Bringen Forscher den Schnee tatsächlich zurück
Bringen Forscher den Schnee tatsächlich zurück
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Bringen Forscher den Schnee tatsächlich zurück?

Der Blick auf die Wetterentwicklung der vergangenen Jahre lässt einen deutlichen Schluss zu. Die Jahreszeiten sind viel zu mild, zu warm, zu trocken. Dieser Winter steht symbolisch für den Klimawandel, der sich auf der Erde vollzieht.

Denn statt Schneefall blühen die Blumen und zwitschern die Vögel. Sogar in höheren Lagen blieb der Schnee zu weiten Teilen aus. Deshalb versuchen US-amerikanische Wissenschaftler nun, die kalte Jahreszeit zu manipulieren.

US-amerikanische Forscher wollten Schnee künstlich erzeugen

Forscher der Universitäten Colorado und Illinois fanden sich zusammen, um im Rahmen eines Experiments künstlich Schnee zu erzeugen. Sie starteten mit einem Flugzeug über die Wolken, um über dem westlichen Teil von Idaho Silberjodid zu verteilen und dadurch Schneefall auszulösen.

Silberjodid gilt als gelbliches Salz, durch das Tropfen bzw. das Eis in einer Wolke an Größe und Gewicht zunehmen. Ist ein gewisser Punkt erreicht, kann die Wolke die Tropfen nicht mehr halten. Daraufhin fällt Regen bzw. Schnee.

Nicht der erste Versuch einer Wettermanipulation

Allerdings gibt es einige Wetterexperten, die diese Idee kritisieren. Ihrer Meinung nach ist dieser Versuch alles andere als effizient. Ähnliche Versuche für eine Wettermanipulation wurden bereits in China im Rahmen der Olympischen Spiele unternommen. Doch der große Erfolg blieb aus.

Erschwerend kommt hinzu, dass die vergangenen Winter außerdem ein ganz anderes Problem haben. Die Temperaturen waren schlichtweg zu warm. Nach aktuellem Stand der Dinge ist der Winter 2019/2020 der zweitwärmste Winter seit 1881 und damit seit dem Beginn der Aufzeichnungen.

Temperaturen weit über dem langjährigen Mittel

Zum Teil kletterte das Thermometer im Winter auf 15 bis 20 Grad an. Bei diesen Temperaturen ist es schlichtweg unmöglich, dass sich eine Schneedecke bildet. Dieser Winter ist etwa vier Grad wärmer als das langjährige Mittel, das im Zeitraum von 1960 bis 1990 ermittelt wurde. Im Gegenzug war es zu nass. Die Regenanteile überstiegen das langjährige Mittel um ungefähr 15 Prozent. Zudem war der Winter durchschnittlich zu sonnig. Der Sonnenschein-Anteil wurde um bis zu zehn Prozent überschritten.