Nachhaltiges Reisen
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Wie funktioniert nachhaltiges Reisen?

Reisen in verschiedene Länder bieten Weltenbummlern die Möglichkeit, die schönsten Seiten unseres Planeten kennenzulernen. Doch zugleich ist dieses Reiseverhalten eine Belastung für die Umwelt. Von der Kreuzfahrt über die Flugreise bis hin zum längeren Ausflug mit dem Auto – all diese Formen des Reisens strapazieren die Klimabilanz.

Doch lassen sich nachhaltiges Reisen und die Lust am Reisen überhaupt vereinen?

Nachhaltig reisen, indem man nicht verreist?

Wer die Frage ehrlich beantworten möchte, muss diese auch verneinen. Die nachhaltigste Form des Reisens ist schlichtweg die Variante, überhaupt nicht zu verreisen. Wird nicht gereist, entstehen keine Abgase und werden auch keine Ressourcen verbraucht. Mit dem Massentourismus verbundene Probleme würden gar nicht erst entstehen.

Die Freude am Reisen und ein hohes Umweltbewusstsein schließen sich eigentlich aus. Wörter wie „Flugscham“ machen sich in der Gesellschaft breit. Dennoch ändert sich nichts. Nachhaltiges Reisen geht Hand in Hand mit der Berücksichtigung eines niedrigen Energie- und Ressourcenverbrauchs einher. Doch diese Anforderungen sind schneller ausgesprochen als erfüllt.

Kreuzfahrt belastet Klimabilanz
Kreuzfahrt über die Flugreise bis hin zum längeren Ausflug mit dem Auto – all diese Formen des Reisens strapazieren die Klimabilanz

Reisen bewusster erleben

In erster Linie ist es vermutlich wichtig, dass sich ein grundlegendes Bewusstsein für nachhaltiges Reisen entwickelt. Dieses Bewusstsein sollte sich beispielsweise darauf beziehen, was Weltenbummler während einer Reise tun.

Je weiter die Reiseziele entfernt sind, desto fremder erscheinen das Alltagsleben und die Kultur an dem jeweiligen Ort.

Daher ist es wichtig, dass Thema Reisen sensibel zu betrachten.

Ein kleiner Schritt in Richtung Nachhaltigkeit ist ein respektvoller Umgang mit den Menschen vor Ort. Schließlich ist es doch auch einer der wichtigsten Gründe einer Reise, Einblicke in das Leben der Menschen aus der jeweiligen Region zu erhalten.

Mehr zum Thema:
Das klimatische Umdenken hat begonnen: Gibt es einen Grund zur Reisescham?

Flüge so gut wie möglich vermeiden

Wer sich beim Reisen auf einen nachhaltigen Energieverbrauch fokussiert, sollte Flüge so gut wie möglich vermeiden. Eine gute Idee ist eine gute Reiseplanung, um die Umwelt zu schonen und die eigenen Finanzen nicht zu sehr zu strapazieren. Eine längere Auszeit an einem bestimmten Ort ist deshalb auch mehreren Kurztrips vorzuziehen. Eine Alternative zu einem Flug ist eine Zugreise.

Durch Fahrten mit der Eisenbahn sind nicht zwar nicht alle, jedoch viele Reiseziele erreichbar. Wer eine Fahrt mit der Bahn als Zeitverlust betrachtet, sollte die Zeit stattdessen effektiv in der Eisenbahn nutzen. Ob zum Schlafen, zum Arbeiten oder für reine Entspannung – der Vielfalt sind hierbei nur wenige Grenzen gesetzt. Häufig sind Anreisen mit einem Zug zudem die günstigere Option. Wer rechtzeitig Eisenbahntickets bucht, bezahlt für diese Karten zumeist auch weniger Geld als für ein Flugticket.

Fahrten mit der Eisenbahn als umweltfreundliche Alternative

Eine Fahrt mit der Bahn benötigt zwar ebenfalls Ressourcen. Dennoch ist dieses Verkehrsmittel wesentlich nachhaltiger und umweltschonender als ein Flug. Bahntrassen müssen nur einmal gebaut werden. Zudem ist eine Eisenbahn auch auf die Stromzufuhr angewiesen. Doch diese Umweltbelastung hält sich im direkten Vergleich dennoch in Grenzen.

Einer Fernreise mit der Eisenbahn steht häufig auch nichts im Wege. Schließlich bietet eine längere Fahrt mit dem Zug die Gelegenheit, fremde Regionen aus dem Zug zu beobachten und das Reiseland aus nächster Nähe zu bewundern. Alternativ kommt für einen Aufenthalt in einer weit entfernten Region gewiss auch eine Anfahrt mit einem Nachtzug in Betracht.

Reiseziele bewusster auswählen

Nachhaltigkeit beim Reisen. Für dieses Thema gibt es kein Wundermittel. Ganz im Gegenteil. Jeder muss sich selbst dafür entscheiden, wie Reisen individuell geplant und in den Alltag integriert werden. Für viele Weltenbummler gehört es deshalb dazu, Gastgebern aus dem Reiseland besonders viel Respekt entgegenzubringen. Sicherlich fällt es auch nicht schwer, das eine oder andere Ziel aus dem Reiseplan zu streichen und dafür an bestimmten Orten etwas länger zu verweilen.

Wer seinen CO2-Fußabdruck anderweitig kompensieren möchte, könnte sich alternativ Klimaschutzprojekten anschließen oder diese finanziell unterstützen.

Jeder kleine Schritt in die richtige Richtung bewirkt Großes – heute, morgen und in vielen Jahren.