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Die iPhone-Laufzeit verlängern – Hilfreiche Tipps

Die iPhone-Laufzeit verlängern
Die iPhone-Laufzeit verlängern – Hilfreiche Tipps

Ob unterwegs per GPS oder am Fahrkartenautomaten: Zumeist ist der Akku des eigenen Smartphones genau dann leer, wenn das Gerät am dringendsten benötigt wird. Dabei ist unser Alltag ohne iPhone & Co. mittlerweile kaum noch vorstellbar.
Wir verraten, wie Sie auch die letzte Energie aus den Handys herausholen können.

Erster Tipp: Display abdunkeln

Das Display ist beim iPhone einer der größten Stromverbraucher. Je heller dieses eingestellt ist, desto geringer ist die Laufzeit.

Wer sich beispielsweise auf einem iPhone XR eine Stunde lang Videos auf höchster Akku-Stufe anschaut, reduziert den Energieverbrauch von 2942 auf 476 Milliamperestunden.

Bei halber Helligkeit reduziert sich der Verbrauch auf 200, bei niedrigster Stufe sogar auf 131 mAh. Diese Einstellungen sind allerdings auch nur bei spärlichem Umgebungslicht sinnvoll, da die Inhalte auf dem Bildschirm andernfalls nur schwer erkennbar sind.
Ein hilfreiches Tool ist die Auto-Helligkeit, die bei der Anpassung behilflich ist. Die Abschaltzeit des Displays passen Sie in Einstellungen unter „Anzeige & Helligkeit/Automatische Sperre“ an. Im günstigsten Fall schalten Sie das Display nach der iPhone-Nutzung jedoch komplett aus.

Display abdunkeln
Das Display ist beim iPhone einer der größten Stromverbraucher. Je heller dieses eingestellt ist, desto geringer ist die Laufzeit

Zweiter Tipp: OLED-Dunkelmodus nutzen

Sogenannte OLED-Bildschirme gehören zu Geräten wie dem iPhone X und Pro-Modellen dazu.
Hierbei gilt die Faustregel: Je mehr Schwarztöne auf dem Bildschirm angezeigt sind, desto weniger Energie ist notwendig. Mit diesem Dunkelmodus benötigen geöffnete Apps und Nachrichten weniger als die Hälfte an Energie, mit Homescreen samt schwarzem Hintergrund noch immer ein Drittel weniger Strom. Diesen Modus können iPhone-Nutzer in den Einstellungen unter „Anzeige & Helligkeit“ festlegen.

Die Einstellung zum schwarzen Hintergrund erfolgt in „Hintergrundbild/Einzelbild“. Zeigen die Apps ein dunkelgraues Thema auf, ist der Blick in die spezifischen App-Einstellungen ebenfalls lohnenswert. Dann ist es zum Teil möglich, die dunkelgraue Farbgebung gegen tiefschwarz auszutauschen.

OLED-Dunkelmodus nutzen
Je mehr Schwarztöne auf dem Bildschirm angezeigt sind, desto weniger Energie ist notwendig

Dritter Tipp: Einschränkung der Ortung

Messungen zufolge benötigt ein iPhone binnen 20 Minuten ungefähr 50 mAh mit GPS sowie 30 mAh ohne diese Satellitenverbindung. Einige Apps und Systemdienste kontrollieren regelmäßig die Standorte, auch wenn daraus überhaupt kein Nutzen entsteht.

Auch wenn die Geräte für eine etwaige Positionsbestimmung Mobilfunk- sowie WLAN-Verbindungen anstatt energieintensiver GPS nutzen, sind in iOS-Einstellungen unter „Datenschutz/Ortungsdienste“ sämtliche überflüssigen Apps eingeschränkt.

Hierbei ist es möglich, entweder den Zugriff auf die Position „Beim Verwenden der App“ anzupassen oder diesen Service komplett zu untersagen. Zugleich ist es sinnvoll, die Systemdienste anzuklicken und dort die Ortung für „ortsunabhängige Vorschläge“ oder „in der Nähe beliebt“ zu deaktivieren.

