Kreuzfahrten 2021 – Was planen Reedereien?
Kreuzfahrten 2021 – Was planen Reedereien?
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Kreuzfahrten 2021 – Was planen Reedereien?

Erwartungsvoll sehnen sich Kreuzfahrt-Enthusiasten den Start der schwimmenden Giganten herbei. Einige Touren haben zwar schon wieder Kurs aufgenommen. Doch Reedereien sind bemüht, ihre Angebote deutlich zu erweitern. Was könnte die Saison 2021 also bieten?

Der Kreuzfahrt-Markt steht weltweit

Trotz der Coronakrise können es viele Weltenbummler überhaupt nicht mehr erwarten, endlich wieder mit einem Kreuzfahrtschiff über die Ozeane dieser Welt zu cruisen.

Aktuell ist die Nachfrage nach einer Kreuzfahrt wesentlich größer als vorhandene Angebote.

Schließlich haben Tausende an Reisenden auch aus dem Vorjahr Umbuchungen vorgenommen. Allerdings verläuft der Neustart aktuell alles andere als reibungslos. Europaweit reiht sich eine Reiseabsage an die nächste. In Alaska und in der Karibik herrscht sogar kompletter Stillstand vor.

Kreuzfahrt Markt
Trotz der Coronakrise können es viele Weltenbummler überhaupt nicht mehr erwarten, endlich wieder mit einem Kreuzfahrtschiff über die Ozeane dieser Welt zu cruisen

Pläne der AIDA

Zu Beginn wurden der AIDA Kreuzfahrten ab deutschen Häfen verboten. Erschwerend kam im Laufe der Zeit auch noch ein Hackerangriff auf die IT der Reederei dazu. AIDA musste in den letzten Monaten wahrlich mit vielen Widerständen kämpfen. Aktuell hofft die Reederei jedoch, ab dem 20. März wieder in See stechen zu können. Zu Beginn sind jedoch nur Kreuzfahrten auf der AIDA Perla rund um die Kanarischen Inseln geplant.

Alle anderen geplanten Katalogreisen auf der Vita, Stella, Sol, Luna, Mar und Blu wurden partiell bis in den Mai abgesagt. Aktuelle Kreuzfahrten im Frühjahr stehen zu Vario-Preisen von 799 Euro pro Person zur Verfügung. Für das Jahresende 2021 ist ein Neubau der AIDA Cosma als zweites Schiff der Reederei mit umweltfreundlichem LNG-Gasantrieb geplant.

Pläne der Costa

Nachdem die Regierung ab Dezember 2020 die Regelungen für inländische Kreuzfahrten drastisch verschärfte, stellte die Costa Crociere ihre Fahrten ein. Nun plant die Reederei ab dem 27. März einen Neustart. Auf der Luminosa, Firenze und Deliziosa stattfindende Kreuzfahrten wurden allesamt storniert.
Im Gegenzug soll die neu errichtete Costa Smeralda zu inneritalienischen Kreuzfahrten aufbrechen und hierbei innerhalb einer Woche Destinationen wie Cagliari, Messina, Neapel, Civitavecchia, La Spezia und Savona ansteuern. Zusätzlich nehmen die Schiffe ab dem 1. Mai Kurs auf die Häfen in Marseille und Barcelona sowie auf Mallorca. Einen Tag später wird die Luminosa ab Triest einwöchige Touren in Richtung Griechenland und Kroatien starten.

Welche Pläne haben die Hurtigruten?

Diese norwegische Reederei nahm auf der Postschiffroute zwischen Kirkenes und Bergen schon wieder die ersten Kreuzfahrtschiffe in Betrieb. Wer ab Hamburg an einer Expeditionskreuzfahrt mit der MS Otto Sverdrup teilnehmen wollte, muss sich jedoch bis mindestens Juni gedulden.

Aktuell beruft sich Norwegen auf spezielle Kreuzfahrtregeln, die mindestens bis Anfang Mai andauern.

