Grünes Crowdfunding
Grünes Crowdfunding – Mit wenig Geld nachhaltig und sinnvoll investieren
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Grünes Crowdfunding – Mit wenig Geld nachhaltig und sinnvoll investieren

Haben Sie schon einmal was von grünen Crowdfunding-Plattformen gehört? Diese sind dafür da, um für ökosoziale Produktideen und Projekte Geld zu beschaffen. Wenn Sie zum Beispiel eine Idee für ein nachhaltiges Produkt oder Projekt haben, werden Sie unter konventionellen Banken vermutlich nur wenige Geldgeber finden. Und das, obwohl Sie vielleicht den besten Businessplan überhaupt haben. Ein Glück, dass in dem Fall Crowdfunding-Plattformen ins Spiel kommen.

Was genau ist Crowdfunding?

Durch Crowdfunding können teure und umfangreiche Ideen finanziert und umgesetzt werden. Das funktionier, indem sich viele Menschen mit wenig Geld daran beteiligen.

Die Bezeichnung setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern crowd für Menschenmenge und funding für Finanzierung, was letztlich schon den Sinn dahinter erklärt.

Die sogenannte Gruppenfinanzierung funktioniert also, indem zahlreiche Kleinstanleger von einer Sache überzeugt werden, anstatt einen oder zwei größere Inverstoren.

Crowdfunding
Durch Crowdfunding können teure und umfangreiche Ideen finanziert und umgesetzt werden

Wie funktioniert eine Crowdfunding-Plattform?

Auf sogenannten Crowdfunding-Plattformen können Investoren Ideen kennenlernen. Hier haben sowohl private Personen als auch Vereine, Unternehmen und Gruppen die Möglichkeit, gezielt Geld einzusammeln. Mithilfe der „Schwarmfinanzierung“ können sich Start-Ups so mit dem nötigen Startkapital ausstatten.

Da die Anzahl der Gruppenfinanzierungen im World Wide Web zunimmt, gibt es eine völlig neue „Börsen“-Art: die Crowdfunding-Plattformen. Wenn Sie ein Kleinstinvestor oder ein Geldsuchender sind, können Sie hier Ihre Projekte präsentieren oder Zahlungen abwickeln. Das Ganze funktioniert deshalb, weil die Plattformen die technische Infrastruktur stellen.

Was ist besser, Crowdfunding oder die Börse?

Wenn man es nüchtern betrachtet, spekulieren die Anleger auf Crowdfunding-Plattformen ebenfalls – nämlich auf ein bestimmtes Projekt. Sollte dieses Projekt scheitern, verlieren Sie beim Crowdfunding normalerweise nichts. Allerdings sieht es beim Crowdinvesting anders aus, denn hier können Sie alles verlieren.

Im Grunde ist letzteres also ähnlich wie bei der Börse, nur, dass hier nicht mit spekulativen Papieren gehandelt wird.

Außerdem geht es an der Börse meistens nur ums Geld, währenddessen es bei grünen Investments darum geht, wünschenswerte Ideen, Unternehmen, Produkte oder Industrien zum Erfolg zu verhelfen.

Börse
Was ist besser, Crowdfunding oder die Börse?

Welche Crowdfunding-Plattformen gibt es?

Die bekanntesten sind Startnext, Kickstarter und Indiegogo. Darüber hinaus gibt es aber auch speziell auf Nachhaltigkeit getrimmte Crowdfunding-Plattformen. Zu diesen gehören zum Beispiel Ecocrowd sowie Crowdinvest-Plattformen wie Green Rocket und weitere.

Hier werden ausschließlich ökosoziale, nachhaltige oder grüne Ideen repräsentiert. Wenn Sie mit wenig Geld sinnvolle Projekte unterstützen möchten, können Sie auch bloß spenden.

EcoCrowd – Was Sie darüber wissen sollten

Die Plattform EcoCrowd gibt es seit 2014. Namenhafte Unterstützer wie das Umweltbundesamt oder die Deutsche Umweltstiftung stehen hinter der Plattform. Aus rein technischer Sicht ähnelt diesen gängigen Vorbildern wie VisionBakery oder Startnext. Was den Inhalt angeht, so gibt es hier jedoch signifikante Unterschiede zu den allgemeinen Plattformen.

Der erste Unterschied ist, dass nicht jeder ein Projekt einstellen kann.

Vorab werden die Projekte nämlich vom EcoCrowd-Team geprüft – auf Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit. So können sich dort weder Spaßvögel noch Betrüger herumtreiben. Generell gibt es für Nutzer jedoch keinerlei Limits. Das bedeutet, dass sich jeder anmelden und mit wenig Budget dabei sein kann. Bereits ab 100 Euro können Sie sogar „Aktionär“ werden.

Wie sieht es mit Umweltthemen bei herkömmlichen Plattformen aus?

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist die Szene der grünen Crowdfunding-Plattformen bislang noch recht klein. Tatsächlich schrumpft sie sogar eher, als dass sie wächst. Allerdings können Sie auch bei klassischen Anbietern Umweltthemen finden.

Nehmen wir beispielsweise Startnext, die eine eigene Kategorie für Umwelt-Crowdfundings hat. Einen sinnvollen Bereich für Gründe Technologien & Energie sowie Projekte für Umwelt und Tierrecht bietet Indiegogo. Bei Kickstarter werden Sie vermutlich nichts finden.

Eine gute Crowdinvestment-Möglichkeit bietet die grüne Bank

Wollen Sie sich mit Ihrem Geld unbedingt an sozial-ölologischen Projekten beteiligen, können Sie das auch über die Crowdinvesting-Plattform der GLS Bank machen. Hier haben Sie die Möglichkeit, mit einem Betrag von 250 Euro in eine Vielzahl von Wachstumsunternehmen und Projekten zu investieren, die grün bzw. nachhaltig sind. Sie müssen dafür nur die Höhe des Darlehens festlegen, andere Kosten fallen nicht an.

Die Sektoren unterteilen sich in Ernährung, erneuerbare Energien und nachhaltige Wirtschaft. Auf der Plattform kannst du dich später jederzeit über den Fortschritt des Projekts informieren, das du finanziert hast.