Mäuse auf tierfreundliche Weise vertreiben

Mäuse erscheinen für viele Menschen als niedlich, doch können sie im Haus und im Garten mitunter schwerwiegende Schäden verursachen. Die kleinen Nager können auch verschiedene Krankheiten übertragen. Wer sie loswerden möchte, muss nicht zur klassischen Schlagfalle oder gar zu Gift greifen, denn sie lassen sich auch auf tierfreundliche Weise vertreiben.
Befall mit Mäusen effizient vorbeugen
Mäuse gehen dorthin, wo Nahrung vorhanden ist. Um einen Mäusebefall zu verhindern, kommt es auf eine sichere Vorratshaltung und auf Sauberkeit an. Müll und Abfälle sollten immer sofort entsorgt werden, damit sie keine Mäuse anlocken können. Mäuse kommen dorthin, wo sich Essensreste befinden.
Lebensmittel wie Nudeln, Gewürze oder Mehl sollten in luftdichten, stabilen Behältern gelagert werden.
Papierkartons oder Plastiktüten werden sonst schnell von den kleinen Tieren angenagt. Mülltonnen mit Essensresten sollten weit entfernt vom Haus aufgestellt und am besten verschlossen werden, damit Mäuse nicht eindringen können.
Futter von Katzen, Hunden und anderen Haustieren wird auch von Mäusen gefressen. Werden die Haustiere draußen gefüttert, sollte der Napf mit noch vorhandenen Futterresten möglichst sofort entfernt werden, nachdem das Tier gefressen hat. Hilfreich können auch Futterautomaten sein.
Wer Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen hat, sollte den Käfig regelmäßig reinigen. Mäuse werden durch mangelnde Sauberkeit angelockt.
Es ist zwar sinnvoll, Vögel im Winter zu füttern, doch können Mäuse auch durch deren Futterstellen angelockt werden. Die Mäuse fressen heruntergefallene Körner oder Haferflocken. Um das zu vermeiden, sollten die Vögel über den Tag verteilt mehrere kleine Futterrationen erhalten.
Wer Obstbäume im Garten hat, sollte heruntergefallenes Obst möglichst schnell aufsammeln, da die kleinen Schädlinge sonst gern davon fressen.

Schlupflöcher im Haus verschließen
Selbst durch die kleinsten Schlupflöcher können Mäuse ins Haus eindringen. Daher ist wichtig, diese Undichtigkeiten aufzuspüren, um sie zu verschließen. In der Hauswand, aber auch an Kabelkanälen und undichten Fenstern sowie Fugen können sich Löcher und Ritzen befinden. An Versorgungsleitungen und Türspalten sind ebenfalls oft Einfallstore für die winzigen Nagetiere vorhanden.
Wer eine Maus in der Wohnung bemerkt, sollte auf Schwachstellen achten und die Wände verputzen. Mit Silikon, Gips oder Mörtel können die Ritzen verschlossen werden. Vor dem Abdichten der Löcher ist darauf zu achten, dass sich keine Mäuse mehr in den Wänden befinden. Sie würden sonst einen qualvollen Hungertod sterben.

Mäuse vertreiben mit Katzenstreu
Um Mäuse zu vertreiben, genügt oft schon der Geruch von Katzen. Mäuse halten sich von den Territorien ihrer natürlichen Fressfeinde fern. Sie lassen sich mitunter vertreiben, wenn ein mit Katzenstreu gefüllter Stoffbeutel in die Nähe der Löcher und Laufwege der Mäuse gelegt wird. Die Katzenstreu wird entsorgt, wenn die Mäuse erfolgreich vertrieben wurden.
Mit Gerüchen gegen Mäuse vorgehen
Von ihren guten Nasen lassen sich die Mäuse zu ihren Nahrungsquellen leiten. Wer Mäuse vertreiben möchte, kann diese Tatsache ausnutzen, denn einige Gerüche wirken auf Mäuse abschreckend.
Essig schreckt mit seinem sauren Geruch Mäuse ab.
Heißes Wasser wird mit Essig versetzt, sodass der Geruch deutlich wahrnehmbar ist. Mit dieser Mischung wird die Wohnung aufgewischt. Dabei dürfen schwer zugängliche Stellen unter Betten und Schränken nicht vergessen werden. Einige mit reinem Essig getränkte Stofftücher werden vor Mäuselöcher sowie auf bevorzugte Wege der Nager gelegt.
Pfefferminzöl vertreibt Mäuse ebenfalls. Stofftücher können mit Pfefferminzöl beträufelt und in den Löchern sowie auf häufig von Mäusen genutzten Wegen platziert werden.
Essig und Pfefferminzöl schaden den Mäusen nicht. Die Tiere fühlen sich nur aufgrund der Gerüche unwohl und meiden dann die zuvor von ihnen bevorzugten Wege. Wissenschaftlich belegt ist diese Methode jedoch nicht.
Scharfe Gewürze wie Chilipulver sollten zum Vertreiben von Mäusen nicht genutzt werden, da sie bei den Tieren starke Atemnot hervorrufen können.
Mäuse fangen mit Lebendfallen
Lebendfallen fangen Mäuse auf tierfreundliche Weise. Die Maus kann dann wieder freigelassen werden. Sie sollte mindestens 100 Meter entfernt vom Haus ausgesetzt werden. Ein Waldrand oder eine Wiese eignet sich dazu am besten. So findet die Maus Nahrung und Unterschlupf, kann aber nicht so schnell zurück ins Haus.
Die Lebendfalle sollte regelmäßig kontrolliert werden, damit die Maus darin nicht zu lange verbleibt. Das würde Stress für die Tiere bedeuten und schlimmstenfalls zu deren Tod führen.