Demzufolge sind die Kreuzfahrten auf 200 Personen einschließlich Crew beschränkt, die ausnahmslos Häfen in Norwegen ansteuern. In Richtung Spitzbergen sind nur Tagesausflüge mit maximal 30 Personen erlaubt. Für außerhalb des Landes erfolgte Kreuzfahrten sind Landgänge verboten.

Vorhaben von Hapag-Lloyd

Ebenso wie die Schwesternreederei TUI Cruises ist Hapag-Lloyd seit Sommer 2020 eigentlich ununterbrochen unterwegs. Ein Beispiel ist die Europa 2, die seit Weihnachten stetig um die Kanaren verkehrt. Für März sind vier neue Reisen geplant.
Ab April möchte das Hamburger Traditionsunternehmen nach aktuellem Stand alle vier zur Flotte gehörigen Schiffe in Betrieb nehmen. Zudem starten ab Frühjahr 2021 vermutlich ebenfalls die Europa sowie das Expeditionsschiff Hanseatic Nature. Die Hanseatic Spirit soll am 15. Mai zu ihrer Jungfernfahrt nach Skandinavien starten. Die Hanseatic Inspiration macht sich am 5. April in Richtung Madeira auf.

Mittelmeer-Kreuzfahrten mit TUI Cruises

Derzeit offeriert die „Mein Schiff“-Flotte sogenannte Blaue Reisen ab sowie bis nach Gran Canaria an. Die Kennzeichnung als „Blaue Reise“ deutet darauf hin, dass keine individuellen Exkurse und stattdessen nur organisierte Landgänge erlaubt sind.
Ab Ende März möchte die „Mein Schiff Herz“ ebenfalls mit wöchentlichen Törns auf dem Mittelmeer beginnen. Wer im April oder Mai an einer Mittelmeerkreuzfahrt auf der „Mein Schiff 1“ oder „Mein Schiff 2“ teilnehmen wollte, wird enttäuscht. Nach aktuellem Stand der Dinge werden diese beiden Kreuzfahrtschiffe ihre Touren in Richtung Kanaren oder alternativ nach Griechenland fortsetzen.

TUI Cruises
Derzeit offeriert die „Mein Schiff“-Flotte sogenannte Blaue Reisen ab sowie bis nach Gran Canaria an

Zukunftspläne der Royal Caribbean

Ebenso wie alle anderen US-amerikanischen Reedereien startet die Royal Carribean Cruises mit deutlicher Verspätung in dieses Reisejahr. Weil die Kreuzfahrtschiffe aktuell allerdings nicht Alaska, Hawaii oder die Karibik bereisen können, starten die meisten Reisen zu europäischen Zielen. Die einzige Ausnahme ist die Quantum of the Seas, die ausschließlich für Einheimische Kurzreisen nach Singapur anbietet. Zugleich verrät der Blick in den RCL-Kreuzfahrtkalender, dass mit der Royal Caribbean ab Mai ebenfalls Karibikausflüge durch das östliche Mittelmeer ab Miami möglich sind.

MSC erweitert Repertoire an Kreuzfahrtschiffen

Trotz strenger Corona-Vorschriften ist die MSC in Italien schon seit Januar wieder mit der MSC Grandiosa auf Kurs.

Im Rahmen siebentägiger Routen bricht das Kreuzfahrtschiff ab Genua in Richtung Civitavecchia, Neapel, Palermo sowie Valetta auf Malta und anderen Ufern auf.

Diese Reiseroute steht vorerst bis Ende Mai zur Wahl. Ab Anfang Mai werden Kreuzfahrtgäste auch auf der MSC Seaside willkommen geheißen, die Genua, Valletta, Civitavecchia, das sizilianische Syrakus sowie Tarent in Apulien ansteuert. Zudem plant MSC für dieses Jahr zwei neugebaute Kreuzfahrtschiffe, die MSC Virtuosa sowie die MSC Seashore.

