Musikstreaming Dienste
Musikstreaming-Dienste im Porträt
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Musikstreaming-Dienste im Porträt

Ohne Streamingdienste wie Spotify, Amazon, YouTube oder Apple ist die heutige Welt nicht mehr vorstellbar.
Informationen des Bundesverbands Musikindustrie – dem BVMI – zufolge beläuft sich der Marktanteil der Musik-Streamingservices allein in Deutschland auf 46,4 Prozent.

Eine repräsentative Umfrage

Auf diese Daten verweist eine Studie, die alljährlich während des „Music Consumer Insight Reports“ durch den BVMI-Dachverband IFPI durchgeführt wird.

Hierbei wurden Probanden von 16 bis 64 Jahren aus 18 Ländern befragt. Dementsprechend hören die Befragten durchschnittlich 17,8 Stunden an Musik pro Woche.

Hierfür nutzen insgesamt 86 Prozent aller Umfrageteilnehmer einen Audio- oder Video-Streamingdienst. Doch wodurch unterscheiden sich die einzelnen Streamingservices eigentlich?

Der Marktführer Spotify

Unter Musik-Streamingdiensten nimmt Spotify die Spitzenposition ein. Zuhörer wissen am Service des schwedischen Anbieters vor allem vielfältige Optionen zu schätzen, die User kostenfrei oder gegen Bezahlung nutzen können.
Die kostenfreie Version offeriert mehr als 50 Millionen Songs, die allerdings nur im Zusammenspiel mit Werbeunterbrechungen verfügbar sind. Zugleich erstellt Spotify einmal pro Woche eine individuelle Playlist, die sich an den zuletzt gehörten Songs orientiert. Ein Nachteil des kostenfreien Abos ist jedoch, dass Nutzer keine Lieder downloaden oder offline hören können.

Spotify
Unter Musik-Streamingdiensten nimmt Spotify die Spitzenposition ein

Das Premium-Abo bietet Anwendern die Möglichkeit, die kostenpflichtige Variante über drei Monate zu testen, bevor der Service erstmals bezahlt werden muss. Mit dieser Premium-Version können Nutzer so viele Songs herunterladen und offline hören, wie diese wünschen. Zudem werden die Songs nicht durch Werbung unterbrochen. Außerdem besteht die Möglichkeit, unbegrenzt zwischen den Songs zu skippen. Dieser Service kostet für eine Person 9,99 Euro pro Monat. Der Familientarif beläuft sich auf 14,99 Euro für maximal sechs in einem Haushalt lebenden Familienmitglieder. Studenten bezahlen 4,99 Euro.

Amazon Music Unlimited

Der Musik-Streamingdienst von Amazon präsentiert sich heute ebenfalls von seiner anwenderfreundlichen Seite.

Für lange Zeit konnten nur Mitglieder des Prime-Abos auf den Streamingdienst zugreifen.

Heute funktioniert der Service unabhängig von der Mitgliedschaft. Zur Wahl stehen rund 60 Millionen Songs und Hörspiele. Im Gegensatz zu Spotify schlägt Amazon der zahlenden Klientel vorzugsweise Neuerscheinungen und Charts-Songs vor. Individuelle Empfehlungen gibt Amazon nicht. Die für Tablets und Smartphones geeignete App steht auch offline zur Verfügung. Interessenten haben die Möglichkeit, Amazon Music Unlimited anfangs für 30 Tage kostenfrei zu testen und jederzeit zu kündigen.
Während Prime-Mitglieder für das Abo 12,99 Euro pro Monat bezahlen, beläuft sich der Betrag für Nicht-Prime-Mitglieder auf 14,99 Euro. Der Familientarif für bis zu sechs Familienmitglieder beträgt ebenfalls 14,99 Euro.

Amazon Music
Der Musik-Streamingdienst von Amazon präsentiert sich heute ebenfalls von seiner anwenderfreundlichen Seite

Besonderheiten von Apple Music

Ein Vorteil von Apple Music ist, dass User diesen Service für iPhones und Android-Geräte anwenden können. Allerdings erfolgt auf einem Android-Gerät keine Übertragung auf Siri, um die Songs via Sprachsteuerung abzuspielen.
Im Gegenzug ermöglicht es Apple Music, dass Nutzer während des Abspielens der Songs alle Texte mitlesen können. Zudem profitieren Mitglieder von persönlichen Empfehlungen und Expertenvorschlägen, die sich beispielsweise auf bestimmte Tracks oder Künstler beziehen. Zudem haben zahlende Mitglieder die Option, Lieder im Offline-Modus downzuloaden und zu hören oder Live-Sendungen von lokalen Radiosendern zu folgen. Die Musik ist über HomePod, Sonos, Airplay, CarPlay, AppleTV und Apple Watch abspielbar. Jedoch ist keine kostenfreie Version verfügbar. Eine Person bezahlt monatlich 9,99 Euro für den Service. Familien bis zu sechs Familienmitglieder aus einem Haushalt entrichten 14,99 Euro pro Monat.

Apple Music
Ein Vorteil von Apple Music ist, dass User diesen Service für iPhones und Android-Geräte anwenden können

Der Musik-Streamingsdienst YouTube Music

Der Musik-Streamingdienst von YouTube ist seit 2018 verfügbar. Anfangs dürfen Anwender das Abo über 30 Tage hinweg kostenfrei testen, bevor mehr als 40 Millionen Songs dauerhaft werbefrei zur Verfügung stehen. Diesen Vertrag können Nutzer jederzeit kündigen.

Im Gegensatz zu Konkurrenz-Services offeriert YouTube jedoch sogenannte Smart-Downloads, die den Musik-Download vereinfachen.

Schließlich werden über diesen Streamingdienst nicht nur gekennzeichnete Lieder automatisch heruntergeladen. Dieser Service erstreckt sich ebenfalls auf die Songs, die der Dienstleister als wiederkehrende favorisierten Lieder identifiziert. Ist eine stabile WLAN-Verbindung vorhanden, werden die Lieder in der Nacht abgespeichert und dementsprechend im Offline-Modus abgespielt. Zudem können alle Kunden selbst entscheiden, wie viele Songs höchstens downgeloaded werden dürfen. Die Gebühr für eine Person beträgt 9,99 Euro pro Monat, für Familien mit maximal fünf Familienmitgliedern ab 13 Jahren jeweils 14,99 Euro.

YouTube Music
Der Musik-Streamingdienst von YouTube ist seit 2018 verfügbar

Die richtige Entscheidung: Eine Frage der Präferenzen

Welcher Musik-Streamingdienst ist die richtige Wahl? Auf diese Frage gibt es gewiss keine richtige oder falsche Antwort. Letztendlich muss jeder Konsument selbst entscheiden, auf welchen Musik-Streamingdienst die Wahl fällt. Aus preislicher Sicht unterscheiden sich die Angebote der Dienstleister nur marginal voneinander.

Da alle Abos anfangs kostenfrei verfügbar sind, ist es durchaus sinnvoll, die Dienste mehrerer Anbieter unter die Lupe zu nehmen. Auf diese Weise ist schnell das passende Angebot für individuelle Bedürfnisse gefunden. In jedem Fall ist es wichtig, die Streamingdienste pünktlich zu kündigen, falls die Mitgliedschaft nicht auf Dauer abgeschlossen werden soll. Im Vorfeld müssen Kunden allerdings für mindestens einen Monat den vollen Beitrag bezahlen.