Weiße Schokolade
Ist weiße Schokolade wirklich ungesünder als normale?
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Ist weiße Schokolade wirklich ungesünder als normale?


Schokolade macht bekanntlich glücklich. Darüber, welche Sorte am besten schmeckt, scheiden sich die Geister. Während die einen dunkle Zartbitterschokolade bevorzugen, greifen die anderen lieber zur weißen Schokolade. Je dunkler die Schokolade ist, desto höher ist auch der reine Kakaoanteil. Weiße Schokolade hingegen wird von einigen sogar als „unechte“ Schokolade bezeichnet. Viele nehmen an, dass dunkle Schokolade gesünder ist als helle, doch stimmt diese Annahme auch?

Welche Schokoladensorten gibt es?

Bei der Schokolade wird zwischen den folgenden fünf Sorten unterschieden:

  • Bitterschokolade
    Bei der Bitterschokolade handelt es sich um die dunkelste Schokoladensorte. Bitterschokolade hat mit im Schnitt 70 Prozent den höchsten reinen Kakaoanteil. Neben dem reinen Kakao enthält die Bitterschokolade Kakaomasse, Kakaobutter, Rohrzucker und Vanille. Der hohe Kakaogehalt dieser Schokolade bewirkt, dass sie sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt. Auf der Verpackung von Bitterschokolade muss nach gesetzlicher Richtlinie der Kakaoanteil ersichtlich sein.
  • Halbbitterschokolade
    Halbbitterschokolade oder auch Edelbitterschokolade genannt, enthält keine Milch und ist daher relativ hart. Deshalb wird sie in der Regel eher als Tortenguss verwendet oder als Mantel von Schokoriegeln. Die Halbbitterschokolade hat einen Kakaoanteil von etwa 48 Prozent und besteht zusätzlich noch aus Zucker und Kakaobutter.
  • Zartbitterschokolade
    Zartbitterschokolade ähnelt in der Zusammensetzung der Halbbitterschokolade, weist allerdings mit 50 Prozent einen etwas höheren reinen Kakaoanteil auf. Da auch in Zartbitterschokolade keine Milch enthalten ist, ist auch diese Schokoladensorte relativ hart. Zartbitterschokolade wird häufig mit verschiedenen Füllungen verkauft.
  • Vollmilchschokolade
    Vollmilchschokolade enthält, wie der Name schon sagt, Milch bzw. Milchpulver. Dies sorgt dafür, dass die Schokolade weicher in der Konsistenz ist. Zudem enthält Vollmilchschokolade besonders viel Zucker, wodurch sie süßer schmeckt als die anderen Schokoladensorten. Der Anteil an reinem Kakao und Kakaobutter ist bei Vollmilchschokolade sehr gering. Durch die Milch und den damit verbundenen Calciumgehalt ist Vollmilchschokolade gut für die Knochen.
  • Weiße Schokolade
    Weiße Schokolade enthält keinen reinen Kakaoanteil und zählt somit streng genommen gar nicht als Schokolade. Sie besteht aus Kakaobutter, Milch, Zucker und Aromastoffen wie zum Beispiel Vanille. Der Anteil an Kakaobutter in weißer Schokolade muss laut gesetzlicher Richtlinie mindestens 20 Prozent betragen.
Schokoladensorten
Bei der Schokolade wird zwischen fünf Sorten unterschieden

Wie wird weiße Schokolade hergestellt?

Die Herstellung von weißer Schokolade läuft fast genauso ab wie bei Vollmilch- oder Bitterschokolade. Die Kakaobohnen werden in der Regel aus Gebieten am Äquator erhalten, da nur dort Kakaobäume wachsen und einen Ertrag liefern können. Zunächst werden die Kakaobohnen in speziellen Röstöfen geröstet und anschließend gemahlen. Danach werden sie so lange gepresst, bis die Kakaobutter herauskommt. Die übrig gebliebene Masse wird als Kakaomasse bezeichnet.

Diese wird für die Herstellung weißer Schokolade nicht benötigt, bei den anderen Schokoladensorten ist die Kakaomasse für die braune Färbung verantwortlich. Zu der Kakaobutter werden Zucker, Milchpulver und Vanille zugefügt; bei Bedarf auch noch weitere Zutaten wie beispielsweise Nüsse.

Wie auch alle anderen Schokoladensorten muss die weiße Schokolade stark erhitzt und mehrere Tage lang gerührt werden (Conchierung).

Durch diese Prozedur wird die Schokolade glatt und verliert an Feuchtigkeit und es entsteht eine weiße und leicht schmelzende Schokoladenmasse. Diese wird anschließend noch in die richtige Form, beispielsweise eine Tafel, gebracht. Dabei wird die warme Schokoladenmasse unter Rütteln in die Form gegossen, sodass entstandene Blasen entweichen können. Nach dem die Schokolade abgekühlt ist, wird sie verpackt und an die Supermärkte geliefert.

Wie gesund sind die verschiedenen Schokoladensorten und ist weiße Schokolade am ungesündesten?

Alle Schokoladensorten weisen einen hohen Anteil an Fett und Zucker auf und sind reich an Kalorien. Im Schnitt enthält eine Tafel Schokolade zwischen 500 und 550 Kalorien und deckt somit bereits einen Viertel des täglichen Kalorienbedarfs eines Erwachsenen ab. Daher sollte jede Art von Schokolade nur in Maßen genossen werden. Dunkle Schokolade gilt aufgrund des hohen Kakaoanteils als gesündeste Variante. In geringen Mengen ist diese Schokoladensorte nicht ungesund, sondern bringt auch positive Effekte mit sich. Durch den Kakaogehalt wird beispielsweise die Leistungsfähigkeit gesteigert und die darin enthaltenen Polyphenole wirken sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus.

Weiße Schokolade enthält am meisten Zucker
Weiße Schokolade enthält am meisten Zucker und hat im Schnitt auch die meisten Kalorien

Zudem hat dunkle Schokolade im Vergleich zu den anderen Sorten weniger Kalorien und den geringsten Zuckeranteil, allerdings auch den höchsten Fettgehalt. Für die positiven Effekte von dunkler Schokolade sollte diese einen Kakaoanteil von mindestens 60 Prozent aufweisen.

Vollmilchschokolade hat einen geringeren Kakaoanteil, sodass die positiven Effekte durch den Kakao den hohen Zucker- und Fettgehalt nicht ausgleichen können.

Am ungesündesten ist weiße Schokolade. Sie enthält am meisten Zucker und hat im Schnitt auch die meisten Kalorien. Zudem ist in weißer Schokolade kein reiner Kakao enthalten und somit fehlen auch die positiven Effekte des Kakaos.