Tipps für Privatanleger
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Wirtschaftsblog

Einige Tipps für Privatanleger

Für viele Menschen sind Geldanlagen ein Mysterium. Dabei ist Geld sinnvoll und erfolgreich anzulegen weit weniger kompliziert als man denkt. Das Ziel der meisten ist natürlich, mit möglich wenig Zeitaufwand und Risiko einen hohen Gewinn zu erzielen. Wenn Sie der richtigen Anlagestrategie folgen, können Sie Fehler vermeiden und bestmöglich investieren. Aber wie vermeide ich ein Desaster?

Die Grundlagen beachten: Diversifikation und Geduld

Die vermutlich wichtigste Regel bei Geldanlagen lautet: Risikostreuung. Wenn man nicht breit genug streut – im Fachjargon Diversifikation genannt – oder sich zu wenig damit auskennt, riskiert man sinnlos Geld.

Die Idee dahinter ist, dass eine gute Risikostreuung das Verhältnis von Chancen und Risiken verbessern kann.

Wenn es bei einer Anlage zum Beispiel nicht so gut läuft entwickelt sich eine andere wiederum besser usw. Zudem kann das Portfolio selbst dann Gewinne erzielen, wenn der Markt einbricht oder sich in einer Abwärtsspirale befindet. Eine gute Diversifikation ermöglicht es Ihnen also sogar in Krisenzeiten Ihr Vermögen zu sichern. Auf diese Weise können einzelne Fehlentscheidungen außerdem besser abgefedert werden. Eine gute Strategie setzt auf mehrere Finanzprodukte aus verschiedenen Bereichen und Risikostufungen.

Nicht zu viel anlegen – Börse

Mit der richtigen Strategie können Sie an der Börse viel Geld verdienen, doch die Finanzmärkte sind teilweise unberechenbar. Nicht immer entwickelt sich alles so, wie Sie es gerne hätten. Es ist also von Vorteil, nur so viel Geld zu investieren, wie man auch entbehren kann.

Damit ist gemeint, dass Sie, auch wenn das Ganze von Ihnen investierte Geld weg sein sollte, immer noch normal weiter leben können. So können Sie unvermeidliche Kursrückgänge problemlos aussitzen.

Ausreichende Geldreserven für Notfälle einplanen

Viele Privatanleger achten nicht darauf ihre Liquidität zu bewahren. Infolge dessen müssen Geldanlagen bei finanziellen Engpässen oder Notfällen aufgelöst werden. Meistens geht dieser schnelle Prozess mit einer verringerten Rendite oder einem Verlust einher, da Sie im Moment der Auflösung im Zugzwang sind. Um sicherzugehen, dass Ihnen nichts dergleichen passiert, sparen Sie sich einen Notgroschen von ca. 3 Monats-Nettoeinkommen an. Wenn Sie eine (große) Familie haben, dann sollten Sie Ihre Ersparnisse entsprechend anpassen.

Statt die Reserve auf einem Konto ohne Zinsen zu lagern, können Sie auch ein Tagesgeldkonto nutzen. Bei diesem sind die Zinsen in der Regel hören, das Geld ist geschützt und kann jederzeit abgehoben werden und es sind normalerweise keine Gebühren fällig.

Nicht nur auf Berater hören - Tipps für Privatanleger
Es ist immer gut, seine Informationen aus vielen verschiedenen Quellen zu beziehen

Nicht nur auf Berater hören

Es ist immer gut, seine Informationen aus vielen verschiedenen Quellen zu beziehen. Durchaus können Berater sehr nützlich sein und gute Arbeit leisten, denn sie können in der Geldanlagen-Branche viel Geld verdienen, indem sie Provisionen erhalten. Das ist natürlich auch legitim, aber dennoch sollten sich Privatanleger nicht blind auf die Aussagen und Empfehlungen eines Finanzberaters verlassen.

Es ist immer klug, sich die empfohlenen Produkte selbstständig anzusehen und sich zu informieren bzw. zu prüfen, ob die Vor-und Nachteile laut Aussagen des Beraters stimmen und auch mit Ihren Anlagezielen zusammenpassen.

Wenn Sie Provisionen oder andere Kosten als unnötig hoch einstufen, lohnt es sich eigenständig nach Alternativen zu suchen.

Die Finanzprodukte sorgfältig auswählen

Nur wenn man sich mit etwas auskennt, kann man auch mitreden. Ähnlich ist das bei den Anlagen. Sie müssen verstehen, wo Sie Ihr Geld anlegen, damit Sie in der Lage dazu sind, weise Entscheidungen zu treffen, Risiken abzuwägen und realistische Renditeerwartungen zu stellen. Wesentlich leichter fällt es Ihnen, wenn Sie transparente Finanzprodukte wählen – also Produkte, bei denen Sie alle relevanten Informationen erhalten.

Auf diese Weise schaffen Sie eine gute Basis, um entscheiden zu können, ob das Produkt ein gutes Verhältnis von Rendite und Risiko aufweist.

Nicht zu kurzfristig denken – Aktien

Aktien sind für einen langfristigen Anlagehorizont optimal geeignet. Da Sie ein höheres Risiko mit sich bringen und starken Wertschwankungen unterliegen, meiden viele Aktien. Wenn man sie aber langfristig betrachtet, das heißt über Jahre oder vielleicht sogar Jahrzehnte, dann kann der Aktienanteil ruhig hoch sein.

Wenn Sie an einem Punkt im Leben sind, an dem Sie das Geld brauchen und dieser Punkt immer näher kommt, können Sie dann nach und nach risikoreichere Investments reduzieren.

Herdentrieb vermeiden

Treffen Sie Ihre Entscheidungen eigenständig und nicht aufgrund der großen Mehrheit. Natürlich erfordert es manchmal Mut, sich gegen alle anderen zu stellen, aber oft im Leben wird man dafür belohnt. Andernfalls werden Sie stets die gleichen Ergebnisse wie alle anderen erzielen. Wenn Sie sich wie in einer Herde verhalten und so viel Geld investieren, wie es alle tun, dann basiert ihre Entscheidung auf einer kollektiven Intelligent.

Besonders gefährlich wird es dann, wenn sich die große Mehrheit irrt.

Verlassen Sie sich bei Anlagen lieber auf sich selbst und auf Ihre Ziele und Ihr individuelles Risikoprofil.

Nicht nur im eigenen Land investieren

Viele Anleger setzten bei Investitionen überwiegend auf das eigene Land. Wenn Sie nicht über diesen Horizont hinaus denken, können Sie gute Chancen übersehen, die sich in anderen Märkten bieten.

Denken Sie stattdessen global und ziehen Sie auch überregionale Anlagemöglichkeiten in Betracht. Auf diese Weise diversifizieren Sie auch automatisch Ihr Portfolio noch mehr.