Beschäftigungstipps für Hunde
Beschäftigungstipps für Hunde
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Beschäftigungstipps für Hunde

Auch bei schlechtem Wetter oder bei tierischen Verletzungen ist ein regelmäßiger Spaziergang mit Hunden unumgänglich. Lassen aktuelle Bedingungen allerdings keine längeren Spaziergänge an frischer Luft zu, müssen die Tiere zu Hause mit allerlei Spielen beschäftigt werden. Diese Spiele sollten jedoch nicht nur ein Freude bringender Zeitvertreib sein, sondern die Tiere auch geistig auslasten.
Hierfür kommen verschiedene Beschäftigungsideen infrage. Doch nicht nur auf das Tier wirkt sich die gemeinsame Beschäftigung positiv aus. Jede gemeinsame Minute stärkt die Bindung zwischen Mensch und Tier – in jedem Hundealter.

Wie viel Beschäftigung benötigen die Vierbeiner?

Grundsätzlich sollten Hundebesitzer regelmäßig viermal pro Tag mit ihren Hunden Gassi gehen. Schließlich sind eine oder zwei Runden täglich für die Vierbeiner nicht ausreichend, um ihre Notdurft zu entrichten.

Die Häufigkeit des Gassigangs hängt allerdings auch von der jeweiligen Hunderasse ab.

Insbesondere lauffreudige Rassen wie Wind- und Hütehunde benötigen besonders viel Auslauf. Das Ausführen der Tiere zielt nicht nur darauf ab, dass „des Menschen bester Freund“ seine Blase und seinen Darm entleert. Stattdessen benötigen die Tiere viel Bewegung und mannigfaltige Gerüche zum Erschnüffeln. Ebenso wichtig ist es, dass die Vierbeiner geistig gefordert werden, etwas Neues entdecken und ihre Muskulatur trainieren. Deshalb ist es sinnvoll, stets andere Strecken für die Spaziergänge zu wählen oder Gegenstände zu apportieren.

Hunde Beschäftigung
Grundsätzlich sollten Hundebesitzer regelmäßig viermal pro Tag mit ihren Hunden Gassi gehen

Doch mit dem Gassi gehen ist die Beschäftigungsgrenze von Hunden noch längst nicht erreicht. Zu Hause sollten Hundehalter die Tiere mit interessanten Beschäftigungen fordern. Es ist ratsam, die Tiere regelmäßig mit fünfminütigen Spielen herauszufordern. Im Gegenzug sind die Hunde überfordert, wenn sie durch ihre Hundehalter eine halbe Stunde am Stück herausgefordert werden.

Spielvorschlag Nummer 1: Auspacken

Denkspiele fordern Hunde geistig heraus und fördern ihre Kreativität. Eines dieser Spiele ist es, dass die Hunde Gegenstände auspacken sollen. Eine gute Idee ist es, mehrere Futterstücke in Zeitungspapier zu stecken und zusammen mit anderem Papier in einem Karton zu verpacken. Anschließend bekommt das Tier das „Geschenk“ überreicht.

Übrigens ist dieses Denkspiel auch sehr gut für ängstliche Hunde geeignet. Haben die Tiere Startschwierigkeiten, können sie das Päckchen am Anfang auch ein kleines Stück öffnen.

Denkspiele fordern Hunde
Denkspiele fordern Hunde geistig heraus und fördern ihre Kreativität

Spielvorschlag Nummer 2: Nasenarbeit als Suchspiel

Suchspiele ohne Futter bereiten Hunden nicht nur Freude. Zugleich lernen die Tiere durch die Spielchen viel Nützliches. Zu Beginn zeigen Sie Ihrem Haustier den Gegenstand, um diesen anschließend in Sichtweite des Tieres abzulegen und anschließend den Suchbefehl zu erteilen. Natürlich dürfen Hundehalter die Vierbeiner für den Fund belohnen. Daraufhin wird die Suche immer schwieriger, bis sich das Tier bei hohem Schwierigkeitsgrad nur noch auf seine Nase verlässt.

Eine gute Alternative zu dieser Beschäftigungsmethode ist das Leckerli-Suchspiel, bei dem Kausnacks in der Wohnung versteckt werden. Am Anfang des Spiels dürfen die Hunde dabei zuschauen, wo die Leckerlis versteckt werden. Fortgeschrittene Tiere dürfen beim Verstecken der Nahrung nicht mehr zuschauen, sondern automatisch der Duftspur folgen.

Spielvorschlag Nummer 3: Intelligenzspiele

Intelligenzspiele für Hunde sind schnell gebastelt.

Hierfür benötigen Hundebesitzer nicht mehr als eine Muffinbackform oder Plastik-Blumenpalette, kleine Snacks sowie leere Becher oder mehrere Bälle.

