Gemüse selber ziehen
Gemüse selber ziehen – Welche Lebensmittel immer wieder nachwachsen
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Gemüse selber ziehen – Welche Lebensmittel immer wieder nachwachsen

Haben Sie schon mal davon gehört, dass Sie Gemüse nur einmal kaufen müssen und es dann zu Hause immer wieder nachwachsen lassen können? Nein? Nun, tatsächlich klappt das mit erstaunlich vielen Lebensmittel. Ob Ingwer, Avocado, Kräuter oder Frühlingszwiebeln: Für die meisten Gemüsesorten brauchen Sie dafür nicht mal einen Garten. Alles, was Sie benötigen, ist, eine sonnige Fensterbank und entsprechende Gemüsereste.
Diese Art von Aufzucht ist nicht nur zeitsparend, sondern auch gut für Ihren Geldbeutel. Außerdem werden dadurch weniger Lebensmittel verschwendet.

Frühlingszwiebeln

Von allen Gemüsesorten sind Frühlingszwiebeln in jedem Fall am einfachsten nachzuziehen.

Sie müssen dafür lediglich die unteren zwei bis drei Zentimeter (inklusive Wurzelrest) in ein Wasserglas stellen.

Anschließend wachsen neue grüne Stängel und nach ein paar Tagen haben Sie frische, neue Frühlingszwiebeln.
Die einzige Pflege, die das Gemüse braucht, ist, dass Sie das Wasser alle paar Tage wechseln sollten. Außerdem können Sie die Frühlingszwiebeln später bei Bedarf in einen Topf mit Erde pflanzen. Die gleiche Vorgehensweise funktioniert übrigens auch mit Zitronengras und Lauch.

Frühlingszwiebeln nachziehen
Von allen Gemüsesorten sind Frühlingszwiebeln in jedem Fall am einfachsten nachzuziehen

Fenchel

Bei Fenchel ist die Vorgehensweise ebenfalls ähnlich. Hier wächst allerdings nur das Kraut von selbst nach. Dafür müssen Sie die Knolle ebenfalls in ein Glas oder einen anderen Behälter mit Wasser stellen und das Wasser regelmäßig wechseln.
Das Fenchelkraut können Sie anschließend für Salate, Suppen oder als Tee verwenden.

Ingwer

Wenn Sie die Ingwerknollen eine Weile liegen lassen, bilden sich dabei kleine Triebe. Sobald aus der Knolle Triebe gewachsen sind, müssen Sie diese entfernen und in einen Topf mit Erde setzen. Hier sollte die Spitze (das sogenannte Auge) nach oben zeigen. Alles, was Sie nun machen müssen, ist, den Erdhaufen regelmäßig zu gießen.

Nach kurzer Zeit lässt sich schon ein Spross erkennen und einige Monate später können Sie die Ingwerknolle als Nahrungsmittel ernten.

Um genauer zu sein, erkennen Sie die Erntezeit dann, wenn die Blätter abgestorben sind.

Stangensellerie

Beim Stangensellerie ist die Vorgehensweise etwas anders. Hierbei müssen Sie zunächst den Strunk des Gemüses entfernen und diesen in eine flache Schale mit Wasser legen. Die Schale sollte so flach bzw. das Wasser nur so tief sein, dass der Strunk gerade so bedeckt ist. Stangensellerie braucht ausreichend Wärme und Licht, sodass Sie die Schale am besten an einem sonnigen Ort platzieren.
Hier bietet sich zum Beispiel das Fensterbrett an. Außerdem müssen Sie das Wasser hier ebenfalls alle paar Tage wechseln.

Nach ungefähr einer Woche können Sie bereits neue Blätter aus dem Strunk wachsen sehen. Wenn es so weit ist, können Sie das Ganze in einen Topf mit Erde einpflanzen – so tief, dass die Blätter oben herausschauen. Nach wenigen Wochen können Sie dann den neuen Stangensellerie ernten. Dasselbe Prinzip funktioniert übrigens auch mit den Resten von Kohl und Römersalat.

Stangensellerie nachziehen
Nach ungefähr einer Woche können Sie bereits neue Blätter aus dem Strunk wachsen sehen

Kräuter

Etliche Kräuter können aus den einzelnen Stängeln der Pflanze wieder neu nachwachsen. Dazu gehören zum Beispiel Koriander, Minze, Rosmarin und Basilikum. Dafür müssen Sie die Stängel einfach knapp unterhalb einer Stelle (mit einem Messer) abschneiden, wo Blätter sprießen.

Anschließend sollten Sie die Blätter entlang des Stängels abtrennen und den nackten Stängel in ein Glas mit Wasser stellen.

Auch hier muss das Wasser in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. In kürzester Zeit entwickeln sich aus dem Stängel neue Wurzeln. Sind diese ungefähr fünf Zentimeter lang, können Sie die Stängel in einzelne Töpfe setzen und in die Sonne stellen.

Knoblauchsprossen

Sicher haben Sie schon mal bemerkt, dass aus Knoblauchzehen, die Sie schon seit einiger Zeit zu Hause haben, kleine grüne Triebe sprießen. Wenn Sie die Zehen nun in einer Schale oder einem Glas mit etwas Wasser legen, wachsen diese Triebe weiter.
Wenn die Sprossen nun um die zehn Zentimeter lang sind, können Sie sie ernten. Knoblauchsprossen schmecken am besten auf Salat, Pasta, Gemüse oder Brot. Sie sind in der Regel etwas milder als Knoblauchzehen.

Knoblauchsprossen ziehen
Wenn die Sprossen nun um die zehn Zentimeter lang sind, können Sie sie ernten

Avocado

Avocado erfreut sich seit einiger Zeit großer Beliebtheit. Allerdings ist der ökologische Fußabdruck, den man beim Kauf einer Avocado hinterlässt, alles andere als gut. Umso schöner und besser also, dass man die Avocado danach noch nutzen kann – und zwar, um einen Avocado-Baum selber zu ziehen. Das ist sogar recht einfach, kann allerdings nicht als Lebensmittel genutzt werden, denn eine Avocado wächst im heimischen Wohnraum leider nicht.
Aber dafür haben Sie dann eine neue Pflanze, die wiederum gut für die Natur und Ihre Umgebung ist. So geht’s:

  • Avocado-Kern wachsen und die braune Haut abziehen (unter dieser ist der Kern sehr hell)
  • An drei Seiten des Kerns Streichhölzer oder Zahnstocher anbringen
  • Mit dem dicken, flachen Ende voran in ein Wasserglas legen (Zahnstocher liegen auf dem Rad auf, der untere Teil des Kerns liegt im Wasser)

Schon einige Wochen später werden Sie im Wasserglas eine Wurzel bemerken und oben einen Spross sehen, aus dem der Avocado-Baum nun langsam wächst.