Weiterbildungen neben dem Beruf
Weiterbildungen neben dem Beruf – Diese Möglichkeiten gibt es
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Weiterbildungen neben dem Beruf – Diese Möglichkeiten gibt es

Um in der heutigen Zeit langfristig auf dem Arbeitsmarkt bestehen zu können, ist lebenslanges Lernen eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen. Nur wer sich den neuen Gegebenheiten in der Arbeitswelt kontinuierlich anpasst, kann sich gegen Mitbewerber durchsetzen. Weiterbildungen können eine gute Möglichkeit sein, die eigene Attraktivität für Arbeitgeber zu steigern. Wir zeigen, welche Chancen Weiterbildungen bieten und gehen auf konkrete Weiterbildungsangebote ein. Zudem beleuchten wir, welche Fördermaßnahmen es gibt.

Von zu Hause aus lernen und arbeiten nimmt nicht zuletzt durch Corona einen immer höheren Stellenwert ein. Viele nutzen mit Hilfe neuester Technik die Möglichkeit, sich neben dem Beruf weiterzubilden. Ob ein Seminar für Führungskräfte, das Auffrischen der Business-Englisch-Kenntnisse oder eine Aufstiegsfortbildung zum Meister – berufsbegleitende Weiterbildungen schaffen neue Karriereperspektiven und lassen sich wunderbar mit Familie und Freizeit vereinen.

Anpassungsfortbildung, Aufstiegsweiterbildung oder Studium?

Wer sich bessere Chancen am Arbeitsmarkt sichern möchte, ohne dafür seinen aktuellen Job aufzugeben, kann sich für eine Weiterbildung oder ein Studium neben dem Beruf entscheiden. An vielen Universitäten und Fachhochschulen gibt es Teilzeitstudiengänge, dank denen Beruf und Weiterbildung miteinander in Einklang gebracht werden können. Immer beliebter werden zum Beispiel Online-Fernlehrgänge. Diese können optimal auf die berufliche Situation abgestimmt werden und ermöglichen es, auf die individuelle Lebenssituation Rücksicht zu nehmen. Denn man lernt genau dann, wenn man Zeit hat.

Bei berufsbegleitenden Studiengängen finden die Vorlesungen in der Regel an festen Wochentagen statt.

So kann man bequem nach Feierabend im virtuellen Hörsaal lernen, ohne lange Anfahrtswege in Kauf nehmen zu müssen. Vorlesungszeiten wechseln sich mit vorlesungsfreien Zeiten ab, etwa in den Sommermonaten und während der Weihnachtszeit. Neben virtuellen Hörlesungen werden solche Studiengänge und Weiterbildungen um verschieden gewichtete Gruppenarbeiten ergänzt.

Weiterbildung
Wer sich bessere Chancen am Arbeitsmarkt sichern möchte, ohne dafür seinen aktuellen Job aufzugeben, kann sich für eine Weiterbildung oder ein Studium neben dem Beruf entscheiden

Je nachdem, welchen Zweck man mit der Weiterbildung verfolgt, wird in Anpassungsfortbildung und Aufstiegsweiterbildung unterschieden.

Anpassungsfortbildung

Um bereits Erlerntes zu wiederholen, aufzufrischen oder zu ergänzen, sind Anpassungsfortbildungen ideal. Sie dienen dazu, den ständig neuen Anforderungen im Berufsalltag gerecht zu werden.
Vorhandene Qualifikationen, Kenntnisse und Know-how werden aktualisiert, so dass man dazu imstande ist, seine Arbeit nach den neuesten Maßstäben auszuführen.

Anpassungsfortbildung
Um bereits Erlerntes zu wiederholen, aufzufrischen oder zu ergänzen, sind Anpassungsfortbildungen ideal

Aufstiegsweiterbildung

Um beruflich vorankommen und sich neue Perspektiven erschließen zu können, sind Aufstiegsweiterbildungen ideal. Mit dem Meister, Techniker, Fachwirt oder Betriebswirt in der Tasche kann man dank höherer beruflicher Qualifikationen einen größeren Verantwortungsbereich übernehmen.

Daneben gibt es auch die Möglichkeit, ein Studium neben dem Beruf zu absolvieren. Absolventen stehen nicht nur bessere Jobangebote zur Verfügung, in der Regel steigt auch das Gehalt.

Welche konkreten Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es?

Während mit einer Ausbildung die Basis für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben gelegt wird, bauen Weiterbildungen auf den erworbenen Fähigkeiten auf.

Sie sind unvermeidbar, wenn man auf der Karriereleiter nach oben klettern und im Job erfolgreich sein möchte.

Man kann zum Beispiel den Master berufsbegleitend absolvieren und Karriere machen. Wir stellen die vier bekanntesten Weiterbildungsmöglichkeiten neben dem Beruf vor.

