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    Wie Du mit Deinem Blog KEIN Geld verdienst – Teil 3: Display-Advertising aka Bannerwerbung

    Wie Du mit Deinem Blog KEIN Geld verdienst – Teil 3: Display-Advertising aka Bannerwerbung

    In den ersten beiden Teilen unserer Artikelserie zum Thema „Geld verdienen mit Blogs“ ging es um Partnerprogramme und Kooperationen mit Unternehmen. Heute möchten wir euch zeigen wie ihr Geld, bzw. kein Geld mit Bannerwerbung verdienen könnt.

    Bannerwerbung wird unter Profis auch als Display-Advertising bezeichnet, das Pendant dazu ist die Ausspielung von Bannern auf mobilen Webseiten. Dieses wird als Mobile-Advertising bezeichnet.

    Wenn es um Bannerwerbung geht, dann ist es wichtig sich einmal mit dem entsprechenden Markt zu beschäftigen. Wer gibt das Geld aus, wer bekommt es und wer verdient alles daran.

    Die Werbekunden

    In Deutschland gibt es ca. 50 große Unternehmen die für den Hauptanteil an den Werbespendings verantwortlich zeichnen. Die größten deutschen Werbespender sind

    1. Procter & Gamble
    2. L’Oreal
    3. Media-Saturn-Holding
    4. Unilever
    5. Ferrero
    6. Axel Springer
    7. Telekom Deutschland
    8. McDonald’s
    9. Unister
    10. Volkswagen (Quelle: Statista.de)

    Gemessen werden diese Ausgaben für Werbung von der Firma Nielsen. Diese Zahlen beruhen auf den Bruttowerten, dies bedeutet bevor alle Rabatte und Vergütungen für Agenturen abgezogen wurden, daher haben sie wenig mit den wirklichen Ausgaben der Unternehmen für Werbung zu tun.

    Die meisten dieser Unternehmen lassen sich bei der Planung und Schaltung ihrer Werbung von Mediaagenturen beraten, diese verfügen meist über eine große Expertise in Bezug auf die Platzierung und den Einkauf von Werbeflächen.

    Die Mediaagenturen

    Die zehn größten Mediaagenturen in Deutschland sind

    1. Mediacom
    2. OMD
    3. MEC
    4. Carat
    5. Mindshare
    6. Mediaplus
    7. Zenithmedia
    8. Havas Media
    9. Vizeum
    10. Pilot Media (Quelle: RECMA 2014)

    Bis auf Pilot Media und Mediaplus handelt es sich bei allen Agenturen um Netzwerkagenturen, dies bedeutet sie gehören zu einem internationalen Netzwerk aus Agenturen und können so ihre Planungs-/Einkaufs-/ und Beratungsexpertise weltweit anbieten und für Kunden überall auf dem Globus mit eigenen Teams aktiv werden.

    Dieser Vorteil wird von manchen Kunden als Nachteil angesehen, weil die Agenturen dann zu groß seien und den Fokus eher auf die eigenen Unternehmensziele legen würden, statt auf die der Kunden.

    Inhabergeführte Agenturen sind vor allem für Kunden aus dem mittelständischen Umfeld ein guter Ansprechpartner, da hier die Form der Unternehmensleitung und die Art der Unternehmensziele einen höheren Deckungsgrad aufweisen.

    Die (Online)vermarkter

    Die größten Partner der Mediaagenturen sind die Media-Vermarkter. Diese haben sich darauf spezialisiert, in bestimmten Bereichen die Media-Reichweiten zu bündeln und anzubieten. Im Bereich der Onlinewerbung sind die zehn größten deutschen Onlinevermarkter

    1. Ströer Digital
    2. InteractiveMedia CCSP
    3. Axel Springer Media Impact
    4. TOMORROW FOCUS MEDIA
    5. SevenOne Media
    6. IP Deutschland
    7. eBay Advertising Group Deutschland
    8. OMS
    9. United Internet Media
    10. G+J Electronic Media Sales (Quelle: AGOF Vermarkterranking Q1/2015)

    Der Markt & die AGOF

    Der Vorteil für die Mediaagenturen und die Werbetreibenden durch die Bündelung der Reichweiten liegt in der relativ geringen Anzahl von Ansprechpartnern. Das Geschäft kann also zwischen einer überschaubaren Anzahl von Marktteilnehmern abgewickelt werden.

    Die Größe der Vermarkter richtet sich nach der Reichweite der von ihnen vermarkteten Angebote, welche durch die AGOF und die IVW gemessen werden.

    Der größte „Blogvermarkter“ AdVice ist im AGOF-Ranking auf Platz 32 zu finden, mit einer Nettoreichweitenabdeckung von 5%. Diese wird durch eine Zusammenfassung von über 20 Blogangeboten (darunter u.a. whudat.de) erreicht.

    Es ist für einen einzelnen Blog kaum möglich Teilnehmer an der AGOF zu werden, denn die jährlichen Kosten können schnell bei mehr als 7.500 €, im Minimum, liegen.

