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Mit diesen 5 Tipps schmeckt der Kaffee auch zuhause wie vom Barista
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Mit diesen 5 Tipps schmeckt der Kaffee auch zuhause wie vom Barista

Mit diesen 5 Tipps schmeckt der Kaffee auch zuhause wie vom Barista Für Freunde des Koffeinkicks geht einfach nichts über eine richtig gute, heiße Tasse Kaffee. Aber wie machen die Profis das eigentlich, dass dieser im Lokal so viel köstlicher schmeckt als zuhause?
Mit den folgenden 5 Tipps werden auch Sie zum Barista und zaubern für sich und Ihre Gäste köstliche Kaffeespezialitäten.

Tipp 1: Hochwertige Kaffeebohnen

Ohne gute Kaffeebohnen kann das Endprodukt in der Tasse nicht überzeugend werden.
Wenn Sie also Ihre Gäste mit den neuesten Kaffee-Trends begeistern möchten, beginnt das bereits bei der Wahl der Bohnen.

Hochwertige Kaffeebohnen
Ohne gute Kaffeebohnen kann das Endprodukt in der Tasse nicht überzeugend werden

Die wichtigsten Kriterien finden Sie hier zusammengefasst:

Die beliebtesten Sorten

Arabica und Robusta sind die beiden bekanntesten Bohnensorten. Arabicabohnen sind sehr komplex im Geschmack, haben eine feine Säure und eignen sich für nahezu jedes Kaffeegetränk.

Robusta ist die richtige Wahl, wenn Sie kräftigen Kaffee mit starkem Eigengeschmack bevorzugen.

Von süß, sauer und bitter über blumig, fruchtig oder schokoladig – welches Geschmacksprofil Ihnen dabei am meisten zusagt, müssen Sie jedoch selbst entscheiden.

Bio-Qualität

Herkunft, Anbau und Aufbereitung beeinflussen wesentlich das Aroma einer Tasse Kaffee.
In Mischkulturen schonend angebaute und handsortierte Bohnen sind nicht nur für die Umwelt besser, sie überzeugen auch im Geschmack. Es lohnt sich also, auf Bio-Qualität zu achten!

Kaffeebohnen Anbau
Herkunft, Anbau und Aufbereitung beeinflussen wesentlich das Aroma einer Tasse Kaffee

Die Röstung

Helle Röstungen sind geschmacklich meist vielfältiger, bei längerer Röstung wird dafür mehr Säure abgebaut.
Für Espressobohnen eignet sich besser eine dunkle Röstung, da so beim Aufbrühen eine schöne Crema entstehen kann – die cremige, haselnussbraune Schicht, die jeden guten Espresso bedecken sollte.

Tipp 2: Wasser ist nicht gleich Wasser

Noch vor den Kaffeebohnen ist der Hauptbestandteil in der Kaffeetasse eigentlich das Wasser.

Trotzdem wird der Wasserqualität oft viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Wasserhärte und Temperatur beeinflussen den Geschmack wesentlich.

Der Härtegrad

Wissen Sie, welchen Härtegrad das Leitungswasser aus Ihrem Wasserhahn aufweist? Falls nicht, prüfen Sie doch einmal nach. Hartes, kalkhaltiges Wasser weist einige Nachteile auf:

  • Der Kaffee verliert an Aroma
  • Auf der Kaffeeoberfläche ist ein dünner Kalkfilm zu sehen
  • Kaffeemaschinen verkalken sehr schnell.

Sollte in Ihrer Gegend also das Wasser sehr hart sein, nutzen Sie am besten einen Wasserfilter. Zu weiches Wasser ist übrigens ebenso wenig geeignet: Der Kaffee wird dann sauer. Ideal ist ein Wert von 4°dH bis 9°dH.

Wasserhärte und Temperatur
Wasserhärte und Temperatur beeinflussen den Geschmack wesentlich

Die Temperatur

Die optimale Brühtemperatur für guten Kaffee liegt bei etwa 86°C bis 96°C. Für Espresso sollten Sie sich eher im oberen Bereich bewegen.

Ist die Temperatur zu hoch, wird der Kaffee sehr bitter.