Fortbildung zum Meister

All diejenigen, die eine technische Ausbildung abgeschlossen haben, können sich zum Meister weiterbilden lassen. Dabei erwirbt man fachrichtungsübergreifende Qualifikationen, die zur Übernahme von Führungsaufgaben befähigen. Außerdem werden die Teilnehmer mit den Themen Personalmanagement und Projektmanagement vertraut gemacht. Ergänzend dazu werden branchenspezifische Fachkenntnisse vermittelt.
Wer einen Lehrgang zum Industriemeister besucht, kann etwa zwischen den Schwerpunkten Metall oder Elektrotechnik wählen oder sich auf den Bereich Printmedien spezialisieren.

Fortbildung zum Meister
All diejenigen, die eine technische Ausbildung abgeschlossen haben, können sich zum Meister weiterbilden lassen

Voraussetzungen:

  • erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in der einschlägigen Berufsbranche des angestrebten Meistertitels
  • bei einer Berufsausbildung in einem anderen Bereich kann eine fachbezogene Berufserfahrung ebenfalls dazu berechtigen, den Meister-Lehrgang zu besuchen

Weiterbildung zum Techniker

In der Weiterbildung zum Techniker kann zwischen unterschiedlichen Fachrichtungen gewählt werden. Die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Bereich unternehmerischer Aufgaben wie Personalführung und Projektplanung bereitet darauf vor, Projekte zu planen und Führungsaufgaben zu übernehmen. Absolviert man zusätzlich die Ausbildereignungsprüfung, kann man auch Ausbilder werden.

Voraussetzungen:

  • erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung mit ein bis fünf Jahren Berufspraxis in der einschlägigen Branche
  • alternativ zur Berufsausbildung sieben Jahre einschlägige Berufspraxis

Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt

Was der Meister-Titel für diejenigen mit technischem Hintergrund ist, stellt die Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt für diejenigen mit kaufmännischem Hintergrund dar.

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung erwirbt man eine vollwertige Zugangsberechtigung zum Bachelorstudium.

Fachwirte gelten als Spezialisten für eine bestimmte Branche. Deswegen sind die Inhalte der Fachwirt-Fortbildung branchenbezogen. Als Betriebswirt erwirbt man ein tiefgehendes Wissen im kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Bereich, spezialisiert sich aber nicht auf eine Branche.

Voraussetzungen:

Um Betriebswirt werden zu können, braucht man eine abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung mit Berufsabschluss sowie mindestens 1 Jahr Berufserfahrung. Fünf Jahre Berufspraxis können den Berufsabschluss ersetzen und ebenfalls zum Besuch einer Weiterbildung berechtigen.

Angehende Fachwirte brauchen eine mindestens dreijährige einschlägige Berufsausbildung sowie mindestens 1 Jahr Berufserfahrung – je nach Branche auch mehr. Alternativ kann branchenabhängig eine mehrjährige Berufspraxis anstatt einer einschlägigen Berufsausbildung nachgewiesen werden.

Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt
Was der Meister-Titel für diejenigen mit technischem Hintergrund ist, stellt die Weiterbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt für diejenigen mit kaufmännischem Hintergrund dar

Studium nach der Ausbildung

Eine andere Weiterbildungsmöglichkeit neben dem Beruf ist ein Studium. Vor allem ein Fernstudium schafft die nötigen Freiräume, sich berufsbegleitend weiter zu qualifizieren.

Infrage kommen verschiedene Studiengänge wie zum Beispiel ein MBA-Studium.

Voraussetzungen:

Um ein Studium aufnehmen zu können, braucht man die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Um ohne Abitur studieren zu können, müssen eine einschlägige Berufserfahrung sowie eine abgeschlossene Ausbildung nachgewiesen werden.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für die berufsbegleitende Weiterbildung?

Ganz gleich, für welche Art beruflicher Weiterbildung man sich entscheidet – in jedem Fall sollte die Kostenfrage geklärt sein.
Auch wenn es sich um eine Investition in die eigene berufliche Zukunft handelt, können Weiterbildungen mitunter recht kostspielig sein. Deswegen lohnt es sich, vorab über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten nachzudenken.

1. Finanzierung durch den Arbeitgeber

Spätestens seit Einführung des Qualifizierungschancengesetzes haben Arbeitgeber einen Anreiz, die Kosten für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu übernehmen.
Je nach Betriebsgröße, können sie dafür Zuschüsse von bis zu 100 % beantragen. Besteht ein Weiterbildungs-Wunsch, sollte man immer zuerst das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen. Schließlich hat dieser ein berechtigtes Interesse daran, dass sein Personal über das notwendige Know-how verfügt.

2. Förderprogramme nutzen

Das Ziel des lebenslangen Lernens unterstützt zum Beispiel die Agentur für Arbeit mit zahlreichen Fördermöglichkeiten. Zu den bekanntesten gehören der Bildungsgutschein, das Aufstiegs-BAföG und die Bildungsprämie. In einigen Fällen kann die Finanzierung auch über eine Begabtenförderung oder ein Förderprogramm der Bundesländer erfolgen.

3. Studienkredit

Wer keine Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen kann, hat die Option, einen Studienkredit zu vergünstigten Konditionen aufzunehmen.