Haarausfall - Was kann ich dagegen tun?
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Haarausfall – Was kann ich dagegen tun?

Haarausfall ist ein Problem, von dem allein in Deutschland Tausende an Menschen betroffen sind. Die Ursachen könnten unterschiedlicher kaum sein, ebenso wie die Erscheinungsform des Haarausfalls. Bei vielen Patienten hat ein Haarausfall genetische Ursachen. Bei anderen Betroffenen tritt Haarausfall krankheits- oder altersbedingt auf.

In all diesen Fällen schöpfen von Haarausfall Betroffene von verschiedenen Möglichkeiten, diesem Problem entgegenzuwirken.

Methoden einer Eigenhaarverpflanzung

Eine bewährte Methode ist die Haarverpflanzung. Das Prinzip einer Eigenhaarverpflanzung ist schnell erklärt. Mediziner nehmen genauer gesagt eine Umverteilung von vorhandenem Haar vor, das an von Haarausfall betroffene Körperpartien implantiert wird.

Dabei haben sich die sogenannten FUT- und FUE-Methoden bewährt, die von erfahrenen Haarchirurgen angeboten werden. Erfahrene Haarchirurgen wie haartransplantation-tuerkei.com bieten die FUE-Technik an, bei der vereinzelte natürliche Haargruppierungen mithilfe einer mikrochirurgischen Hohlnadel entnommen werden. Dabei bleiben nur kleine Löcher zurück, die nach der Haarentnahme schnell verheilen und auch nicht vernäht werden müssen. Diese Vorgehensweise gilt als besonders schonende Entnahmeform einzelner Grafts, ist im Gegenzug jedoch mit einem hohen Zeitaufwand verbunden.

Besonderheiten des FUE-Verfahrens

Im Gegensatz zum FUE-Verfahren entnehmen Haarchirurgen bei der sogenannten Follicular Unit Transplantation (FUT-Methode) komplette schmale Hautstreifen. Diese Hautstreifen werden jeweils am Hinterkopf einschließlich Haarwurzeln entnommen und anschließend so unter dem Mikroskop aufbereitet, dass diese in Grafts bzw. einzelne follikulare Einheiten unterteilt werden. Der am Hinterkopf entstandene Schnitt wird dabei narbenschonend vernäht.

Somit bleibt nur eine kleine Linie zurück, die allerdings das Resthaar überdeckt. Im Gegensatz zur FUE-Methode ist dieses Verfahren zwar grober, bedarf dafür allerdings wesentlich weniger Zeit.

Schaubild - Haarausfall Haarverpflanzung
Eine bewährte Methode bei Haarausfall ist die Haarverpflanzung

Eigenbluttherapie im Kampf gegen Haarausfall

Bei dünner werdendem Haar hat sich mittlerweile die Eigenbluttherapie als effektvolle Maßnahme durchgesetzt. Dieser Therapieansatz soll dabei helfen, Haarausfall zu stoppen und neues Haarwachstum zu aktivieren. Hierbei entnehmen Mediziner aus dem Blut der Betroffenen sogenanntes PRP, das in Form von konzentriertem Blutplasma unmittelbar in die Haarwurzeln injiziert wird. Diese Methode soll eine optimale Nährstoffversorgung erzielen und durch die zusätzliche bessere Durchblutung eine Neubildung der Haarfollikeln anregen.

Eine Mikrohaarpigmentierung erreicht ergänzend einen optischen Effekt. Durch diese Methode ist es möglich, die Haardichte optisch zu steigern. In der Praxis hat sich dieser Behandlungsansatz vor allem für Frauen bewährt, die an langem schütterem Haar leiden. Auf diese Weise soll der Haarausfall optisch kaschiert werden.

Gibt es Hausmittel gegen Haarausfall?

Wer bei einer Behandlung von Haarausfall auf ein Hausmittel hofft, wird vermutlich enttäuscht. Denn Hausmittel erzielen bei einer Behandlung von Haarausfall schlichtweg keine Wirkung.

Sämtliche als vermutlich wirksam deklarierte Mittel wie Bier, Aloe Vera oder Kokosöl sind nutzlos. Genauso effektlos sind meist Präparate, die in Apotheken oder Drogerien zum Verkauf bereitstehen.

Ganz gleich, ob die Mittel Zink, Biotin oder Kieselerde enthalten – keiner dieser Wirkstoffe erzielt einen positiven Effekt.

Haarausfall - Kokosöl
Sämtliche als vermutlich wirksam deklarierte Mittel wie Bier, Aloe Vera oder Kokosöl sind nutzlos

Kombinationspräparate mit Medizinalhefe

Eine gute Alternative sind häufig allerdings Kombinationspräparate, die Medizinalhefe enthalten. Hinsichtlich der Wirksamkeit hätten erste Studienergebnisse signalisiert, dass diese Wirkstoffe einen „gewissen Effekt“ zeigen. Leiden Betroffene jedoch an ernährungs- oder stressbedingtem Haarausfall, können nicht nur eine gesunde Ernährung oder Zink und Vitamine enthaltene Nahrungsergänzungsmittel dem Haarverlust entgegenwirken.

Zugleich regen Kopfhautmassagen sowie koffeinhaltige Tinkturen die Durchblutung der Haarwurzeln an. Dieser Effekt könnte wiederum einem Haarverlust entgegenwirken. Leiden Patienten allerdings unter krankhaftem oder erblich bedingtem Haarausfall, verfehlen die Mittel den erhofften Effekt.

Vorteile des Wirkstoffs Minoxidil

Eine regelmäßige Anwendung einer Minoxidil-Lösung mit einem Anteil von maximal drei Prozent des Wirkstoffs führt bei drei von zehn betroffenen Männern eine kosmetisch deutlich sichtbare Verbesserung herbei. An Haarausfall leidende Frauen dürfen bei diesem Präparat ebenfalls auf einen positiven Effekt hoffen.

Dieses Mittel ist erwiesenermaßen dazu in der Lage, die Durchblutung von Haarfollikeln zu aktivieren und damit auch die Aktivität von Haarwurzeln anzuregen. 100%ige Erfolgsaussichten verspricht das Präparat allerdings nicht.

Wie funktioniert der Wirkstoff Finasterid?

Laut Untersuchungen zufolge entwickelten sich bei der Einnahme von Finasterid, bei ungefähr vier von zehn Männern nach einem Zeitraum von einem halben bis ganzen Jahr ein verbessertes Haarwachstum.

Da das Medikament allerdings oral eingenommen wird, kann der Wirkstoff auch den Hormonhaushalt beeinflussen. In seltenen Fällen müssen Betroffene allerdings mit Erektionsstörungen, Brustwachstum oder Depressionen rechnen. Für Frauen ist das Mittel hingegen nicht geeignet.

Für Minoxidil und Finasterid gilt allerdings eines: Wer die Behandlung abbricht, muss auch wieder mit verstärktem Haarausfall rechnen. Deshalb ist Durchhaltevermögen gefragt.