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Briefmarke per App? Wie das funktioniert und was Sie beachten sollten
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Briefmarke per App? Wie das funktioniert und was Sie beachten sollten

Kennen Sie das? Sie wollen einen Brief versenden, aber weit und breit findet sich keine Briefmarke. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern raubt auch Zeit, die Sie für andere Dinge nutzen könnten. Auch die Deutsche Post kennt das Problem und bot deshalb seit 2009 Handyporto per SMS an.
Ende letzten Jahren bzw. seit Beginn 2021 gibt es nun als Alternative zu regulären Briefmarken die Mobile Briefmarke. Wie das funktioniert, verraten wir Ihnen im Folgenden.

Keine echte Briefmarke nötig

Sie brauchen keine echte Briefmarke mehr, sondern einen Zahlencode. Und diesen Zahlencode schreiben Sie dann einfach auf den Umschlag, anstelle der Briefmarke.

Alles, was Sie benötigen, ist demnach ein Smartphone mit entsprechender App, Internet, eine Zahlungsmöglichkeit per PayPal sowie einen Stift.

Dank der mobilen Briefmarke können Sie sich den Weg zum Briefkasten sparen. Zudem ist man nicht an Öffnungszeiten gebunden und kann nervige Warteschlangen umgehen. Insbesondere zu Zeiten von Corona ist letzteres besonders nützlich. Doch auch wenn keine Pandemie tobt, können einen die Wartezeiten bei der Post in den Wahnsinn treiben.

Briefkasten
Dank der mobilen Briefmarke können Sie sich den Weg zum Briefkasten sparen

Innerhalb weniger Minuten können Sie immer und überall einen Brief frankieren

Indem Sie sich einfach die Post & DHL App downloaden, können Sie in wenigen Schritten immer und überall eine Postkarte oder einen Brief frankieren. Die App ist für Android und Apple Geräte verfügbar. Innerhalb der Anwendung müssen Sie dann nur noch das passende Porto und den Button „Code zum Beschriften“ auswählen.

Gezahlt wird mithilfe von PayPal. Nachdem der richtige Code auf Ihrem Display erscheint, können Sie diesen mit einem dunklen Stift auf den Briefumschlag schreiben. Platziert wird der Code dort, wo normalerweise die Briefmarke aufgeklebt wird. Über den Code müssen Sie „#PORTO“ schreiben, aber das wird im Bestellvorgang auch nochmal erklärt. Im nächsten Schritt müssen Sie den Brief nur noch in den nächsten Briefkasten schmeißen.

Gibt es etwas zu beachten?

Sobald Sie den Code gekauft haben, müssen Sie diesen innerhalb von zwei Wochen benutzen. Außerdem sollten Sie beachten, dass die Mobile Briefmarke nur für Briefe und Postkarten verwendet werden können, die innerhalb von Deutschland versendet werden. Ergo: Im Ausland funktioniert die App nicht.
Außerdem kann die Mobile Briefmarke nicht für Pakete genutzt werden. Anwenden können Sie diese nur auf Standartbriefe, Großbriefe, Kompaktbriefe und Postkarten. Wenn Sie andere Produkte verschicken möchten, müssen dann doch die herkömmlichen Versandmethoden genutzt werden.

Weiterhin gilt es zu beachten, dass die Mobile Briefmarke nur für Privatkunden gedacht ist.

Sollten Sie ein Unternehmen haben, müssten Sie demnach auch auf die herkömmliche Methode zurückgreifen.

Paket
Mobile Briefmarken können nicht für Pakete genutzt werden

Vorteile und Nachteile der Mobilen Briefmarke

Die frühere Handybriefmarke bzw. das Handyporto war teurer als eine normale Briefmarke. Das ist nun nicht mehr der Fall, bei der Mobilen Briefmarke entfällt der Aufpreis. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie sich bei der App nicht registrieren müssen und demnach keine Angst um Ihre Daten haben brauchen. Außerdem, und das ist wohl der größte Pluspunkt, müssen Sie nicht immer extra zur Post fahren oder laufen, wenn keine Briefmarke mehr im Haus ist. Das ist insbesondere für die Menschen von Vorteil, die auf dem Dorf leben und keine Post in ihrem Ort haben.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile, wenn man das so bezeichnen sollte. Zum einen kann man die Mobile Briefmarke aktuell nur mit PayPal bezahlen. Gerade die ältere Generation weiß mit Dingen wie Online-Banking und PayPal häufig nichts anzufangen. Allerdings wird an weiteren Bezahlmöglichkeiten aktuell noch gearbeitet.
Weiterhin wird ein Handy oder Internetzugang benötigt und auch das ist für ältere Menschen oder für die, die relativ abgeschottet leben, nicht immer praktikabel.

Internetmarke statt Mobile Briefmarke

Neben der Mobilen Briefmarke gibt es übrigens noch die Internetmarke. Hierfür benötigen Sie immerhin kein Handy, dafür aber einen Computer. Eine Internetmarke können Sie über den Internetbrowser anfordern.

Im Gegensatz zur Mobilen Briefmarke können sowohl Briefumschläge jeder Art als auch Pakete und Päckchen frankiert werden.

Außerdem gibt es hier diverse Zahlungsmöglichkeiten zur Auswahl. Wenn Sie allerdings Pakete oder Päckchen verschicken möchten, müssen Sie sowieso zur Post gehen. Warum also online machen? Ganz einfach: Internetmarken sind bis zu drei Euro günstiger als die Marken, die Sie bei der Post vor Ort erwerben können.