Ist sie zu niedrig, schmeckt er fad, weil zu wenige Aromastoffe freigesetzt wurden. Bei manchen Maschinen lässt sich das schlecht beeinflussen, eine Espressokanne wird zum Beispiel gerne zu heiß. Beim selbst gemachten Filterkaffee haben Sie jedoch freie Hand.
Ein einfacher Tipp: Warten Sie, bis das frisch aufgekochte Wasser aufhört zu sprudeln, dann ist die richtige Temperatur erreicht.

Tipp 3: Frisch gemahlene Bohnen

Je länger der Kaffee nach dem Mahlen gelagert wird, desto mehr Aromen gehen verloren. Eine luftdichte Verpackung hilft zwar, allerdings nur bis zum ersten Öffnen. Setzen Sie daher auf eine Kaffeemühle! Keine Sorge, viele Geräte mahlen automatisch auf Knopfdruck. Wichtig ist, dass sich der Mahlgrad einstellen lässt.

Dabei gilt die folgende Regel: Je weniger Zeit das heiße Wasser zum Lösen der Aromen hat, desto feiner sollte der Mahlgrad sein.
Über- und Unterextraktion sorgen beide für schlechten Geschmack. Eine Siebträgermaschine oder Espressokanne braucht einen feinen Mahlgrad, während sich für Filterkaffee gröber gemahlener Kaffee besser eignet. Meist sind einige Versuche nötig, bis die Balance stimmt.

Frisch gemahlene Bohnen
Je länger der Kaffee nach dem Mahlen gelagert wird, desto mehr Aromen gehen verloren

Tipp 4: Die richtige Zubereitungsart

Was die Wahl der Zubereitungsart angeht, scheiden sich die Geister. Viele Baristas schwören auf die händische Zubereitung, andere wiederum lieben Siebträgermaschinen oder besonders ausgefallene Gerätschaften.
Was eignet sich nun wirklich für guten Kaffee?

  • Händische Zubereitung mit Filter: Kaffee abwiegen, selbst mahlen, in einen Filter geben und heißes Wasser darüber gießen. Klingt zwar einfach, benötigt jedoch ein paar Anläufe, bis das Ergebnis schmeckt. Dann aber wirklich gut!
  • Die Espressokanne: Interessanterweise macht diese Kanne keinen echten Espresso. Der Druck ist zu niedrig und es entsteht keine wirkliche Crema. Der Geschmack ist bestenfalls in Ordnung, dafür bekommen Sie Espressokannen sehr günstig.
  • Siebträgermaschine: Für den perfekten Espresso muss es eine Siebträgermaschine sein. Allerdings will die Zubereitung gelernt sein und den Geldbeutel schont sie leider auch nicht. Einmal perfektioniert überzeugen Sie damit jeden Gast.
  • Vollautomat: Der Vorteil: Der Allrounder mit vielen verschiedenen Spezialitäten auf Knopfdruck. Der Nachteil: Sie macht zwar alles, aber nichts perfekt. Und die Reinigung ist ein Gräuel. (Mehr zum Thema: Den richtigen Kaffeevollautomaten finden: Worauf beim Kauf achten?)
  • Kapselmaschine: Günstig, schnell und geschmacklich recht gut hat die Kapselmaschine einen großen Nachteil: Die Müllberge, die damit produziert werden. Ist Kaffee für Sie ein seltener Genuss, können Sie vielleicht trotzdem darüber nachdenken.

Tipp 5: Das Auge trinkt mit

Der Geschmack ist zwar die Hauptsache, die Präsentation sollte trotzdem stimmen.

Ein guter Espresso braucht einfach eine schöne, dicke Crema.

Und was wäre ein morgendlicher Cappuccino ohne kreative Latte-Art?

Wer es noch ein wenig ausgefallener mag: Versuchen Sie sich einmal an bunten Trendgetränken wie dem Blue Pea Flower Latte, der auch den schönen Namen „Mermaid Latte“ trägt. Dieser ist nicht nur gesund, dank der strahlend blauen Farbe der Schmetterlingserbse ist er noch dazu ein echter Hingucker beim Sonntagsbrunch.

Fazit: Kaffee zubereiten will gelernt sein

Ja, es gibt viele Faktoren zu beachten und es ist kein leichter Weg zum wirklich guten Kaffee-Geschmack. Aber es lohnt sich spätestens, wenn Ihnen das duftende Aroma Ihrer Eigenkreation in die Nase steigt, an der Sie so lange gefeilt haben.

Mit den hier vorgestellten Tipps sind Sie auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen und zuhause echten Barista-Kaffee zu genießen.