Achtung Schädling - So schützen Sie Ihre Kirschen vor Wurmbefall
Achtung Schädling - So schützen Sie Ihre Kirschen vor Wurmbefall
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Achtung Schädling – So schützen Sie Ihre Kirschen vor Wurmbefall

Nehmen die Kirschen am Kirschbaum eine gelbrote Färbung an, sind Kirschfluchtfliegen oft nicht weit. Die Schädlinge legen ihre Eier direkt in die Früchte ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven, welche die Ernte vernichten. Wer dieses Szenario vermeiden möchte, sollte schnell handeln.

Beleimte Fallen im Kampf gegen Kirschfruchtfliegen

Ab Juni legen Kirschfruchtfliegen ihre Eier direkt in Kirschen ab. Aus den Eiern bilden sich bis zu sechs Millimeter lange weiße Maden heraus, die sich vom Fruchtfleisch ernähren und das Innere der Kirsche in eine faulige Masse umwandeln.

Um dieses Ärgernis zu vermeiden, hat der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen einen besonderen Tipp.

Die Vereinigung rät Hobbygärtnern an, beleimte Fallen in den Bäumen aufzuhängen.

Engmaschige Netze als Alternative

Diese Fallen locken die fünf Millimeter großen schwarzen Fliegen mit einem grellen gelben Farbton an. An diesen Leimfallen bleiben die Schädlinge haften. Alternativ ist es bei Kirschbäumen mit kleineren Kronen empfehlenswert, die Bäume mit einem engen Netz zu bedecken. Allerdings dürfen die Maschen des Netzes maximal 0,8 x 0,8 Millimeter groß sein. Weibchen der Kirschfruchtfliege landen auf den Früchten, wenn sich diese von Gelb in Gelbrot färben. Insbesondere bei warmen und trockenen Witterungsverhältnissen sind die Insekten besonders aktiv.

Gartenbesitzer sollten die Leimfallen in einem Abstand von ungefähr fünf Metern an den bedrohten Bäumen aufhängen. In diesem Wirkkreis funktionieren die Fallen besonders effektiv.

Befallene Früchte auflesen und entsorgen

In erster Linie sind mittlere bis späte Süßkirschensorten vom Befall durch die Schädlinge betroffen. Eine ähnliche Gefahr ist bei Sauerkirschen durch die amerikanische Kirschfruchtfliege gegeben. Zur Vermeidung eines Befalls durch die Fliegen empfehlen Experten den Erwerb von frühen Kirschsorten. Zudem ist es lohnenswert, von den Bäumen gefallene Früchte aufzulesen und die Kirschen betroffener Bäume so zeitig wie möglich abzuernten.

Ebenso wichtig ist es, befallene Früchte zu entsorgen. Diese Maßnahmen wirken einem starken Befall im nächsten Jahr entgegen. Bohren sich die Larven aus der Frucht, sind diese schließlich vollständig entwickelt und fallen zu Boden, um sich anschließend zu verpuppen. Im Frühjahr des nächsten Jahres schlüpft somit die nächste Generation aus dem Boden. Nach der Ernte können Gartenbesitzer die Fliegenfallen wieder beseitigen.

Larve erkennen - Wurmbefall bei Kirschen
Mitunter ist es von außen nur schwer erkennbar, ob sich im Inneren der Frucht eine Larve befindet oder nicht

Larven in reifen Kirschen von außen erkennen: So funktioniert’s!

Mitunter ist es von außen nur schwer erkennbar, ob sich im Inneren der Frucht eine Larve befindet oder nicht. Gelegentlich sind Bohrlöcher deutlich erkennbar. Doch das ist nicht immer der Fall.

Sicher können Sie die Maden erkennen, indem Sie die Früchte halbieren bzw. vierteln.

Dann steht es jedem frei, die Kirsche zu entsorgen oder alternativ die Made zu entfernen und anschließend die Frucht zu essen. Zudem hat es sich in der Praxis bewährt, geerntete Kirschen für rund 30 Minuten in kaltes Wasser zu legen. Daraufhin saugen sich die Kirschen mit Wasser voll. Weil die Fliegenlarven kalte Temperaturen nicht mögen, werden einige von ihnen aus der Frucht herausschlüpfen. Die Maden schwimmen dann an der Wasseroberfläche. Allerdings ist diese Methode kein Garant dafür, dass alle Kirschen nach dem Wasserbad madenfrei sind.

Kirsche mit Maden verspeist: Was tun?

Wer vor dem Verzehr nicht jede Kirsche auf Madenbefall untersucht, isst möglicherweise die eine oder andere Frucht mit der Larve mit. Die Früchte schmecken somit zwar nicht besonders gut. Ein gesundheitlicher Schaden entsteht jedoch nicht.