, die einfache Montage sowie die vielfältigen Design-Möglichkeiten heraus. Gerade in den aktuellen Zeiten sind die Anschaffungskosten ein großes Thema. Diese sind bei Infrarotheizungen gering, je nach Design und Größe kosten die Infrarotheizungen einen Bruchteil von konventionellen Heizsystemen.
Zudem fällt positiv ins Gewicht, dass es keine Wartungskosten gibt und Elektroheizungen von Markenherstellern eine hohe Lebensdauer aufweisen. Folgekosten sind somit nicht zu erwarten.

Durch die einfache Montage der Heizpaneels ergeben sich sehr viele Einsatz- und Designmöglichkeiten.

Die Integration in einen Spiegel, in den Handtuchhalter oder auch in die Beleuchtung sind möglich. Ein besonderes Highlight sind auch die Gemälde oder Bildmotive. Einige Hersteller bieten eine Reihe von unterschiedlichen Motiven an und ggf. ist auch ein eigenes Bildmotiv möglich.
So wird aus der Heizung ein Blickfang. Wenn die Infrarotheizung bei einem Neubauprojekt eingesetzt werden soll, raten Experten dazu, schon bei Planungsbeginn die Elektroplanung zu besprechen.

Infrarotheizpaneel
Durch die einfache Montage der Heizpaneels ergeben sich sehr viele Einsatz- und Designmöglichkeiten | Foto: © gradt #388403656 – stock.adobe.com

Die scheinbaren Nachteile von Infrarotheizungen

Befasst man sich mit Infrarotheizungen, werden schnell die hohen Betriebskosten als Nachteil genannt und dass sich diese Heizart dadurch nicht rentiert. Aktuelle Studien zeigen allerdings, dass die Infrarotheizung in der Langzeitwirkung sehr effektiv sein kann. Hochwertige Heizpaneele von Markenanbietern erwärmen den Schamottekern, so dass die Wärme gut gespeichert werden kann. Nach dem Abschalten kühlt diese Platte sehr langsam aus. Bei Unterschreitung der Solltemperatur schaltet sich die Infrarotheizung automatisch wieder ein. Hierdurch kommt es nur zu sehr geringen Temperaturschwankungen.
Im Vergleich dazu muss sich eine konventionelle Heizung erst wieder komplett aufheizen, um den Raum zu erwärmen. Die Infrarot-Heizungen benötigen so weniger Energie. Eine Studie der Hochschule Konstanz verdeutlicht, dass eine Infrarotheizung (speziell im Zusammenspiel mit einer Photovoltaikanlage) bei einer unterstellten Lebensdauer von 50 Jahren und inkl. der Instandhaltung, Herstellung und Entsorgung bessere Kennwerte liefert als ein System mit einer gewöhnlichen Wärmepumpe.

Heizen mit Strom in der heutigen Zeit? Dies ist bei den steigenden Energiekosten vermutlich ein Nachteil dieser Heizart. In der Kombination mit einer Photovoltaikanlage macht man sich von Energieversorgern jedoch teilweise unabhängig. Man wird autark und somit zum Selbstversorger. Man erzeugt den Strom für die Infrarotheizung zu größeren Teilen also selbst.
Die laufenden Kosten für das Heizsystem reduzieren sich damit, da zukünftig mit dem eigenen Ökostrom geheizt wird. Ergänzt mit einer Sonnen-Batterie kann der Strom für den Verbrauch am Abend gespeichert werden.

Fazit: Soll man sich für die Infrarotheizung entscheiden?

In neuen, modernen Wohn- und Bürogebäuden macht der Einsatz von Infrarot-Heizungen durchaus Sinn. Durch den hohe Dämmstandard kann die erzeugte Wärme lange gespeichert werden. Daher werden die Stromkosten hierbei niedrig gehalten. Die Infrarotheizung kann für Altbauten auch interessant sein. In Fällen einer Umrüstung bei Altbauten sollte man sich aber von einem Experten beraten lassen.
Hierbei kommt es auf den Einsatz, die Nutzungsdauer und die Beschaffenheit der Dämmung an. Wichtig zu wissen ist auch, dass die Infrarot-Heizung sowohl als Hauptheizung wie auch als Zusatzheizung eingesetzt werden kann.

Hier können Sie den ausführlichen Ratgeber zur Infrarotheizung nachlesen auf dem die hier vorgestellten Informationen großteils basieren.