Zuerst legen Sie die kleinen Snacks in die Vertiefungen der Backform oder Palette, um die Leckerlis mit unterschiedlichen Gegenständen zu bedecken. Dann muss das Tier die Abdeckungen anheben, um die Belohnung zu erhalten.

Spielvorschlag Nummer 4: Apportieren

Apportiert ein Hund gern, ist der rollende Ball noch immer ein Klassiker unter den Hundespielzeugen. Allerdings dürfen die Hunde den Ball bei diesem Spiel erst nach dem Befehl „Bring den Ball“ zurückbringen. Dieses Spiel können Mensch und Tier beliebig mit anderen Gegenständen wiederholt werden, die Hundebesitzer allerdings stets deutlich benennen sollten.
Im zweiten Schritt können Hundehalter mehrere Dinge aneinander legen, jedoch nur für einen Gegenstand einen Apportierbefehl erteilen.

Apportieren
Apportiert ein Hund gern, ist der rollende Ball noch immer ein Klassiker unter den Hundespielzeugen

Spielvorschlag Nummer 5: Tricks beibringen

Einstudierte Hundetricks fordern Hunde geistig heraus. So können die Tiere beispielsweise lernen, selbst Schubladen zu öffnen oder Hausschuhe zu holen. Diese Tricks sind in erster Linie für Vierbeiner geeignet, die gern Sachen bringen.
Für fortgeschrittene Hunde ist es ein beliebter Zeitvertreib, mehrere Spielsachen hinzulegen und diese namentlich zu benennen. Auf Befehl werden die Hunde dann dazu animiert, nur den benannten Gegenstand aufzuheben.

Spielvorschlag Nummer 6: Parcours aufbauen

Wer genügend Platz hat und mehr Action wünscht, kann zu Hause ebenfalls einen Parcours aufbauen. Mehrere hintereinander positionierte Stühle bilden einen Tunnel, in dem Sie einen Besenstiel und zwei Eimer legen. Diese Gegenstände müssen die Vierbeiner bei einem Hindernislauf überwinden.
Eine weitere Option für bewegungsfreudige Tiere ist es, mit seinen Armen einen Kreis zu bilden und den Hund hindurch springen zu lassen.

Spielvorschlag Nummer 7: Zerrspiele

Zerrspiele sind ein Klassiker unter Beschäftigungsmöglichkeiten für Hunde. Hierbei ziehen Mensch und Tier in entgegengesetzten Richtungen an Spielzeugen wie einem Seil.

Dieser Spielvorschlag ist allerdings nur für Tiere geeignet, die Spielabbrüche akzeptieren, die eigene Beute nicht verteidigen und bei Spielen nicht zu Aggressionen neigen.

Eine wichtige Basis für dieses Spiel ist es deshalb, dass das Verhältnis zwischen Hund und Hundebesitzer eindeutig geklärt ist.

Zerrspiele Hunde
Zerrspiele sind ein Klassiker unter Beschäftigungsmöglichkeiten für Hunde

Spielvorschlag Nummer 8: Man Trailing

Das sogenannte Man Trailing zielt auf die Suche nach Menschen ab. Sinn und Zweck dieses Spiels ist es, dass die Tiere eine ihnen bekannte Person aufsuchen.
Anfangs erhalten die Tiere ein der Person zuordenbares Kleidungsstück zum Riechen. Danach fordern Hundehalter die Vierbeiner auf, um die versteckte Person zu finden. Anfangs sollten die Wege zur entsprechenden Person allerdings nicht zu lang sein. Trainierte Tiere können ihre Herrchen oder Frauchen auch über längere Strecken suchen.

Hunde nicht unterfordern

Hunde sind dann unterfordert, wenn die Bedürfnisse der Haustiere nicht genügend berücksichtigt werden. Infolge dessen sind die Vierbeiner mehr oder weniger gezwungen, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen. Das Risiko ist hoch, dass die Tiere Unsinn anstellen, der von abgenagten Möbeln über abgekratzte Tapete bis hin zur Bildung von Kabelsalat sein kann.

Schlimmstenfalls führt Unterforderung sogar zu Krankheiten.

Vor allem bei älteren Hunden schlägt Langeweile auch schnell in eine Depression um.

Hunde benötigen Ruhephasen

Grundsätzlich können sich Hunde nicht für längere Zeit konzentrieren. Typische Anzeichen einer Überforderung sind häufiges Kratzen, Unruhe, häufiges Gähnen oder Desinteresse an sämtlichen Aufforderungen. Da die Tiere zwischendurch viele Ruhepausen benötigen, sollten Hundebesitzer die Übungen auf kurze Zeiten begrenzen.
Das Augenmaß spielt eine wichtige Rolle. Denn wer die Übungszeiten häufig steigert, läuft Gefahr, dass die Tiere die menschliche Aufmerksamkeit im Laufe der Zeit immer stärker einfordern.