Vierter Tipp: Akku kontrollieren

Über den allgemeinen Zustand des Akkus gibt die iOS-Einstellung unter „Batterie/Batteriezustand“ Aufschluss. Wer die Angaben noch detaillierter aufgeschlüsselt bekommen möchte, sollte das kostenfreie macOS-Tool „coconut Battery“ nutzen. Für den Download sollte das iPhone allerdings per USB-Kabel am Mac angeschlossen sein.

Hat sich die ursprüngliche Kapazität des Akkus bereits deutlich reduziert, ist ein Wechsel empfehlenswert. Diesen Austausch nehmen Apple, Händler und Smartphone-Werkstätten gern vor. Alternativ kosten Austauschsets von 20 bis 40 Euro, bedürfen jedoch etwas Fingerspitzengefühl.

Akku kontrollieren
Vierter Tipp: Akku kontrollieren

Fünfter Tipp: Achtung vor Extremtemperaturen

Hitze schadet dem Akku von iPhones dauerhaft. Im Gegensatz dazu beeinträchtigt Kälte die Funktionsweise der Akkus zumindest vorübergehend, weil in der Batterie befindliche Ionen zähflüssiger werden und Elektrolyte schwerer dadurch gelangen.

Im Optimalfall rät Apple dazu, eine Betriebstemperatur von 0 bis 35 Grad einzuhalten.

Zur Winterzeit empfiehlt es sich deshalb, das Gerät in der Innentasche der Jacke zu verstauen. Zur Sommerzeit sollten Sie das iPhone nicht auf heißen Oberflächen oder in der Sonne liegen lassen.

Sechster Tipp: Deaktivierung von Funkverbindungen

In den vergangenen Jahren haben sich die Gehäuse und Akkus von iPhones deutlich vergrößert. Das iPhone 5s bot noch eine Kapazität von 1560 mAh. Beim iPhone 12 beträgt dieser Wert bereits 12.2815 mAh. Sogar das iPhone mini überzeugt gegenüber älteren Modellen mit 2227 mAh. Das bedeutet, dass WLAN, Bluetooth oder Mobilfunk den Energieverbrauch weniger als vor einigen Jahren beeinflussen.

Hinzu kommt, dass Technologien wie das Bluetooth-System inzwischen effektiver sind. Wer die Leistungsfähigkeit des Akkus voll ausschöpfen möchte, deaktiviert die WLAN- und Mobilfunk-Funktion. Andernfalls sucht das iPhone permanent danach. Im Kontrollzentrum ist es erforderlich, zuerst den Flugmodus zu aktivieren. Andernfalls ist das Funkmodul dauerhaft aktiviert. Tippen Sie das WLAN-Symbol an, falls dieses nicht durchgestrichen ist.

Siebter Tipp: „Stromfresser“ vermeiden

Einige neu installierte Apps oder App-Versionen erweisen sich unbemerkt als wahre Energiefresser. Seit dem iOS 12 können iPhone-Nutzer diese Energiefresser aber leicht aufspüren, auch wenn einige Anzeigen etwas versteckt sind.

Suchen Sie unter den Einstellungen den Modus „Batterie“, über den Sie sich die größten Energieverbraucher die letzten 24 Stunden oder zehn Tage anzeigen lassen können.

Anschließend berühren Sie die Grafik, um bestimmte Zeiträume zu analysieren. Wählen Sie auf der App-Liste „Aktivität anzeigen“, um dann einen genauen Blick auf die Hintergrundaktivitäten zu werfen. Kontrollieren Sie ebenfalls Zeiten, zu denen Sie das Gerät gar nicht genutzt haben. In Testungen fiel beispielsweise die Dropbox durch häufige Hintergrundaktivitäten auf, auch wenn die App über längere Zeit nicht im Vordergrund geöffnet gewesen ist. Der Energieverbrauch reduziert sich auch nicht beim Schließen der App.
Deshalb empfiehlt es sich, die App im Bedarfsfall zu deinstallieren. Zugleich sollte sich jeder iPhone-Nutzer überlegen, ob es akzeptabel ist, die Corona-Warn-App im Hintergrund als Energieverbraucher zu nutzen.