Privatsphäre schützen: Die wichtigsten Maßnahmen im Alltag

Neugierige Nachbarn oder andere Personen können Menschen in ihrer Privatsphäre gefährden, sie beobachten und an sensible Daten gelangen. Auch das Internet stellt eine Gefahr dar, da es zu Datendiebstahl kommen kann. Im digitalen Zeitalter wird Smart Home immer häufiger angewendet, doch auch ein vernetztes Zuhause ist nicht ohne Sicherheitslücken. Mit den geeigneten Maßnahmen können Personen ihre Privatsphäre im Alltag schützen.
Inhaltsverzeichnis
Schutz der Privatsphäre im Internet
Da viele Menschen ihre Privatsphäre im Internet (Hilfreiche Datenschutz-Tipps für sicheres Surfen im Internet) nicht ausreichend schützen, werden sie schnell Opfer von Datendieben. Cyberkriminelle können sensible Daten wie Wohnanschrift oder Kontodaten ausspähen und missbrauchen. Umso wichtiger ist der Schutz vertraulicher Informationen.
Ganz wichtig sind sichere Passwörter. Wer einen Passwortgenerator nutzt, kann sichere Passwörter erstellen lassen.
Es ist wichtig, für E-Mail-Account, Online-Banking, Social Media, Online-Shops und andere Portale unterschiedliche Passwörter zu verwenden. Das Passwort sollte möglichst nicht leicht geknackt werden können und daher nicht aus dem persönlichen Umfeld stammen. Mit einem Passwort-Manager können die Passwörter sicher gespeichert werden, sodass sie nicht in fremde Hände gelangen.
Cookies können die Privatsphäre gefährden, da sie Daten über das Nutzungsverhalten speichern und – vor allem bei Drittanbietern – für Analysen und Marketingzwecke genutzt werden können. Nicht notwendige Cookies dürfen in Deutschland und der EU nach TTDSG und DSGVO nur mit aktiver Einwilligung gesetzt werden, über das Cookie-Banner einer Website können Nutzer diese Einwilligung verweigern oder später widerrufen.

Sicherheit für Smart Home
Mit Smart Home wird das Zuhause zwar komfortabler, doch lauern hier auch Sicherheitslücken. Bei ihrer Nutzung sammeln die smarten Geräte viele Daten und leiten sie über eine Internetverbindung an die Hersteller weiter.
Bei der Übermittlung sollten Daten grundsätzlich verschlüsselt sein. Zudem sollten nur die Daten verarbeitet werden, die für den Betrieb bzw. die jeweiligen Funktionen notwendig sind.
Über das WLAN wählen sich die smarten Geräte ins Internet. Bei einem Cyberangriff sind alle mit diesem WLAN verbundenen Geräte gefährdet. Daher sollte für die Smart Home-Geräte ein abgetrenntes Netzwerk eingerichtet werden. Noch mehr Schutz der Privatsphäre ist gewährleistet, wenn nicht benötigte Funktionen der smarten Hausgeräte ausgeschaltet werden.

Sicher unterwegs auf Social-Media-Kanälen
Soziale Medien, zu denen WhatsApp, Facebook, Instagram oder TikTok gehören, werden von immer mehr Menschen genutzt. Viele Menschen laufen Gefahr, zu viele Informationen über sich mitzuteilen. Schnell können Unbefugte an diese Informationen gelangen.
Um das zu vermeiden, sind für die einzelnen Kanäle unterschiedliche und komplexe Passwörter wichtig. Für die Nutzer kommt es darauf an, sich die Passwörter gut merken zu können. Die Passwörter sind umso sicherer, je komplexer sie sind. Auch hier kann ein Passwortmanager genutzt werden.
Wer auf Social Media unterwegs ist, sollte nicht unüberlegt auf Links oder Buttons klicken. Schnell kann es passieren, dass eine Schadsoftware eingeschleust wird, die sensible Daten ausspäht.
Vorsicht ist bei Kontaktanfragen geboten. Kriminelle können Kontakt aufnehmen und die vorhandenen Daten für Straftaten oder illegale Onlinegeschäfte nutzen. Dafür kann bereits ein Profilbild mit dem Namen einer Person ausreichen.
In die Freundes- oder Kontaktliste sollten nur Personen aufgenommen werden, bei denen sich Nutzer sicher sind, dass die Nutzerprofile authentisch sind. Bisherige Veröffentlichungen und das Alter des Profils können Hinweise liefern.
Sicherheit beim Online-Shopping
Online-Shopping ist beliebt, doch lauern auch hier Gefahren für die Privatsphäre. Cyberkriminelle können an die Daten gelangen, Identitätsdiebstahl betreiben und die Daten des Opfers für ihre Zwecke verwenden.
Alles beginnt mit der Wahl des geeigneten Online-Shops. Die Datenübermittlung sollte in sicherer Form erfolgen. Ein HTTPS-Kürzel in der Webadresse zeigt an, dass eine Verbindung verschlüsselt ist, es ist durch das Schlosssymbol im Browser sichtbar. Allein HTTPS stellt jedoch keinen Beweis dafür dar, dass ein Online-Shop seriös ist.
Ein sicheres Passwort ist auch hier wichtig. Zusätzlich kann die Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt werden, bei der ein Code auf das Smartphone gesendet wird, der beim Einloggen angegeben wird. Auch Authenticator-Apps oder Sicherheitsschlüssel sind weitere gängige Varianten.
Es können bewährte Zahlungsdienstleister für die Zahlung verwendet werden, wodurch eine direkte Übermittlung sensibler Zahlungsdaten an den Online-Shop vermieden wird.

Sicherheit beim Online-Banking
Beim Online-Banking kommt es auf sichere Zugangsdaten an. Ein sicheres Passwort und die Zwei-Faktor-Authentifizierung sollten genutzt werden. Das Online-Banking sollte immer nur vom eigenen Gerät erfolgen, damit die Daten nicht in fremde Hände gelangen können.
Häufig sind Phishing-E-Mails von Cyberkriminellen im Umlauf. Wer eine solche E-Mail erhält, sollte die Bank darüber informieren.
Die Bank fragt niemals nach sensiblen Daten wie der PIN oder Kontonummer. Empfänger sollten auf solche Mails niemals reagieren.
Regelmäßig, am besten täglich, sollten Kontobewegungen kontrolliert werden. So lassen sich verdächtige Transaktionen schnell feststellen.
Schutz von Computern und Geräten
Um die Privatsphäre zu schützen, müssen Computer und Geräte immer auf dem neuesten Stand sein. Es ist daher wichtig, die verfügbaren Updates zu installieren, um Sicherheitslücken zu schließen.
Eine Antivirensoftware prüft das System auf verdächtige Aktivitäten und schützt vor Malware, Viren und anderen Risiken.
Handys können mit biometrischen Verfahren wie einem Fingerabdruckscanner oder einer Gesichtserkennung sicherer gemacht werden. Den Zugang zum Smartphone erschweren können biometrische Verfahren wie die Gesichtserkennung oder der Fingerabdruck. Im Falle von Verlust oder Diebstahl sollten zudem die Funktionen zur Gerätesperrung und Fernlöschung aktiviert werden.







