Haare färben
Haare färben leicht gemacht
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Haare färben leicht gemacht

Hier und da eine Typveränderung – das ist von Zeit zu Zeit einfach nötig. Schnell und einfach funktioniert das, wenn die Haare von jetzt auf gleich in einer anderen Farbe erscheinen. Zugegeben, von jetzt auf gleich geht es natürlich nicht.
Allerdings ist das Färben der Haare in Eigenregie gar nicht so schwierig, wie manch einer denken mag.

Der Einkauf: Haare färben zuhause – das ist dafür nötig

Um sich selbst einen neuen Look zu verpassen, braucht es das eine oder andere Equipment aus der Drogerie. Neben der Haarfarbe, deren Wahl gleich noch näher erläutert wird, ist es sinnvoll, Einmalhandschuhe zu kaufen, die verhindern, dass Hände und Nägel dieselbe Farbe bekommen wie die Haare.

Wer keine alten Handtücher zuhause hat, kann einen Einweg-Umhang kaufen, der die Kleidung vor der Haarfarbe schützt.

Equipment aus der Drogerie
Um sich selbst einen neuen Look zu verpassen, braucht es das eine oder andere Equipment aus der Drogerie

Die Wahl der Haarfarbe

Bei der Wahl der Haarfarben darf der Blick nicht nur auf die Farbe gerichtet werden, sondern auch auf die Eignung und die Haltbarkeit. Ausgangspunkt für die passende Farbwahl sollte immer die natürliche Haarfarbe sein. Dementsprechend gibt es Haarfarben für blondes und glanzloses sowie für bereits coloriertes Haar.
Auch Details, wie etwa, dass die Haarfarbe ohne Mikroplastik, ohne ätherische Öle und ohne Parabene hergestellt wurde, sowie alkohol- und BPA-frei ist, können kaufentscheidend sein. Beinhaltet die Haarfarbe Monoethanolamin anstatt Ammoniak, bleibt der beißende Geruch aus, der die Schleimhäute reizen kann.

Als besonders schonend gelten Naturprodukte, die kein Wasserstoffperoxid beinhalten. Allerdings ist bei reinen Naturprodukten die Auswahl häufig beschränkt. Zum Nachfärben auf bereits chemisch colorierten Haaren sind Naturprodukte die falsche Wahl; auch die Abdeckung grauer Haare lässt bei Naturprodukten häufig zu wünschen übrig.

Wahl der Haarfarbe
Wahl der Haarfarbe

Als Faustregel für die Haltbarkeit der Farbe gilt: Wer sich erstmals mit einer neuen Farbe auf dem Kopf vor den Spiegel stellen möchte, sollte ein Farbprodukt wählen, das auswaschbar ist.

So ist das Farbdrama auf dem Kopf nicht ganz so schlimm, wenn die eigene Haarpracht nicht in derselben Farbe erstrahlt wie die Haarpracht des Models auf der Packung der Haarfarbe. Die Pigmente, die sich bei einer Tönung auf die Haare legen, verschwinden nach etwa zehn bis 15 Haarwäschen wieder.
Wer sich sicher ist, die eigene Haarfarbe zuverlässig übertönen zu wollen, braucht eine haltbare Haarfarbe. Das bedeutet aber auch, dass die Farbe tief in das Haar eindringt und sich dort verankert. Auswaschbar sind diese Farben nicht. Stattdessen wird die Farbe herauswachsen – und bildet dann einen Ansatz, der häufig unschön aussieht.

Schaumcoloration vs. Flüssigfarbe

Besonders einfach anzuwenden sind sogenannte Schaumcolorationen. Die weiche Konsistenz erinnert an Haarfestiger in Schaumform und lässt sich dementsprechend leicht anwenden. Für eine langanhaltendere Farbe sorgen hingegen Haarfarben, die aus zwei Komponenten bestehen, flüssig sind und vor dem Auftragen selbst angemischt werden müssen.

Tipp: Schaumcolorationen lassen sich selbst recht einfach auftragen. Auch dass der Ansatz zuverlässig mit eingeschäumt wird, ist hierbei gut in Eigenregie möglich.
Bei flüssigen Haarfarben, die aus der Flasche heraus auf das Haar aufgetragen werden müssen, ist es gut, wenn die beste Freundin ihre Unterstützung zusagt. Bei flüssigen Haarfarben liegt der gleichmäßige Farbauftrag nämlich eher in der Hand der Hobby-Friseurin. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, ist eine hilfreiche Hand durchaus wertvoll.

Schaumcoloration
Besonders einfach anzuwenden sind sogenannte Schaumcolorationen

Die Vorbereitung: Haare färben zuhause – das brauchen die Haare im Vorfeld

Für ein besonders gutes Farbergebnis braucht es durchaus etwas Vorbereitung – und zwar nicht etwa am Tag der Typverwandlung, sondern bereits einige Tage im Vorfeld. Einige Tage vor dem Haarefärben ist es sinnvoll, den Haaren mit einer Pflegekur etwas Gutes zu tun. Sie danken es mit einer gleichmäßigen Farbaufnahme und einem entsprechend ansehnlichen Farblook.

Auf starke Stylingprodukte sollte hingegen besser verzichtet werden.

Sie erhöhen das Risiko eines ungleichmäßigen Farbauftrags. Haargel und Haarspray auszuwaschen, ist übrigens keine gute Idee. Denn die Talgschicht, die sich auf der Kopfhaut bildet, wenn Haare nicht gewaschen werden, schützt die Kopfhaut – auch vor der der mitunter recht harschen Farbbehandlung.
Um Farbflecken im Gesicht vorzubeugen, ist das Auftragen einer Fettcreme, wie zum Beispiel Sheabutter eine gute Idee. So erhält die Haut ihren Teint und nimmt nicht etwa die Haarfarbe an.

Das Färben: Haare färben zuhause – so gibt es ein gleichmäßiges Ergebnis

Bezüglich der richtigen Reihenfolge gibt es einige simple Regeln, wie der Farbauftrag möglichst gleichmäßig wird:

  • Wer die Haare mit einer helleren Farbe färben möchte, sollte den Farbauftrag am Hinterkopf oder am Nacken beginnen. Dort sind die Haare oft dunkler. Das Deckhaar wird nämlich stärker von der Sonne in Mitleidenschaft gezogen und bleicht aus (Trendfrisur – Sonnengebleichtes Haar).
  • Wer die Haare dunkler färben möchte, sollte die feinen Haare rund um die Gesichtspartie ebenfalls erst später mit Farbe versorgen – und zwar aus einem ähnlichen Grund. Gerade die feinen Haare rund um das Gesicht nehmen die Farbe schnell auf und könnten zu dunkel werden, wenn die Einwirkzeit zu lange ausfällt.

Wurden alle Vorgaben, Tipps und Hinweise befolgt und es geht doch etwas schief, bieten einige Hersteller sogar Erste-Hilfe- und Service-Hotlines an. Dort stehen Haarprofis Rede und Antwort, raten vielleicht zu einem Peeling-Shampoo oder einer Haarkur oder verweisen im schwierigsten Fall auf den Friseur in der Nähe.