Der erste Hund
Der erste Hund – Worauf müssen Tierbesitzer achten?
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Der erste Hund – Worauf müssen Tierbesitzer achten?

Streicheln, füttern und Gassi gehen: Hunde sind nicht nur süße Haustiere, sondern Lebewesen mit hohen Ansprüchen. Deshalb sollten sich Neu-Besitzer genau vor Augen führen, worauf Sie sich beim Kauf eines Hundes einlassen.

Das „Vorhaben Hund“ genau durchdenken

Hunde sind beliebte Haustiere, deren Anschaffung jedoch gut überlegt sein sollte.

Individuell vom Alter der Tiere abhängig, tragen Tierbesitzer zumeist über viele Jahre hinweg die Verantwortung für ein Lebewesen.

Neben der Verantwortung ist das „Vorhaben Hund“ mit hohen Kosten verbunden, die nicht unterschätzt werden sollten.

Die Wahl der Rasse

Welcher Typ Hund als ideales Haustier gilt, hängt im Gegenzug auch von der Persönlichkeit der Menschen ab. 
Beispielsweise stellt sich die Frage, wie sportlich aktiv die Tierbesitzer sind. Eine weitere Frage stellt sich nach der Zeit. In den ersten sechs Monaten ist es nicht ratsam, die Welpen allein zu lassen. Außerdem ist viel Geduld gefragt, um die Vierbeiner stubenrein zu bekommen und zu erziehen.

Im Gegenzug sind erwachsene Hunde nicht immer eine gute Wahl für Hunde-Anfänger. Entstammen die Tiere aus schlechter Haltung, bedarf es sehr viel Zeit, bis die Vierbeiner wieder Vertrauen aufbauen. Wer sich dennoch für ein Tier aus dem Tierheim entscheidet, sollte im Vorfeld mehrmals mit dem Tier Gassi gehen. Freut sich der Hund im Tierheim über das Wiedersehen, ist dieses Verhalten durchaus ein positives Zeichen.

Hunderassen
Welcher Typ Hund als ideales Haustier gilt, hängt im Gegenzug auch von der Persönlichkeit der Menschen ab

Spezifische Eigenschaften der Rassen

Zwischen Hunderassen gibt es deutliche Unterschiede. Jede Hunderasse hat nicht nur eine typische Optik, sondern zugleich ein spezifisches Verhalten.

Schoßhunde gehören zumeist der Riege sogenannter Gesellschaftshunde an, die ihre Besitzer treu begleiten und sich einfach integrieren lassen.

Ein anderes Beispiel sind Rottweiler, die als sogenannte Schutzhunde gelten. Diese Tiere sind für Familien mit Kindern eher ungeeignet, da sie Dritte nur ungern an die Kinder lassen.

Wo einen Hund kaufen?

Ganz gleich, ob Welpe, Rasse- oder Mischlingshund: Auf der Suche nach einem Hund sollte man zunächst nahegelegene Tierheime oder Tierschutz-Organisationen kontaktieren. Schließlich leben in diesen Einrichtungen Tiere, die dringend ein neues Zuhause benötigen.

Ist im lokalen Tierheim allerdings nicht der passende Hund dabei, ist es ebenfalls möglich, nach einem passenden Tierschutzverein oder seriösen Online-Tierheim Ausschau zu halten.
Wer unbedingt ein Tier vom Züchter wünscht, sollte illegalen Welpenhandel so gut wie möglich vermeiden. Von zweifelhaften Schnäppchenkäufen oder Kleinanzeigen ist deshalb abzusehen. Seriöse Züchter konzentrieren sich zumeist auf ein bis zwei Rassen und bieten pro Jahr nicht mehr als drei bis vier Würfe an. Offerieren Züchter wesentlich mehr Würfe, leidet vermutlich das Wohl der Tiere. Am besten ist es es, die Tiere über Händler zu erwerben und sich das Muttertier zeigen zu lassen. Dadurch können sich potentielle Hundebesitzer ein Bild davon machen, ob die Vierbeiner gesund sind, genügend Nahrung haben und ein glänzendes Fell besitzen. Die Jungtiere sollten mindestens acht Wochen alt sein, bevor sie von ihren Eltern getrennt werden.

