Die wichtigsten Kryptowährungen im Überblick
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Die wichtigsten Kryptowährungen im Überblick

Heutzutage sind Kryptowährungen aus der Welt der Finanzen nicht mehr wegzudenken. Über die Nachhaltigkeit sowie das Potenzial dieser Währungsform sind Experten geteilter Meinung. Rasante Wertanstiege und scharfe Korrekturen zeichnen das Zahlungsmittel aus.

Dadurch haben sich im Laufe der Zeit Hunderte an Kryptowährungen herauskristallisiert.

Besonderheiten von Kryptowährungen

Obwohl der Bitcoin die bekannteste Währung ist, gibt es mittlerweile viele Alternativen, deren Wert in den letzten Monaten noch deutlicher als der des Bitcoins angestiegen ist.

Ein gemeinsames Merkmal aller Kryptowährungen ist deren große Volatilität, durch welche die digitale Währung zwar im Alltag als Zahlungsmittel untauglich ist. Doch im Gegenzug wird das Zahlungsmittel als interessante Geldanlage geschätzt.

Wodurch zeichnet sich der Bitcoin aus?

Die bekannteste Währung ist der Bitcoin, der sich aus den Wörtern „Bit“ (für 0 oder 1) sowie „Coin“ für „Münze“ zusammensetzt. Das Konzept geht auf einen Autor namens Satoshi Nakamoto zurück, der jedoch keine reale Person, sondern vielmehr ein Pseudonym oder Zusammenschluss mehrerer Personen ist.

Die Kryptowährung Bitcoin bildete ab 2008 die Grundlage für ein Geldsystem, das unabhängig von Banken sowie Ländern funktioniert und günstiger bzw. schneller als andere Transaktionen ist.

Diese Währung wird ohne die Unterstützung von Banken gehandelt.

Großes Interesse von Spekulanten

Doch während Kryptowährungen wie der Bitcoin für lange Zeit nur für Mathematiker, Computerspezialisten und Geldpolitik-Visionäre bekannt waren, entdeckten mittlerweile ebenfalls Spekulanten dessen Kurspotenzial für sich. Spekulanten investieren allerdings nur einen Bruchteil des Zahlungsmittels für Zahlungen. Einen Großteil sammeln die Anleger jedoch in der Hoffnung auf zukünftig ansteigende Kurse an.

Infolge des Bitcoin-Anstiegs entwickelte sich schnell eine große Vielfalt an Kryptowährungen, deren Anzahl stetig ansteigt. Doch die einzelnen Kryptowährungen unterscheiden sich voneinander.

Mehrere Kryptowährungen im Vergleich

Bis 2011 war der Bitcoin als einzige Kryptowährung bekannt. Doch das Konzept des Zahlungsmittels überzeugte, so dass mittlerweile zahlreiche alternative Währungen – sogenannte Alt Coins – eingeführt wurde.

Ethereum

Inzwischen gibt es rund um 1.300 Kryptowährungen, unter denen Ether von Ethereum die bekannteste ist.

Die im Jahre 2013 von dem 19-jährigen Vitalik Buterin ins Leben gerufene Technologie baut zwar ebenfalls auf der Blockchain auf, ist im Vergleich mit dem Bitcoin allerdings leistungsfähiger. Deshalb ist der Ethereum Kurs beispielsweise in der Lage, sogenannte smart contracts – intelligente Verträge – selbst auszuführen. Wer beschließt, Ethereum zu kaufen, profitiert außerdem von zahlreichen anderen Zielen. Eigentümer des Zahlungsmittels möchten nicht unbedingt nur mit Ether bezahlen.

Das wichtigste Ziel dieser Kryptowährung besteht darin, mithilfe einer dezentralen elektronischen Plattform komplette Organisationen aufzubauen. Auf diesem Zahlungsmittel basiert deshalb ein Großteil sogenannter Initial Coin Offerings, den ICO.

Ethereum leistungsfähiger
Ethereum ist im Vergleich mit dem Bitcoin leistungsfähiger

Was bietet das IOTA?

In der Industrie spielt das IOTA ebenfalls eine wichtige Rolle. Diese Kryptowährung wird deshalb auch als „Rückgrat für das Internet of Things“ – das IOT – bezeichnet. Diese Kryptowährung ist darauf ausgelegt, dass Dienstleistungen auch ohne menschliche Unterstützung bezahlt werden können. Sollten Maschinen zukünftig direkt miteinander kommunizieren können, könnten Autos beispielsweise über sogenanntes Machine-to-Machine-Payment eine Parkuhr mit der entsprechenden Parkgebühr versorgen.

Eine andere Option für den Anwendungsbereich dieser Kryptowährung sind Solaranlagen, die Wettersensoren für Prognosen bezahlen. Doch im Gegensatz zu zahlreichen anderen digitalen Zahlungsmitteln basiert IOTA nicht auf der Blockchain.

Der Bitcoin Cash im Porträt

Rang drei der Liste der größten digitalen Währungen belegt der Bitcoin Cash. Dieses Zahlungsmittel entstand per Abspaltung über eine sogenannte Hard Fork. Diese Hard Fork ist das Resultat einer Abänderung im Bitcoin-Protokoll, die über die Datengröße von Blöcken in der Blockchain Auskunft gibt.

Da sich die Bitcoin-Gemeinde jedoch uneinig ist, folgte eine Aufspaltung. Deshalb erhielt jeder Bitcoin-Besitzer ab August 2017 auch automatisch einen Bitcoin Cash.

Unterschiede zwischen Litecoin und Bitcoin

Schon im Jahre 2011 wurde der Litecoin als Alternative zum Bitcoin vorgestellt. Während Bitcoin auf dem Markt für digitale Währung den „Gold-Status“ einnimmt, wird Litecoin hingegen als „Silber“ bezeichnet.

Diesen Silber-Status hat das Zahlungsmittel inne, weil das Litecoin-Netzwerk Transaktionen bis zu viermal schneller als die von Bitcoin verarbeitet.

Außerdem beläuft sich das Gesamtangebot der Bitcoin auf ein Limit von 21 Millionen Einheiten, während Litcoin mit bis zu 84 Millionen Coins zur Verfügung stehen. Diese Vervierfachung der Anzahl an Einheiten bedeutet, dass die potenzielle Inflationsrate der Litecoin die der Bitcoin übersteigt.

Wofür können die Kryptowährungen genutzt werden?

In der Schweiz ist es üblich, dass Bitcoins beispielsweise an Automaten von Finanzinstituten erworben werden können. Zudem ist es mittlerweile geläufig, dass zahlreiche Online-Shops oder Restaurants ihre Waren und Services gegen Bitcoin anbieten. Diese Angebote beziehen sich allerdings zumeist auf Marketingaktionen. Schließlich ist es in Anbetracht der hohen Volatilität auch schwierig, verbindliche Preise in Bitcoin festzulegen.

Ein Großteil der Bitcoins wird in Erwartung von Kursgewinnen schlichtweg gehortet. Ein kleiner Teil der Transaktionen wird hingegen vorgenommen, um sich auf diese Weise der Überwachung durch staatliche Behörden zu entziehen.