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Die erste Radwanderung - Tipps zur Planung
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Die erste Radwanderung – Tipps zur Planung

Eine Reise mit dem Rad verlangt der eigenen Fitness zum Teil Höchstleistungen ab. Für einige Einsteiger ist die erste Radwanderung deshalb eine besonders große Herausforderung. In jedem Fall sollte die erste ausgiebige Radtour jedoch alles andere als anstrengend sein. Deshalb ist eine gute Planung unerlässlich.

Radwanderungen: Zahlen und Fakten

Radurlauber legen auf einer Streckenfahrt pro Tag im Durchschnitt 70 Kilometer zurück.

Eine Sterntour mit einem fixen Standort dauert je Tag ungefähr 40 bis 60 Kilometer an. Distanzen wie diese bedürfen einer guten Planung – insbesondere für Anfänger unter Radwanderern.

Tipp 1: Reservierung von Rad-Tickets

Für eine An- und Abreise zum Urlaubsort oder ein Transfer mit Fahrradmitnahme in der Bahn ist eine gute Transportoption. Allerdings sind die Stellplätze für Fahrräder im ICE oder Inter- und Eurocity auf eine festgelegte Menge reduziert.

Deshalb empfiehlt Louise Böhler vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, unmittelbar die Fahrkarten zu buchen, die Reservierungen für die Stellplätze einschließen.

Für Radfahrer geeignete Unterkunft
Wer nach einem gesicherten Stellplatz Ausschau hält, sollte ein für Radfahrer geeignete Unterkunft auswählen

Tipp 2: Die Wahl einer geeigneten Unterkunft

Wer nach einem gesicherten Stellplatz Ausschau hält, sollte ein für Radfahrer geeignete Unterkunft auswählen. Zahlreiche Hotelportale offerieren Domizile mit Besonderheiten für Radfahrer.

Eine wichtige Qualitätsanforderung des ADFC ist, Radfahrern keine Mindestanzahl an Übernachtungen vorzuschreiben. Schließlich ist es bei vielen Radwanderern üblich, nur eine Nacht an demselben Ort zu verweilen. Außerdem ist es in einem guten Etablissement für Radfahrer selbstverständlich, dass Optionen zum Trocknen der Kleidung, abschließbare Räume für Fahrräder sowie Werkzeuge zur Verfügung stehen.

Tipp 3: Leihmöglichkeiten von Fahrrädern am Reiseort

Häufig entscheiden sich Radfahrer dafür, am Urlaubsort Fahrräder auszuleihen. Insbesondere in Großstädten ist diese Methode weit verbreitet. Jedoch müssen Kunden der Leihfahrräder in den Städten zumeist mit Stadt- und Alltagsrädern vorliebnehmen. Hobbysportler sollten sich stattdessen in lokalen Sportläden nach besonderen Fahrrädern erkundigen. Die Suche nach E-Bikes ist bei unterschiedlichen Online-Vermittlungsportalen von Erfolg gekrönt.

Weser Radweg
Der beliebteste Radweg des Landes erstreckt sich entlang der Weser

Tipp 4: Die Wahl der richtigen Route

Familien mit Kindern oder ungeübte Radfahrer sollten flache Strecken auswählen, die unter anderem an Flussradwegen entlangverlaufen (Unterwegs mit dem Fahrrad – Der beliebteste Fernradweg Deutschlands). Eine andere Option sind kombinierte Trips, die beispielsweise Radtouren und Übernachtungen auf einem Schiff vereinen.

Wer trotz Trainingsrückstand mit einer trainierten Gruppe mitradeln möchte, sollte sich für ein E-Bike entscheiden.

Diese E-Bikes eröffnen für Radfahrer viele neue Möglichkeiten. So ist es mit motorisierter Unterstützung problemlos möglich, Steigungen von rund 150 Höhenmetern zu meistern. Großer Beliebtheit erfreut sich beispielsweise der Weser-Radweg, der links und rechts durch hügeliges Gelände führt. In Regionen wie diesen ist die Vielfalt für individuelle Touren besonders hoch.

Tipp 5: Gepäck – lieber zu wenig als zu viel

Für eine Radwanderung ist es wichtig, nicht zu viel Gepäck einzupacken. Immerhin ist das Gepäck die ganze Zeit mit an Bord. Auf Utensilien – Helfer in der Not – wie eine Reiseapotheke samt Verbandszeug, einen Fahrradschlauch als Ersatz oder Flickzeug sollten Radfahrer allerdings nicht verzichten.

Genauso wichtig ist es, ein gutes Fahrradschloss und Werkzeug mit sich zu führen. Multifunktions- bzw. Regenbekleidung ist für den Radausflug ebenfalls gut geeignet. Die restliche Bekleidung sollte sich in Grenzen halten und dafür lieber einmal zu viel als zu wenig gewaschen werden. Fahrradkarten, bequeme Schuhe und eine passende App gehören zu jeder Fahrradtour dazu. Einen Großteil dieser Utensilien können Radfahrer auch in den Fahrradtaschen verstauen.

Tipp 6: Die richtige Organisation

Wer die Planung eines Radurlaubs nicht selbst in die Hand nehmen möchte, kann sich alternativ für eine organisierte Radtour entscheiden. In geführte Touren zu fest vereinbarten Terminen ist die Fahrradmiete in aller Regel enthalten. Insbesondere Alleinreisende schätzen die Gemeinsamkeit in Gruppen. Wer den Radurlaub jedoch ungestört mit Partnern oder Freunden verbringen möchte, sollte im Vorfeld ausgewählte Routen individuell buchen. Durch diese Methode arbeiten Reiseveranstalter die Etappenbeschreibungen und den Reiseverlauf individuell einschließlich GPS-Daten aus.

Den Anreisezeitpunkt, die Reisedauer sowie den Zeitpunkt können Radreisende flexibel buchen. Die Pauschalpakete umfassen eine Notfallrufnummer, den Transport des Gepäcks, die Ferienunterkünfte sowie vor Ort erreichbare Ansprechpartner. Häufig werden für Leihräder zusätzliche Gebühren berechnet.