Krisenflughafen Berlin
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Krisenflughafen Berlin – Viele Fragen, keine Antworten!

Dieses Bauvorhaben ist eines der größten Desaster, das die deutsche Baugeschichte in den vergangenen Jahren begleitet hat. Die Rede ist im Flughafen Berlin, der den Flughafen-Untersuchungsausschuss immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Auf der Fehlersuche traf der Untersuchungsausschuss nunmehr auf Missstände, die auch aktuelle Bauprojekte betreffen. Beispielsweise stehen an der Landebahn befindliche Kabelschächte unter Wasser, die sich natürlich auch auf das zukünftige Bauprojekt auswirken.

Wasserschäden auf der Flughafen-Baustelle

Bereits vor sechs Jahren standen an der südlichen Start- und Landebahn gelegene Kabelschächte samt Elektroleitungen beim zukünftigen Hauptstadtflughafen BER unter Wasser.  Diese Aussage bestätigt der einstige Technikchef Horst Amann, der dem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses angehört. S

einen Aussagen zufolge war schon 2012 offensichtlich, dass an diesen Schächten Sanierungsbedarf besteht und diese ebenfalls abgedichtet werden müssen.

Vor kurzer Zeit wurde der Baumangel offiziell publiziert.

Täuschungsmanöver auf Deutschlands größter Baustelle?

Nach Informationen der Flughafengesellschaft unterliegen die Kabelschächte seit 2016 einer fortlaufenden Überwachung. Wie daraufhin ein Sprecher bekanntgab, weisen die Leitungen keine größeren Schwächen auf. Im August kam der Aufsichtsrat dann zu dem Entschluss, dass die Schächte doch für zehn Millionen Euro saniert werden müssen.

Eine etwaige Mitteilung über diese Entscheidung gab es nach der Aufsichtsratssitzung jedoch nicht. Im Abgeordnetenhaus bezeichnete die CDU diesen Vorfall als eine Art Täuschungsmanöver. Laut Aussagen der Partei laufe der Flughafenvorsitzende Engelbert Lütke Daldrup Gefahr, das nötige Vertrauen aufzubrauchen. Dieser Meinung pflichtete FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja bei, dass Amanns Befragung ergeben habe, dass der von der SPD geleitete Senat etwaige Eröffnungstermine des Flughafenunternehmens vorgegeben habe. Allerdings wurde dabei nicht darauf geachtet, wie realistisch diese Termine überhaupt erscheinen.

Es mangelte schlichtweg an Planung

Amann sowie der einstige Geschäftsführer Hartmut Mehdorn wurden als Zeugen in den Ausschuss geladen. Dieser Ausschuss fand zueinander, um über etwaig entstandene Fehler bei der Erbauung des zukünftigen Flughafens Berlin-Brandenburg zu diskutieren.

Aktuell sieht die Planung vor, dass das Verkehrsdrehkreuz im Oktober dieses Jahres eröffnet wird.

Von August 2012 bis November 2013 war Amman als technischer Vorgesetzter der Flughafengesellschaft tätig. Anschließend übernahm Manager Mehdorn diese Position. Vor dem Ausschuss analysierten Amann und Mehdorn die Baustellensituationen in den Jahren 2012 und 2013 in ähnlicher Weise. Mehdorn führte vor Augen, dass die Baustelle nach der geplatzten Eröffnung im Juni 2012 zum Erliegen kam. In diesem Zusammenhang betonte Amann, dass zur damaligen Zeit keine Ansätze für eine weitere Planung existierten. Ein gut funktionierendes Risikomanagementsystem sei schlichtweg nicht vorhanden gewesen.