Müdigkeit nach dem Essen
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Müdigkeit nach dem Essen: die wichtigsten Ursachen!

Sicherlich kennt jeder das Gefühl, sich nach dem Essen müde und besonders schlapp zu fühlen. Die Beine werden schwerer. Die Couch ist in greifbarer Nähe. Allerdings sollten Speisen jedoch dazu beitragen, sich fitter und kraftvoller zu fühlen. Wer nach dem Essen deshalb von starker Müdigkeit überwältigt wird, ist häufig starken Belastungen ausgesetzt. Schließlich setzt insbesondere der berufliche Alltag voraus, Trägheit zu ignorieren und energiegeladen neue Aufgaben zu bewältigen.

Doch von Müdigkeit betroffene Personen sind nach dem Essen auch keine Ausnahme. Tausende an Menschen kennen dieses Gefühl. Wie Betroffene nach den Mahlzeiten dennoch zu neuer Energie zurückfinden, verrät folgender Ratgeber.

Der Verdauungsprozess erfordert Energie

Nach der Einnahme der Speisen setzt im menschlichen Körper der Verdauungsprozess ein, der vom Körper wiederum Energie fordert. Damit wird der Stoffwechsel vor eine besondere Herausforderung gestellt, die bewältigt werden muss.

Nach der Nahrungsaufnahme durchblutet das Verdauungssystem besonders stark. Die Muskeltätigkeit setzt bei Verdauungsorganen wie der Speiseröhre, dem Magen und Darm ein. Dieser Prozess erfordert besondere Kraftressourcen. Einerseits rufen Hormone die Müdigkeit nach der Nahrungsaufnahme hervor. Leptin, Amylin oder Glucagon sind allesamt Hormone, die das Sättigungsgefühl aktivieren. Fühlt sich der Magen darüber hinaus auch noch besonders voll an, setzt die Trägheit ein. Andere Hormone begünstigen dieses Müdigkeitsgefühl noch einmal zusätzlich. Ein Grund für die aufkommende Trägheit ist der Neurotransmitter Serotonin, durch den im Körper ein Gefühl von Zufriedenheit aufkommt. Die Folge ist eine Ausschüttung von Melatonin, dem Schlafhormon.

Eine Dehydration vermeiden

Eine der häufigsten Ursachen für die aufkommende Müdigkeit nach einer Mahlzeit ist eine Dehydration. Schließlich muss der Körper auf höhere Mengen an Wasser sowie in der Flüssigkeit enthaltenen Elektrolyten zurückgreifen. Außerdem benötigt der Körper auch bei Bewegungen, beim Schwitzen oder in Stresssituationen Wasser. Umso wichtiger ist es deshalb, stets auf ein eintretendes Durstgefühl zu reagieren und etwas zu trinken. Kann das Verdauungssystem daher nicht auf genügend Flüssigkeit zurückgreifen, ist eine Verdauung für den Körper wesentlich schwieriger. Müdigkeit tritt ein.

Für die reine Flüssigkeitszufuhr sind übrigens nicht nur Wasser, Säfte & Co. verantwortlich. Ebenso sinnvoll ist es, wasserhaltige Nahrungsmittel wie Äpfel, Gurken oder Salate einzunehmen.

Problemfälle Leaky Gut Syndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Eine weitere Ursache für Schläfrigkeit nach der Nahrungsaufnahme könnte das sogenannte Leaky Gut Syndrom sein. Das im Volksmund als „durchlässiger Darm“ bekannte Symptom gleicht in der Darmbarriere aufkommenden Löchern, durch welche in der Nahrung enthaltene Umweltgifte unmittelbar in den Körper gelangen. Eine mögliche Folge dessen ist auftretende Müdigkeit. Das Risiko einer Erkrankung an dem Leaky Gut Syndrom ist insbesondere für die Personen besonders hoch, die zu viele verarbeitete Nahrungsmittel oder Antibiotika einnehmen. An Autoimmunerkrankungen gefährdete Personen sind ebenso betroffen wie Menschen, die an Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Erkrankungen wie Zöliakie leiden. Generell sind Nahrungsmittelunverträglichkeiten bei aufkommender Schläfrigkeit nach der Nahrungsaufnahme ein wichtiges Thema.

