Geld verdienen mit Aktien
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Wirtschaftsblog

So können Investoren mit Aktien Geld verdienen

Hierzulande gelten Aktien noch immer als riskant. Schließlich lässt sich im Vorfeld nur schwer prognostizieren, ob Kurse steigen oder fallen werden.

Wer sein Geld aus Angst vor etwaigen Verlusten aber auf einem Sparbuch parkt, darf nicht auf große Gewinne hoffen – ganz im Gegensatz zu Privatinvestoren, die bei Investitionen in Aktien bestimmte Grundregeln beachten.

Steigendes Interesse an Investitionen in Aktien

Aktuelle Zahlen belegen, dass die große Angst der Deutschen vor Verlusten durch Aktien vermutlich der Vergangenheit angehört. Im Jahre 2018 stieg der Anteil an Aktionären bzw. Besitzern von Aktienfondsanteilen deutlich an. Laut Aussagen des Deutschen Aktieninstituts entschieden sich allein in diesem Jahr rund 250.000 neue Privatinvestoren für diese Geldanlage. In Anbetracht aktueller Statistiken besaßen damit zum ersten Mal seit 2007 rund 10,3 Millionen Deutsche über 14 Jahren die Wertpapiere. Diese Entwicklung kam sogar für den einen oder anderen Finanzspezialisten aufgrund der derzeitigen Börsenturbulenzen recht überraschend.

Dennoch machen viele Anleger aus Angst vor Verlusten einen großen Bogen um die Börse. Wer jedoch nachfolgende Tipps beherzigt, kann beinahe sorgenfrei in Aktien investieren.

Nicht den letzten Cent investieren

Eine wichtige Basis für eine sichere Geldanlage in Aktien ist der Nachweis eines kleinen Finanzpolsters. Die Kurse steigen und fallen an der Börse beinahe im Wochentakt. Deshalb sollten Privatanleger nur das Geld in Aktien investieren, das sie im Alltag nicht benötigen. Denn wer seine Wertpapiere aufgrund finanzieller Umstände genau dann verkaufen muss, wenn sich die Kurse im Keller bewegen, muss tatsächlich mit finanziellen Verlusten rechnen. Deshalb sollten die Aktionäre gute Nerven bewahren und mit diesen sogenannten Buchverlusten umgehen können.

Besonders wichtig: es ist niemals eine gute Idee, Aktien auf Kredit zu kaufen. Dadurch steigert sich das finanzielle Risiko nur unnötig.

Diversifikation ist gefragt

Wer sein gesamtes Hab und Gut in eine einzige Aktie investiert, ist zwingend auf den finanziellen Erfolg dieser Geldanlage angewiesen. Deshalb ist es wesentlich sinnvoller, in einem Depot mehrere Werte zu verteilen. Dadurch ist es wesentlich einfacher, etwaige Kursverluste durch Kursgewinne anderer Papiere auszugleichen. Finanzexperten raten dazu, sich für ein Minimum von fünf Aktien aus vier unterschiedlichen Branchen sowie drei Ländern für ein Depot zu entscheiden. Doch wer diese Strategie wählt, sollte sich auch aktiv mit seinem Investment beschäftigen. Andernfalls sind Fonds vermutlich die bessere Wahl.

Den Anlagehorizont so lang wie möglich wählen

Generell gilt für eine Geldanlage in Aktien das Motto „je länger, besto besser“. Denn je mehr Zeit Privatinvestoren in eine Geldanlage in Aktien einplanen, desto geringer ist automatisch das Verlustrisiko. Deshalb raten Finanzierungsexperten an, ein Minimum von fünf Jahren für eine Investition in Aktien einzuplanen. Diese These bestätigen ebenfalls die Berechnungen des DAI. Demzufolge beliefen sich jährliche Renditen für einen Anlagezeitraum von 20 Jahren in den vergangenen Jahrzehnten gemäß Deutschem Aktienindex DAX auf eine durchschnittliche Rendite von 9 Prozent. Planten Privatinvestoren solch lange Zeiträume für Investitionen in Aktien ein, mussten sie keine Verluste befürchten. Denn bereits im schlechtesten erfassten Zeitraum über 20 Jahre durften sich Anleger über eine Rendite von fast sechs Prozent freuen. Das bedeutet mit anderen Worten: wer sich nicht beirren ließ, konnte Kurseinbrüchen oder Ereignissen wie einer geplatzten Immobilienblase problemlos finanziell ausgleichen.

Den höchsten Profit aus Aktien erhalten: mit diesen Methoden!

Generell stehen Privatinvestoren zwei Wege offen, um den höchsten Profit aus der Investition in Aktien zu schlagen. Entweder legen sie ihr Geld an oder lassen es durch einen Profi anlegen. Die Geldanlage in Eigenregie ist für alle geeignet, die wirklich daran interessiert sind, sich mit dem Thema Börse und Aktien auseinanderzusetzen. Diese Gruppe an Privatinvestoren betrachtet es zumeist als Hobby, sich mit diesen Geschäftsmodellen zu befassen. Wer sein finanzielles Glück durch eine Anlage in Aktien selbst in die Hand nehmen möchte, sollte mit der Erstellung einer Bilanz vertraut sein und sich nicht vor einer Analyse der Geschäftsberichte der Unternehmen scheuen.

Darüber hinaus bedarf es eines guten Kapitalstocks, den Investoren aber auch über einen längeren Zeitraum aufbauen können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Investition von geringen Beträgen wie 200 Euro für den Aktienbereich nicht wirklich sinnvoll ist. Vielmehr ist ein Kapitalminimum von etwa 10.000 Euro empfehlenswert, um in einzelne Aktiendepots zu investieren. Ist das Kapital geringer, ist eine Streuung auf mehrere Aktien gewiss problematisch.

Das Geld von einem Profi anlegen lassen

Wer hingegen nur wenig Interesse an Finanzmärkten hat, sollte die Investitionsstruktur einmalig auswählen und dann einfach auf sich beruhen lassen. So hat die Praxis gezeigt, dass es für ein clever diversifiziertes Portfolio nicht mehr als einer Handvoll gut ausgewählter ETFs bedarf. Diese Anlageformen könnten beispielsweise nach dem ETF-Weltportfolio ausgewählt werden. Diese ETFs stellen Anlegern eine größere Menge an Aktien zur Verfügung, in welche Privatanleger dann ihr Geld investieren könnten. Das bedeutet, dass Käufer der Aktien zwar nur ein Produkt erwerben. Doch dieses eine Produkt ist in einen riesigen Aktienkorb unterteilt. Dieses System ist aus der Perspektive der Risikoverteilung besonders günstig. Denn dadurch wird auch das Risiko verteilt. Den Service der Kontrolle über die Geldanlage übernehmen in diesem Fall zumeist Finanzexperten.

Diese Profis empfehlen nicht nur eine gute Mischung potentieller Aktien. Außerdem überprüfen die Finanzspezialisten die Aktien auch regelmäßig über deren Wertentwicklung.

Fazit: mit dem richtigen Konzept ist eine Geldanlage in Aktien ungefährlich

Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass Aktien natürlich ein gewisses finanzielles Risiko bergen. Wer auf der Suche „nach dem schnellen Geld“ ist und bereits beim Verlust von wenigen hundert Euro die Nerven verliert, sollte eine Geldanlage in Aktien lieber vermeiden. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Thema Aktien generell ein überdurchschnittlich hohes Risiko birgt. Wer sich der damit verbundenen Bedingungen zum Erreichen hoher Rendite bewusst ist, setzt mit dieser Anlageform gewiss aufs richtige Pferd.