    Ohne eine AGOF-Teilnahme sind viele Webseiten für Mediaagenturen aber erst gar nicht interessant für eine Buchung, denn die AGOF ist eine Art Qualitätskriterium für viele Kunden. Umgekehrt könnte auch argumentiert werden, dass wer es sich leisten kann ohne großen Qualitätsanspruch in der AGOF einen Platz finden wird, wenn die Reichweite hoch genug ist.

    Die Marktmacht der Mediaagenturen, und der von ihnen verwalteten Kundengelder, führen dazu, dass die Preise der Ratecards meist wenig mit den Preisen zu tun hat, die am Ende bei einem Webseitenbetreiber ankommen.

    Eine Beispielrechnung

    Der Blog BLOGREBELLEN.DE (wird von AdVice vermarktet) hat laut der Ratecard eine Brutto-Reichweite von 330.000 Impressions. Die Schaltung eines Billboards kostet einen TKP von 100,00 €.

    Laut der Ratecard hat Blogrebellen 168.000 Visitors (nehmen wir einmal an diese seien identisch mit den für Kunden und Agenturen wichtigeren Unique User), dann könnte die Webseite im Monat den Werbeplatz Billboard 168.000 mal verkaufen, denn meistens möchten die Agenturen keine zu häufigen Kundenkontakte mit einem einzelnen User und buchen daher entsprechende Frequency-Cappings. Dies gilt übrigens nicht bei sogenannter abverkaufsorientierter Onlinewerbung wie sie von vielen Onlineshops betrieben wird, hier sind die Abrechnungsmodelle auch anders gelagert, als in diesem Beispiel.

    Nehmen wir einmal das Billboard würde nun tatsächlich gebucht werden, dann würde blogrebellen rein theoretisch 168*100 €, also 16.800 € für diese Werbeschaltung bekommen können.

    Klingt doch supergut werden jetzt viele sagen, aber kaum eine Agentur zahlt den Preis der Preisliste. Die Rechnung für blogrebellen könnte eher so aussehen.

    Vom Listenpreis von 100 € gehen ca. 30-40% Rabatt ab, davon noch einmal 15% AE-Provision (die sogenannte Agenturvergütung) und dann zwischen 30-40% Anteil für den Vermarkter. Dann werden aus den 16.8000 € ganz schnell nur 5.140,80 €. Dies aber auch nur bei der Buchung der kompletten Reichweite für ein Werbemittel. In der Regel buchen die Agenturen allerdings eher selten die komplette Reichweite, sondern einen Anteil von 15-25%, also bleiben ca. 1.300 € bei der Seite. Für eine Schaltung ist das ein ordentlicher Betrag, aber allerdings werden die meisten Webseiten nie zu 100% mit ordentlichen Kampagnen bebucht.

    Es ist also eher schwierig, als normaler Blogger, große Umsätze mit Bannerwerbung zu erwirtschaften, selbst dann nicht, wenn ein großer Vermarkter den eigenen Blog unter seine Fittiche nimmt.

    Google AdSense & CpC-Buchungen

    Die meisten Blogs werden Partner von Google-Adsense sein, oder von einem der kleineren Vermarkter die sich auf Blogvermarktung spezialisiert haben. In der Regel buchen hier allerdings eher weniger die großen Mediaagenturen ein, sondern Agenturen die sich auf die Abwicklung von Performancedeals spezialisiert haben. Hierbei ist es dann fast ebenso schwierig gute Umsätze zu realisieren wie bei der Teilnahme an einem Partnerprogramm.

    Bannerwerbung ist nur dann für Blogs interessant, wenn die Reichweite bei mehr als 250.000 UU (Unique User) im Monat liegt, die Werbeplätze auch großflächige Werbung zulassen. Mit klassischen Formaten wie 728*90 oder 300*250 werdet ihr eher einstellige TKP-Beträge erwirtschaften können. Anhand des oben gezeigten Beispiels könnt ihr selbst einmal ausrechnen wie hier die Einnahmeseite aussehen kann.

    Google-Adsense bietet vielen Blogs eine der wenigen Möglichkeiten an den Umsätzen der Onlinemediaindustrie zu partizipieren, wenn auch nur in einem sehr eingeschränkten Maße. Die Banner werden bei Google eben nicht nach TKP, sondern in den meisten Fällen auf CpC, also per Klick, abgerechnet. Bei einer durchschnittlichen CTR (Clickrate) von 0,10% ist der Weg zum Blogmillionär ziemlich weit.

    Es ist also relativ schwierig mit Bannerwerbung auf seinem Blog eine ordentliche Refinanzierung zu erreichen. Bei einer entsprechenden Größe macht es Sinn sich einen Vermarkter zu suchen, damit dieser für euch die Kontakte zu den Agenturen herstellt.

    Youtube  & Co

    Im nächsten Teil unserer Serie geht es um Videoadvertising und die Möglichkeiten hier ein ordentliches Stück vom Kuchen der Mediagelder abzubekommen.

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