Tierheim
Auf der Suche nach einem Hund sollte man zunächst nahegelegene Tierheime oder Tierschutz-Organisationen kontaktieren

Tipps zur Vorbereitung

Damit sich das neue tierische Familienmitglied von Anfang an rundum wohlfühlt, bedarf es einer entsprechenden Vorbereitung.

Bevor die Tiere in ihr neues Zuhause einziehen, sollte beispielsweise genau geklärt werden, wer sich zu welcher Zeit um die tierischen Begleiter kümmert.

Es genügt nicht, nur dreimal am Tag mit dem Tier Gassi zu gehen. Stattdessen müssen sich Hundehalter viel mit den Vierbeinern beschäftigen, um die Hunde auszulasten und Vertrauen aufzubauen. Damit die Vierbeiner ihr neues Zuhause in Ruhe erkunden können, ist es hilfreich, in den ersten Tage keine Freunde oder Familie einzuladen.

Details zur Grundausstattung

Zu Grundausstattung gehören eine Leine, ein Halsband, Futter, ein Körbchen und Futternäpfe dazu. Die Tiere benötigen eine zentrale und dennoch ruhige Ecke, in die sich der Hund nach Belieben zurückziehen und dennoch alles gut überblicken kann. Zudem sollten Hundebesitzer das eine oder andere Malheur verschmerzen können. Vor allem Welpen knabbern gern Dinge an.

Zudem benötigen die Tiere eine Hundehaftpflichtversicherung, da Tierhalter für alle Aktivitäten ihrer Haustiere verantwortlich sind. Die Police ist immer sinnvoll, auch wenn die Versicherung nicht für jede Rasse und jedes Bundesland verpflichtend ist. Eine Registrierung und Kennzeichnung ist dringend empfehlenswert, falls die Tiere verlorengehen. So ist es einfacher, dass Mensch und Tier schnell zurückfinden. Die genauen Kosten der Hundehaftpflichtversicherung hängen von der Größe des Tieres, der Qualität sowie dem Umfang der Ausstattung ab.

Grundausstattung Hund
Zu Grundausstattung gehören eine Leine, ein Halsband, Futter, ein Körbchen und Futternäpfe dazu

Generell belaufen sich Kaufpreise für die Tiere auf 600 bis 1.500 Euro für Welpen. Leine, Körbchen sowie Napf kosten rund 75 bis 250 Euro. Monatlich müssen Hundebesitzer mit 25 bis 50 Euro für Futter rechnen. Die Hundesteuer beträgt jährlich 25 bis 160 Euro, Impfungen sowie Entwurmungen kosten 60 bis 110 Euro pro Jahr. Für die Haftpflichtversicherung müssen Tierbesitzer jährlich 60 Euro einplanen. Eine Registrierung in Heimtierregistern ist im Regelfall kostenfrei.

So funktioniert das Zusammenleben

Wer das Tier sachgemäß fördern und erziehen möchte, sollte sich für einen Kurs in einer Hundeschule entscheiden. Dieses Training ist insbesondere für Welpen wichtig, um Sozialkontakt sowie generelle Anweisungen zu üben.

Hunde müssen Kommunikation trainieren.

Für ältere Tiere bieten Hundeschulen außerdem Sportprogramme an, damit die Vierbeiner auch im hohen Alter fit bleiben. Außerdem werden Hundehalte in den Hundeschulen mit der Körpersprache mit „dem besten Freund des Menschen“ vertraut gemacht. Eine wichtige Faustregel der Hundeerziehung ist jedoch, die Tiere stets zu loben und nicht zu bestrafen. Während Hundebesitzer richtiges Verhalten belohnen sollten, dürfen sie falsches Verhalten gern ignorieren. Auch wenn Fehlverhalten nur mit einem kleinen Klaps abgestraft wird, können die Tiere diese Maßnahme nicht mit den Fehlern verknüpfen.
Es stellt sich demzufolge kein Lerneffekt ein. Stattdessen bekommen die Tiere Angst vor ihren Frauchen oder Herrchen.