Spam im Mail-Postfach
Spam im Mail-Postfach – Was tun?
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Spam im Mail-Postfach – Was tun?

Von 100%ig sicheren Anlagetipps über vielversprechende Bitcoin-Käufe bis hin zu Werbung für Potenz-Präparate: E-Mails mit Werbeinhalten wie diesen landen in rauen Mengen in Postfächern. Wie Softwareanbieter Kaspersky erst kürzlich in seinem Spam- and Phishing-Report betonte, ist etwa die Hälfte aller weltweit versendeten Mails Spam.
Doch die E-Mails strapazieren nicht nur die Nerven, sondern sind zum Teil sogar gefährlich.

Hohe Gefahr durch Spam-Mails

Eine erhöhte Gefahr geht von den Spam-Mails aus, da diese Viren auf Computer schmuggeln. Der Zweck anderer Mails besteht darin, nähere Informationen über Daten wie die Kontoverbindung zu erhalten. Doch es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die diesem Datendiebstahl entgegenwirken.

Anfangs sollten Internetnutzer darauf achten, die eigene Mailadresse nicht einfach bedenkenlos weiterzugeben

Im Alltag ist es sogar sinnvoll, mehrere Mailfächer einzurichten. Es ist sinnvoll, eine Adresse für Gewinnspiele oder Newsletter und mindestens eine Mailadresse für wichtige Kontakte einzurichten. Zudem ist es wichtig, dass der Hauptkontakt auf Social Media und Websites nicht offen ersichtlich ist.

Spam-Mails
Eine erhöhte Gefahr geht von den Spam-Mails aus, da diese Viren auf Computer schmuggeln

Gezielt Wegwerf-Adressen anlegen

Einige Provider bieten außerdem die Option, unmittelbar im Konto unterschiedliche Alias einzufügen. Eine weitere sinnvolle Möglichkeit sind sogenannte Wegwerf-Adressen. Diese Mailadressen sind nur zur einmaligen Nutzung verfügbar. Anschließend löscht sich der Account von allein. Zumeist hat der Dienstleister durch dieses Prinzip nicht die echten Kontaktadressen im Umlauf.
Schließlich sind zahlreiche Adressen im Umlauf, indem Datenbanken gehackt oder an Firmen verkauft werden.

Wegwerf-Adressen anlegen
Gezielt Wegwerf-Adressen anlegen

Nicht auf Spam-Mails reagieren

Dennoch schützen auch diese Maßnahmen nicht zu 100 Prozent davor, vor Phishing- oder Spam-Versuchen gefeit zu sein. Einige Absender setzen ebenfalls Programme ein, die rein willkürlich E-Mail-Adressen erstellen, an diese in großen Massen Mails versenden und anschließend auf etwaige Reaktionen hoffen. Allerdings werden diese Programme vor schier unlösbare Aufgaben gestellt, falls in den eigenen Mailadressen Abkürzungen von Namen oder Sonderzeichen auftauchen.

Befinden sich dennoch unerwünschte Mails im eigenen Postfach, ist ein Spam-Filter ein wirksamer Schutz.

Für Mail-Provider gehören die Filter zwar mittlerweile zum Standard. Doch deren Qualität hängt im Einzelnen vom Anbieter ab. Die Filter können sogar trainiert werden. Landet eine Spam-Nachricht dennoch im Posteingang, wird diese nicht gelöscht, sondern als sogenannter Junk angegeben. Dadurch unterliegt das Programm einem Lernprozess.

Spam-Mails im Postfach
Nicht auf Spam-Mails reagieren

Keine dubiosen Anhänge öffnen

Gelangen die Phishing- oder Spam-Mails dennoch durch den Filter, ist gesundes Misstrauen seitens der Empfänger durchaus angebracht. In diesen Fällen sind Empfänger gut beraten, keinesfalls auf die Nachrichten zu reagieren. Wer Mails beantwortet, Links anklickt oder um eine Abmeldung des Newsletters bittet, signalisiert dadurch automatisch, dass die Mail tatsächlich angekommen ist. Daraufhin verkaufen Absender die Mailadressen weiter. Das hat wiederum zur Folge, dass noch mehr Spam auf den jeweiligen Account versendet wird.

Erscheinen Anhänge von Nachrichten dubios, ist es nach Aussagen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik generell der falsche Weg, diese Nachrichten zu öffnen. Schließlich ist es nicht ausgeschlossen, dass sogar Bilder oder Word-Dokumente ein Virus beinhalten. Noch mehr Vorsicht ist angebracht, wenn die Absender um Eingabe von Daten bitten.