Das Phänomen Youtube
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Das Phänomen Youtube – so funktioniert es

Aus der heutigen Zeit ist YouTube nicht mehr wegzudenken. Das Internetformat beeinflusst die Medienwelt wie kaum ein zweites. Dieses Phänomen nutzen insbesondere junge Menschen zu ihren Gunsten. Mittlerweile gibt es mehr als 100 YouTube-Kanäle, die die Millionen-Marke an Abonnenten längst überschritten haben: Quoten, die für viele Fernsehmacher in unerreichbare Ferne gerückt sind. Die Zahlen sprechen für sich. Mittlerweile sind neun von zehn jungen Internetnutzern regelmäßig online auf Videoportalen wie YouTube unterwegs. Junge Filmemacher sind zu Stars avanciert, die junge Generationen begeistern und sich als nahbare Idole präsentieren. Für YouTube-Fans ist klar, dass die auf den Videokanälen agierenden Videomacher „Stars zum Anfassen“ sind. Oder wie der einstige YouTube-Star Oguz Yilmaz behaupten würde: „so etwas wie der Typ von nebenan“.

Das Erfolgsrezept: ein reger Austausch mit den Fans

Viele YouTuber legen auf einen engen Austausch mit ihren Fans großen Wert. Ein Beispiel ist Jackie Alice, die YouTube wie eine Art Tagebuch nutzt. Für ihre Zuschauer schlüpft die Influencerin in die Rolle der großen Schwester, indem sie Zuschauern bei der Bewältigung alltäglicher Probleme unterstützt. Dieses Konzept kommt an. Denn dadurch begegnen sich Zuschauer und YouTube-Star auf Augenhöhe. Die Beteiligten erleben ihre Teenie-Zeit und den Schritt ins Erwachsenenalter zusammen. Wer möchte, kann die Videos kommentieren, bewerten oder teilen. Die Zielgruppe fühlt sich möglicherweise noch stärker als mit Fernsehstars mit den Protagonisten verbunden, die noch mehr Raum für Authentizität und Identifikation lassen. Außerdem greifen die Videomacher zumeist Themen auf, die dem Trend der Zeit entsprechen und die Zuschauer besonders interessieren. Deshalb verwundert es nicht, dass immer mehr junge Menschen selbst von einer großen Karriere als YouTuber träumen.

Ein soziales Netzwerk für Online-Stars

Durch diese Möglichkeit der Interaktion unterscheidet sich die Videoplattform vom klassischen Fernsehformat. YouTube ist zu einer Art sozialem Netzwerk avanciert, auf der sich Fans und Idole im regen Austausch befinden. Diese Möglichkeit eröffnet den YouTube-Stars zwar völlig neue Optionen. Doch auf der anderen Seite übernehmen die neuen Idole durch diesen Austausch eine wesentlich größere Verantwortung. Erschwerend kommt hinzu, dass die YouTuber ihrer Vorbildrolle nicht immer gerecht werden. Immer wieder profilieren sich laienhafte Videomacher, die sich für Intoleranz und Hass aussprechen. Wer clever ist und eine besonders kreative Strategie verfolgt, kann das Kumpelimage jedoch zu eigenen Gunsten nutzen. Deshalb preisen die YouTuber regelmäßig teure Fanartikel an, um von deren Einnahmen zu leben. Längst hat sich YouTube zu einem Berufsfeld entwickelt, mit dem die Online-Stars ihr tägliches Brot verdienen. Die Künstler präsentieren sich über ihren eigenen Kanal nicht nur vor der Kamera. Zugleich stehen sie in engem Kontakt mit Unternehmen, um gemeinsame lukrative Werbekonzepte zu entwickeln.

Verschiedene Möglichkeiten der Werbung

Um über die Videokanäle genügend Geld zu verdienen, nehmen die Videomacher sogenannte Produktplatzierungen vor. Bewusst thematisieren die YouTuber bestimmte Markenprodukte, um für die Werbung entlohnt zu werden. Häufig fällt es vor allem jungen Mediennutzern schwer, um sich von derartigen Werbeformen zu distanzieren. Deshalb ist es wichtig, die Jungen und Mädchen so zeitig wie möglich mit Mediennutzung vertraut zu machen.

Top-Größen freuen sich über hohe Einnahmen

Summen im fünfstelligen Bereich sind für Top-Größen unter YouTubern keine Seltenheit. Neben Produktplatzierungen kommen Werbeclips oder Werbeeinblendungen zum Einsatz, die vor oder während der Filme zur Schau gestellt werden. Besonders kreativen und beliebten YouTubern fällt es nicht schwer, durch geschickte Marketingstrategien wie eigenen Onlineshops zum Teil bis zu mehrere Millionen Euro pro Jahr zu verdienen.

Namhafte YouTube-Stars

Einer der größten YouTube-Stars ist LeFloid. Der seit 2007 auf YouTube aktive Videomacher darf sich auf seinem Kanal über mittlerweile drei Millionen Abonnenten freuen. Mit der nötigen Brise Humor gelingt es dem Künstler, seinen Zuschauern aktuelle Themen jugendnah zu präsentieren. Eines der Highlights in dessen Videokarriere war ein Interview mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Jahre 2015, für dessen Vorbereitung er im Vorfeld Fragen seiner Zielgruppen aus dem World Wide Web gesammelt hatte. Hinsichtlich der Abonnentenzahl verbucht der YouTube-Kanal von Gronkh Rekorde. Dieser Gamer-Kanal fokussiert sich auf Computer- und Konsolenspiele.

YouTube: Geschichte und Gegenwart

Die Erfolgsgeschichte des Videokanals begann im Jahr 2005. Binnen kürzester Zeit wandelte sich der Videokanal zu einer unverzichtbaren Internet-Größe, die bis heute ganze Generationen begeistert. Neben YouTube-Kanälen der Jungstars bietet die Plattform die Gelegenheit, Filme, TV-Serien, Musikvideos oder Dokumentationen abzurufen – unabhängig von festgelegten Tages- und Nachtzeiten. Die Videoinhalte stehen auf Abruf sofort bereit. Von diesem Vorteil profitieren Zuschauer und Videomacher zugleich. Junge ambitionierte Menschen geben Einblicke in ihr Leben oder widmen sich einer speziellen Thematik. Die thematische Vielfalt reicht mittlerweile von Fashion- und Schminktipps über abgefilmte Videogame-Sessions bis hin zu Comedy oder Musik.

Prognosen über die Zukunft von YouTube

Auch wenn die Welt des Internets vermutlich schnelllebiger als andere Bereiche unseres Lebens ist, wird sich am Hype um die YouTube-Stars auch in jüngster Zeit vermutlich nicht viel ändern. Schließlich gelingt es den Videokünstlern, Kinder und Teenager auf eine Art zu begeistern, die über andere Medien nur schwer zugänglich ist. Neben Games oder Beautytipps erhalten Zuschauer Unterstützung für vielfältige Lebenssituationen auf faszinierende Art und Weise. Mittlerweile gelingt es den Videomachern sogar zunehmend, junge Generationen für ernsthafte Themen mit gesellschaftlichen oder politischen Inhalten zu begeistern. Können Angebote von Radio und Fernsehen durch Zuschauer rein passiv konsumiert werden, verstehen sich Jugendliche auf YouTube-Kanälen als Teil dieses Phänomens. Und ganz gewiss ist dieses virtuelle Entfaltungspotential noch längst nicht ausgeschöpft.