Eibe
Heckenpflanze Eibe – Achtung, giftig!
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Heckenpflanze Eibe – Achtung, giftig!

Die Eibe ist eine beliebte Heckenpflanze, die immergrün ist und sich als besonders frosthart erweist. Allerdings ist das Gewächs für Mensch und Tier giftig. Aus Sicherheitsgründen spielt die richtige Standortwahl daher eine ausschlaggebende Rolle.

Die Eibe: Ein kurzes Porträt

Die Europäische Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der bis zu 15 Meter hoch wächst und an seinem glänzend-grünen Nadelkleid erkennbar ist. Da die ebenfalls als Taxus Baccata bekannte Pflanze besonders schnittverträglich ist, wird das Gewächs als Gartenhecke sehr geschätzt.

Doch so ansehnlich wie die Eibe ist, so giftig ist diese auch.

In nahezu allen Teilen des Gewächses ist Gift enthalten. Die an der Unterseite hellgrün und an der Oberseite dunkelgrün glänzenden Nadeln sowie zur Herbstzeit heranreifende Samen enthalten hohe Mengen des herzwirksamen Alkaloids Taxin. Das rote Fruchtfleisch der Früchte ist hingegen ungiftig, dafür aber darin enthaltenen Samen.

Eibe - ein immergrüner Nadelbaum
Die Europäische Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der bis zu 15 Meter hoch wächst und an seinem glänzend-grünen Nadelkleid erkennbar ist

Die Wirkung des Gifts

Es genügt bereits ein Verzehr weniger Samen oder Nadeln, damit bei Menschen schwere Vergiftungserscheinungen entstehen. Den Daten der Informationszentrale gegen Vergiftungen vom Universitätsklinikum Bonn treten besonders häufig nachfolgende Beschwerden auf:

  • Störungen des Herz- und Kreislaufsystems
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Blässe
  • Erweiterung der Pupillen
  • Rotgefärbte Lippen
  • Mundtrockenheit

Zudem können durch die Eibe verursachte Vergiftungen Nieren- oder Leberschäden hervorrufen, die schlimmstenfalls zu Krampfanfällen oder gar bis zum Tod führen.

Eibe ist giftig
Es genügt bereits ein Verzehr weniger Samen oder Nadeln, damit bei Menschen schwere Vergiftungserscheinungen entstehen

Eine Vergiftung tritt auf: Was tun?

Die rote Farbe und Formgebung der Samenmantel ist einer Beere sehr ähnlich. Aus dem Grund besteht ein erhöhtes Risiko dafür, dass vor allem Kinder in Versuchung geraten, die Beeren zu kosten.

Deshalb sind Eltern kleinerer Kinder gut beraten, darauf zu achten, dass Kleinkinder die Pflanzenteile des Gewächses nicht berühren oder gar in den Mund nehmen.

Ältere Kinder sollten sich der gesundheitlichen Risiken der Eibe ebenfalls bewusst sein. Bei auftretenden Symptomen einer Vergiftung ist es dringend notwendig, den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112 zu kontaktieren. Hierbei empfiehlt es sich, Auslöser der drohenden Vergiftung – in diesem Fall Nadeln oder Beeren der Eibe – mit in die Klinik zu nehmen. Dadurch haben Mediziner die Möglichkeit, die Erkrankung auch richtig zu behandeln.

Eine Gefahr für Tiere

Gut zu wissen: Die Eibe ist ebenfalls giftig für Tiere. In den Pflanzenteilen befindliche Wirkstoffe verursachen im schlimmsten Fall einen Herzanfall.
Haben Haustiere an der Eibe geknabbert, ist eine Konsultation beim Tierarzt unerlässlich. Für Nutztiere wie Schweine, Rinder, Pferde, Schafe oder Ziegen kann der Kontakt mit der Pflanze ebenfalls tödlich enden.

Wie schneiden Hobbygärtner eine Eibenhecke richtig zurück?

Beim Rückschnitt der Hecke empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen sowie Arme und Beine zu bedecken. Bei der Kürzung der Äste und Zweige laufen Pflanzensäfte aus, durch welche sich die Haut entzünden kann. Um das Risiko einer Vergiftung zu minimieren, empfiehlt es sich, die Schnittreste ordnungsgemäß zu entsorgen. Zerkleinerte Überreste gehören alternativ auf den Komposthaufen.