Europaweite Touren mit der Norwegian Cruise

Nachdem die NCL die Wintersaison 2020/2021 komplett abgehakt hatte, sind nun auch alle Kreuzfahrten bis Ende Mai abgesagt. Ab Sommer 2021 möchte die Norwegian Cruise dann auf europäische Touren setzen. Auf dem Programm stehen einerseits Ostsee-Abfahrten ab Rostock sowie Warnemünde. Andere Kreuzfahrten starten ab Reykjavik mit einem Zwischenstopp in Grönland.

Plantours hofft auf Saisonbeginn Anfang Mai

Nachdem Plantours alle Frühjahrsreisen mit dem einzigen Hochseeschiff – der MS Hamburg – absagte, beginnt die Hochseesaison nun voraussichtlich ab dem 4. Mai.
Aktuell ist geplant, dass die MS Hamburg ab Bilbao das Seebad Biarritz, Bordeaux, Großbritannien oder auch Belgien ansteuert.

Abgesagte Kreuzfahrten bei Phoenix

Die zum ZDF-Traumschiff gehörige Reederei muss besonders hohe Einbußen in Kauf nehmen, da die meisten Reisen der Amadea bis Anfang August abgesagt sind. Das gleiche Schicksal holt alle anderen Phoenix-Schiffe ein, die außerhalb von Europa zum Einsatz kommen sollen.

Deshalb hofft die Reederei darauf, ab Mitte April mit der Motoryacht Princess kroatische Gefilde erobern zu können. Nach aktuellem Stand der Dinge bricht die Amera ab dem 6. Mai zu einer Tour durch Westeuropa auf und bereist anschließend Routen, die um die Britischen Inseln sowie Skandinavien führen. Einen Tag später geht die Artania erst nach Italien und später an die Nord- und Ostsee an den Start. Zudem ist geplant, dass die MS Deutschland für Phoenix bald wieder in der Nordsee unterwegs sein wird.

Speedboot Tour, Landausflug und Aktivitäten auf dem Wasser in einer Zeit nach Corona

Corona hat die Prozesse in Reedereien, den Boots-Touristik und das Verhalten von Reisenden bei Bootstouren verändert. Einige Wirtschaftsvertreter und lokale Politiker von Destinationen wie Alaska, Norwegen, Schottland, Neuseeland, Hawaii und Grönland klagen bereits über einen existenzbedrohenden Umsatzrückgang in Souveniershops, bei Kunsthandwerkern und Bootstourenanbietern.

Speedboot Fahrt
Liebhaber und Fans von rasanten Speedboot-Fahrten weichen in der Zeit, in der Kreuzfahrten coronabedingt nicht möglich sind, auf andere Gewässer aus

Bei den beliebten Bootsausflügen und Speedboot Touren durch die Schluchten, Naturdenkmäler, Fjorde oder den Lava-Strom wie z.B. auf Big Island (Hawaii) werden zunehmend strengere Bestimmungen durchgesetzt, wenn es um Speedboot-Fahrten geht. Denn einige Kreuzfahrtkapitäne lassen inzwischen eigene Beiboote zu Wasser.
Lediglich Whalewatching-Aktivitäten, welche zu den beliebtesten Speedboot-Touren gehören, sind von dem Trend der schnellen Bootsfahrt mit dem eigenen Beiboot ausgenommen. Aus dem Grund, dass die Behörden vor Ort strenge Auflagen haben, wenn es darum geht, wer sich mit welchem Boot den Walen nähern darf.

Liebhaber und Fans von rasanten Speedboot-Fahrten weichen in der Zeit, in der Kreuzfahrten coronabedingt nicht möglich sind, auf andere Gewässer aus.

Hier sind z.B. die Nordsee, der Rhein oder Main zu nennen, bei denen es keine Geschwindigkeitsbegrenzung beim Speedboot fahren gibt.

Besonders beliebt sind daher citynahe Ziele mit kurzem Anreiseweg und gemäßigtem Klima, wie die Rhein-Main-Metropole Frankfurt am Main, die eine spektakuläre Hochhauskulisse hat. Sie können hier an der Altstadt, dem Dom und dem Museumsufer mit dem Speedbot vorbeifahren und bekommen somit ordentlich Action und Belustigung geboten.