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Trend-Sportart Wandern – Die wichtigsten Wandertypen in der Übersicht
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Trend-Sportart Wandern – Die wichtigsten Wandertypen in der Übersicht

Wandern ist wie eine Trendsportart, die sich vor allem in Zeiten der Pandemie großer Beliebtheit erfreut. Den Aufenthalt in der Natur genießen und neue Welten erobern: Ausgiebige Wanderungen sind zurecht ein beliebter Zeitvertreib.
Doch es gibt auch deutliche Unterschiede und Motivationen, aufgrund denen sich sportlich aktive Menschen auf Schusters Rappen begeben.

Erster Wandertyp: Der Sportwanderer

Sportwanderer haben ein bestimmtes Ziel. Ihnen ist es wichtig, so viele Kilometer wie möglich zu absolvieren.

Als Lohn winken möglicherweise Abzeichen für absolvierte Routen.

Gelegentlich organisieren sich Sportwanderer sogar in Verbänden, um die Strecken in Gruppen zu erobern.

Sportwanderer
Sportwanderer haben ein bestimmtes Ziel

Zweiter Wandertyp: Der Naturwanderer

Schenkt man Umfragen von Wanderern Glauben, ist das Naturerlebnis eine der größten Motivationen für Wanderungen. Statistiken zufolge ist der Wunsch zum Aufenthalt in der Natur allerdings nicht nur eine Folge der Corona-Pandemie. Seit mehr als zehn Jahren erfreut sich sogenanntes Genusswandern zunehmender Beliebtheit.

Um dem immer beliebter werdenden Hobby zu frönen, vereint Deutschland ein Wanderwegenetz mit rund 200.000 Kilometern. Waren Durchschnittswanderer vor 20 Jahren ungefähr 60 Jahre alt, ist das durchschnittliche Alter mittlerweile auf 47 Jahre gesunken. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sind Familien mit Kindern, die sich vermehrt in der Natur aufhalten.
Aktuell als positiv betrachtete Erfahrungen durch die Wanderungen werden gewiss dafür sorgen, dass der Trend auch nach der Pandemie weiterhin anhalten wird.

Naturwanderer
Schenkt man Umfragen von Wanderern Glauben, ist das Naturerlebnis eine der größten Motivationen für Wanderungen

Dritter Wandertyp: Der Nacktwanderer

„Willst du keinen Nackten sehen, darfst du hier nicht weitergehen.“ Ein Schild mit diesem Spruch befindet sich auf einem abgelegenen Waldstück im Südharz, das Nacktwanderer für sich erobert haben.

Hinter dem Schild beginnt der „Harzer Naturistenstieg“, der sich als erster Nacktwanderweg von Deutschland einen Namen macht.

Hier können Nudisten eine bis zu 14 Kilometer lange Strecke erobern. Im Vergleich zu Barfußläufern schlüpfen Nacktwanderer jedoch in Schuhwerk. Wer sich allerdings auf einem nicht ausgewiesenen Nacktwanderweg ohne Bekleidung bewegt, kann dafür belangt werden. Möchten Nudisten fremde Welten erobern, sollten sie sich so weit wie möglich von der Allgemeinheit entfernt bewegen.

Vierter Wandertyp: Der Pilgerwanderer

Pilgerwanderer legen in aller Regel besonders lange Strecken zurück. Als Pilger gelten zumeist Hardcore-Wanderer, die mit der Wanderung zumeist ein spirituelles Motiv verfolgen.

Eine der bekanntesten Wanderrouten ist der Jakobsweg, der bis zum in Nordspanien gelegenen Wallfahrtsort Santiago de Compostela führt. Die meisten Pilger absolvieren den Wanderweg jedoch nur in Teilstrecken, beispielsweise ab den Pyrenäen.

Pilgerwanderer
Pilgerwanderer legen in aller Regel besonders lange Strecken zurück

Fünfter Wandertyp: Der Kulturwanderer

Kulturwanderer nutzen die Bewegung an frischer Luft, um Lernprozesse mit dem Aufenthalt in der Natur zu verbinden. Dieser Wandertyp möchte nicht nur die Pfade historischer Bauwerke erobern, sondern sich zugleich auch Wissen darüber aneignen.

Derartige Wanderwege gibt es auch in Deutschland, die häufig zu unerwarteten Orten oder durch malerische Naturlandschaften führen.

Mittlerweile gibt es hierzulande sogar zwei Stadtwanderwege, die bei der Route „Tecklenburger Romantik“ über eine 6,2 Kilometer lange Route durch Nordrhein-Westfalen führen. Der 9,2 Kilometer lange „Frankenberger Blickwinkel“ verläuft hingegen durch Hessen.

Sechster Wandertyp: Nachtwanderer

Fragt man Nachtwanderer nach der Faszination dieser Ausflüge, erklären diese, dass die Exkurse gruselig und aufregend zugleich sind. Auch wenn die Wanderwege bereits bekannt sind, erscheinen diese in der Nacht noch einmal völlig anders. Normalerweise führen Ortskundige die Nachtwanderungen durch. Zum Teil locken außerdem besondere Angebote.

Ein Beispiel sind Nachtwanderungen aus dem Harz, bei dem sich Teilnehmer mit einem Bat-Detektor auf die Suche nach Fledermäusen begeben. Mithilfe dieses Detektoren können Menschen die Laute der Tiere wahrnehmen. Romantiker sollten sich Vollmondwanderungen nicht entgehen lassen.