Baukindergeld
Baukindergeld - Ende 2020 ist Fristablauf
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Baukindergeld – Ende 2020 ist Fristablauf

Wer als Familie ein Eigenheim errichten oder erwerben möchte, sollte noch in diesem Jahr aktiv werden. Mittlerweile hat die Bundesregierung beschlossen, das Baukindergeld zum Ende dieses Jahres abzuschaffen. Interessenten sollten deshalb schnell aktiv werden. Andernfalls geht viel bares Geld verloren.

Die letzte Chance bis Ende 2020 nutzen

Ab sofort haben an einem Hausbau oder Hauskauf interessierte Familien noch Zeit, um von ihrer Chance auf Baukindergeld in Höhe von 12.000 Euro je Kind zu profitieren. Wer bis zum 31. Dezember 2020 eine Baugenehmigung erhält oder den Kaufvertrag unterschrieben hat, kann bei der Förderbank KfW bis Ende 2023 einen Antrag auf Baukindergeld einreichen. Diese Informationen gab die LBS mittlerweile bekannt.

Da sich zahlreiche Bau- und Kaufvorhaben durch die Corona-Auflagen verzögern, stimmte die Bausparkasse der Bausparkassen einer Fristverlängerung der Fördermaßnahme zu.

Hausbau - Chance auf Baukindergeld
Ab sofort haben an einem Hausbau oder Hauskauf interessierte Familien noch Zeit, um von ihrer Chance auf Baukindergeld in Höhe von 12.000 Euro je Kind zu profitieren

Verzögerungen durch die Corona-Krise

Diesen Standpunkt unterstützten ebenfalls einige Politiker. Ein Beispiel ist der für Niedersachsen zuständige Bauminister Olaf Lies, der sogar für eine Verlängerung des Baukindergelds für zusätzliche fünf Jahre plädierte.

Wie Lies gegenüber den Medien verlauten ließ, ist es für viele Familien in Zeiten der Corona-Krise unmöglich, erforderliche Anträge zum gewünschten Zeitpunkt zu stellen.

Wäre die finanzielle Förderung zum Jahresende abrupt beendet, stünden viele Betroffene vor einem großen Problem.

Fehlende Immobilienbesichtigungen während des Lockdowns

Der Lockdown führte in Deutschland automatisch dazu, dass der Immobilienmarkt über diesen Zeitraum zum Stillstand kam. Insbesondere bei einem geplanten Kauf von Bestandsimmobilien sei der Immobilienmarkt zum Erliegen gekommen.
Der Grund für diese Tendenz liegt auf der Hand. Der Lockdown war der Grund dafür, weshalb über mehrere Wochen hinweg gar keine Immobilienbesichtigung stattfinden konnte.

Was leistet das Baukindergeld?

Seit Mitte September 2018 steht es Familien in Deutschland frei, über die KfW-Bankengruppe Anträge auf Baukindergeld zu stellen. Die finanzielle Förderung erstreckt sich über zehn Jahre und wurde rückwirkend ab Januar 2018 eingeräumt.

Für das Baukindergeld stellt die Bundesregierung finanzielle Unterstützung im Wert von zehn Milliarden Euro bereit.

Die Maßnahme zielt darauf ab, Familien mit Kindern beim Erwerb einer Immobilie finanziell zu unterstützen. Für den Kauf oder die Erbauung eines Wohnobjekts räumt der Staat über zehn Jahre hinweg einen jährlichen Zuschuss von 1.200 Euro pro Kind ein. Dementsprechend erhalten Familien je Kind einen Zuschuss von insgesamt 12.000 Euro.

Antrag auf Baukindergeld
Seit Mitte September 2018 steht es Familien in Deutschland frei, über die KfW-Bankengruppe Anträge auf Baukindergeld zu stellen

Wer ist antragsberechtigt?

Bis zum 31. Mai 2020 wurden in Deutschland insgesamt 232.803 Anträge auf Baukindergeld gestellt. Ein Großteil dieser Anträge ging für den Erwerb eines gebrauchten Eigenheims ein. Das finanzielle Volumen beläuft sich bislang auf etwa 4,9 Milliarden Euro. Für das Baukindergeld plant der Bund insgesamt ein Maximum von ungefähr zehn Milliarden Euro ein.

Als antragsberechtigt gelten Alleinerziehende oder Familien, bei denen mindestens ein Kind unter 18 Jahren im Haushalt des Antragstellers lebt. Das jährlich zu versteuernde Haushaltseinkommen beläuft sich auf maximal 75.000 Euro je Jahr plus 15.000 Euro je Kind. Deshalb könnte ein Paar mit zwei minderjährigen Kindern beispielsweise maximal 105.000 Euro pro Jahr verdienen, um eine Genehmigung für den Antrag auf Baukindergeld zu erhalten. Beginnend ab dem Einzugstag, steht es förderberechtigten Personen maximal sechs Monate lang frei, einen Antrag auf Baukindergeld zu stellen.

Genügend verfügbare finanzielle Mittel

Aus dem Grund empfiehlt die Institution, die Familie in der entsprechenden Gemeinde direkt nach dem Umzug in die neue Immobilie anzumelden. Anschließend erteilt die Kommune die Meldebestätigung. Diese Bestätigung müssen Antragsteller vorlegen, um einen Nachweis über das Einzugsdatum zu erbringen.

Die bereitgestellten finanziellen Mittel in Höhe von 12.000 Euro je Kind können insgesamt für nahezu 500.00 Anträge für insgesamt 830.000 Kinder bewilligt werden. Aktuell prognostiziert die KfW, dass die durch den Bund verfügbaren Finanzmittel für dieses Projekt auch ausreichen werden.