Werden diese Erkrankungen nicht entdeckt, müssen Betroffene schlimmstenfalls sogar mit chronischer Müdigkeit oder Begleiterscheinungen wie Magenproblemen oder stetigem Schnupfen rechnen. Die für die Unverträglichkeiten verantwortlichen Lebensmittel bewirken bei stetigem Konsum eine Darmentzündung, die wiederum die Funktionsweise des Darms beeinträchtigt. Deshalb ist es bei entsprechendem Verdacht sinnvoll, sich auf Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln wie Nüssen, Tomaten, Weizen, Milch, Fisch, Eiern, Obst oder ähnlichem testen zu lassen.

Blutzuckerspiegel und Müdigkeit
Ein stetiger Wechsel aus einem niedrigen und hohen Blutzuckerspiegel ruft Hunger, Verwirrung, Trägheit und Müdigkeit hervor.

Blutzuckerschwankungen weitgehend vermeiden

Blutzuckerschwankungen sind eine weitere wichtige Ursache, die sich durch die Nahrungsaufnahme nur schwer vermeiden lassen. Einzelne Bestandteile der Lebensmittel wie Glukose gelangen besonders schnell in den Blutkreislauf und verhelfen zu einem ebenso schnellen Energieschub. Unterliegt der Blutzuckerspiegel im Laufe eines Tages jedoch starken Schwankungen, kommt im Körper auch ein Wechselspiel von maximaler Energie und großer Müdigkeit auf. Deshalb sind an Diabetes leidende Menschen von diesem Problem besonders häufig betroffen.

Ein stetiger Wechsel aus einem niedrigen und hohen Blutzuckerspiegel ruft Hunger, Verwirrung, Trägheit und Müdigkeit hervor. Deshalb ist es sinnvoll, den Blutzuckerspiegel generell so gut wie möglich zu stabilisieren. Als ungeeignet gelten deshalb Nahrungsmittel, die der Körper schnell verarbeitet und langfristig nicht zu Energie verhelfen. Dieser Kategorie gehören beispielsweise folgende Nahrungsmittel an:

  • Milch
  • Fertigprodukte
  • Backwaren aus Weißmehl
  • Süßungsmittel
  • Süßigkeiten

Im Gegenzug besitzen nachfolgende Lebensmittel langfristig verfügbare Nährstoffe und stabilisieren den Blutzuckerspiegel:

  • Nüsse bzw. Samen
  • Gemüse
  • Oliven
  • Fleisch
  • Zimt
  • Apfelessig
  • Kokos-Lebensmittel

Die fünfte wichtige Ursache beschränkt sich schlichtweg auf Lebensmittel, die ein Auftreten von Müdigkeit nach dem Essen fördern. Schließlich gibt es Nahrungsmittel, die eine Ausschüttung von Serotonin unterstützen, das zweierlei Wirkungen hat. Einerseits ruft dieses Hormon im Körper zwar ein Gefühl der Zufriedenheit hervor. Andererseits macht Serotonin den Körper träge. Dafür ist die im Hormon enthaltene Aminosäure L-Tryptophan verantwortlich, die insbesondere zur Abendzeit einen wichtigen Zweck erfüllt. Deshalb empfehlen Ärzte, Tryptophan-haltige Nahrungsmittel insbesondere bei der letzten Mahlzeit eines Tages zu sich zu nehmen. Dieser Kategorie gehören die folgenden Lebensmittel an:

  • Eier
  • Haselnüsse
  • Cashewkerne
  • Spinat
  • Fisch (Thunfisch, Forelle, Makrele)
  • Sojaprodukte
  • Tofu
  • Käse (Gouda, Emmentaler, Maasdammer)

Wer der Müdigkeit nach der Nahrungsaufnahme endgültig den Kampf ansagen möchte, kann der drohenden Trägheit deshalb mit verschiedenen Maßnahmen entgegenwirken. Beispielsweise ist es ratsam, vor den Mahlzeiten ein großes Glas an Wasser zu trinken oder auf gute Fette wie Omega 3-Fettsäuren zu achten. Sinnvoll ist es ebenfalls, Mahlzeiten stetig zu variieren oder mit jeder Mahlzeit mindestens einen vitalen Baustein Obst oder Gemüse zu sich zu nehmen. Nach der Mahlzeit kann ein kleiner Verdauungsspaziergang außerdem auch Wunder bewirken.

Nach dem Essen auftretende Müdigkeit ist eine Last, die wir ebenfalls durch die Einnahme recht überschaubarer Mahlzeiten vermeiden. Doch wer all diese Tipps beherzigt, wird sich nach der Nahrungsaufnahme gewiss rundum wohler fühlen.