Digitaler Impfpass
Digitaler Impfpass – Großer Andrang in Apotheken
Gesellschafts BlogTechnik Blog

Digitaler Impfpass – Großer Andrang in Apotheken

Bundesweit beteiligen sich mehrere tausend Apotheken an der Aktion, um für geimpfte Personen einen kostenfreien digitalen Corona-Impfnachweis auszustellen. Anfangs klagten einige Regionen zwar über überlastete Server und technische Probleme.
Dennoch sprachen Apotheker im Großen und Ganzen von einem gelungenen Start.

Rund 13.000 Apotheken erstellen digitale Impfpässe

Wie Thomas Dittrich als Vorsitzender des Deutschen Apothekenverbands DAV betont, offerieren landesweit rund 13.000 Apotheken den Service.

Binnen kürzester Zeit vermeldeten die Apothekerverbände eine hohe Nachfrage, so dass sich zum Teil sogar Schlangen vor den Apotheken bildeten.

Zusätzlich wurden extrem hohe Besucherquoten auf dem Onlineportal www.mein-apothekenmanager.de vermerkt, auf dem Interessenten an der Aktion teilnehmende Apotheken abrufen können.

Apotheken erstellen digitale Impfpässe
Rund 13.000 Apotheken erstellen digitale Impfpässe

Leichte Startschwierigkeiten

Phasenweise war der Server Mitte Juni so überlastet, dass die Plattform überhaupt nicht erreichbar war. Apotheken mehrerer Bundesländer klagten zudem über Probleme beim Zugriff auf den Apotheken-Server, die jedoch schnell behoben wurden.
Der Brandenburger Verband erklärte, dass diese Probleme auf eine Vergabe neuer Passwörter zurückzuführen waren.

Eine Ergänzung des gelben Impfheftes

Der digitale Nachweis gilt als freiwillige Ergänzung des gelben Impfheftes, das auch weiterhin gültig ist. Mit der Einführung des digitalen Nachweises orientiert sich Deutschland an durch die EU erstellten Vorgaben.

Das einheitliche Zertifikat dient als Nachweis von Impfungen, Tests sowie überstandenen Covid-19-Erkrankungen.

Die damit im Zusammenhang stehende App wird als Beleg bei gelockerten Coronabeschränkungen genutzt und soll in den Sommerferien die Reisezeit innerhalb Europas erleichtern. Außerdem ist der Nachweis eine einfache Methode, um den Impfstatus zu kontrollieren.

Ergänzung des gelben Impfheftes
Der digitale Nachweis gilt als freiwillige Ergänzung des gelben Impfheftes, das auch weiterhin gültig ist

Ein Viertel aller Deutschen ist vollständig geimpft

Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts sind inzwischen ungefähr 22 Millionen Menschen deutschlandweit vollständig geimpft. Damit ist ungefähr ein Viertel der Bevölkerung komplett geimpft.

Bei über 60-jährigen beläuft sich dieser Anteil auf etwa die Hälfte aller Deutschen. Betroffenen wird empfohlen, nicht sofort die Apotheken aufzusuchen. Schließlich bieten die Dienstleister den Service ab sofort für einen längeren Zeitraum an. Alle Personen, die einen digitalen Nachweis wünschen, werden diesen auch erhalten.

Für die Anmeldung erforderliche Unterlagen

Wer den Nachweis erhalten möchte, sollte ein Personaldokument, das Impfheft sowie einen Nachweis vom Impfzentrum der Apotheke vorlegen. Daraufhin trägt die Apotheke persönliche Daten sowie Informationen zum Impfstoff, Impftermin sowie die Dosis in eine Webanwendung ein. Im Anschluss werden die Daten an das Robert-Koch-Institut übertragen.

Dann erstellt das RKI den digitalen Impfausweis, der wiederum an die Apotheken zurückgeleitet wird.

Geimpfte Personen erhalten einen QR-Code, den sie über die Corona-Warn-App, die Luca-App oder App CovPass vorzeigen können.

Impfzentren als Unterstützung?

Aktuell ist noch nicht geklärt, ob Impfzentren die Nachweise für vollständig geimpfte Personen zukünftig ebenfalls ausstellen werden. Erste Regelungen betreffen die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Bayern, in denen Geimpfte über speziell eingerichtete Webseiten einen Zugang zum Zertifikat erhalten.
In Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg werden die Impfnachweise zukünftig eventuell via Post übersandt.