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Mobilfunktarife im Vergleich: Vertrag vs. Prepaid

Mobilfunktarife im Vergleich
Mobilfunktarife im Vergleich: Vertrag vs. Prepaid | Foto: ©Valerii Apetroaiei #480731210 – stock.adobe.com

Smartphones sind aus dem modernen Alltag kaum noch wegzudenken. Wer ein Gerät nutzt, benötigt auch einen passenden Mobilfunktarif. Zur Wahl stehen dabei Vertrags- und Prepaid-Tarife, die sich hinsichtlich Kosten, Flexibilität und Leistungen unterscheiden.

Vertrag zu unterschiedlichen Konditionen

Zahlreiche Mobilfunkanbieter werben für das Smartphone mit Vertrag. Das Smartphone wird oft zu einem geringen Einmalpreis angeboten. Die Kosten für das Gerät sind dabei in den monatlichen Vertragskosten enthalten.

Ein Vertrag kann auch ohne Handy abgeschlossen werden, wenn ein Smartphone bereits vorhanden ist. Die Verträge haben unterschiedliche Laufzeiten. Einige Mobilfunkanbieter haben Verträge mit einer Laufzeit von 24 Monaten im Programm. Die Kosten können bei einigen Anbietern im ersten Vertragsjahr niedriger sein.

Es gibt auch Verträge ohne Mindestvertragslaufzeit, die in der Regel monatlich kündbar sind.

Bei einem Vertrag mit Laufzeit ist die Kündigungsfrist unbedingt zu beachten. Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit läuft der Vertrag in der Regel auf unbestimmte Zeit weiter, kann jedoch monatlich gekündigt werden, sofern keine abweichenden gesetzlichen Regelungen gelten.

Die Kosten für die Verträge unterscheiden sich, je nach Anbieter. Für den Vertrag gilt eine Grundgebühr. Darin sind unterschiedliche Leistungen enthalten, darunter Telefonie-Flatrates sowie Tarife mit unterschiedlich hohem Datenvolumen für die mobile Internetnutzung.

Die in der Grundgebühr enthaltenen Leistungen können überschritten werden. Das ist der Fall, wenn das in der Flatrate enthaltene Datenvolumen nicht ausreicht und weiterhin im Netz gesurft wird. Wird das enthaltene Datenvolumen verbraucht, wird die Surfgeschwindigkeit bei vielen Tarifen reduziert. Zusätzliche Kosten entstehen bei bestimmten Tarifmodellen oder kostenpflichtigen Zusatzoptionen. Auch für Gespräche in Netze, die nicht von einer Flatrate abgedeckt werden, können zusätzliche Kosten entstehen.

Zahlreiche Mobilfunkanbieter werben für das Smartphone mit Vertrag
Zahlreiche Mobilfunkanbieter werben für das Smartphone mit Vertrag | Foto: ©Igor Kardasov #181562777 – stock.adobe.com

Prepaid-Tarife mit unterschiedlichen Leistungen

Prepaid-Tarife dienen heute längst nicht mehr nur dem Telefonieren. Viele Anbieter offerieren Tarifpakete mit festen monatlichen Kosten, die neben einem Datenvolumen auch Telefonie- und SMS-Leistungen umfassen. Je nach gewähltem Tarif werden Gespräche entweder einzeln abgerechnet oder sind bereits durch eine Telefonie-Flatrate abgedeckt.

Auch moderne Angebote wie die Blau Prepaid Tarife folgen diesem Prinzip. Sie enthalten je nach Tarif ein Datenvolumen für die mobile Internetnutzung sowie eine Telefonie-Flatrate für alle deutschen Netze. Zusätzlich erhalten Kunden beim Kauf einer Prepaid-Karte ein Startguthaben, dessen Höhe vom gewählten Tarif abhängt.

Prepaid-Tarife haben den Vorteil, dass sich der Nutzer nicht verschulden kann.

Sie sind ohne Bonitätsprüfung verfügbar und können auch schon von Jugendlichen genutzt werden. Kinder und Jugendliche (Erster Handyvertrag für Kinder: Wissenswertes für Eltern) können mit Prepaid-Tarifen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone erlernen.

Die volle Kostenkontrolle bei Prepaid-Tarifen kann ein Vorteil sein. Die Nutzer gehen keine lange vertragliche Bindung ein und können jederzeit den Tarif wechseln. Nutzer können nur so lange telefonieren und mobil surfen, wie ausreichend Guthaben verfügbar ist. Wenn das Guthaben verbraucht ist, muss erst wieder Guthaben aufgeladen werden.

Nutzer von Prepaid-Tarifen können jedoch noch angerufen werden, wenn kein Guthaben mehr vorhanden ist.

Prepaid-Tarife mit unterschiedlichen Leistungen
Prepaid-Tarife dienen heute längst nicht mehr nur dem Telefonieren | Foto: ©Ralf Kardasov #399046958 – stock.adobe.com

Vor- und Nachteile von Verträgen

Wer sich für einen Vertrag entscheidet, bindet sich für die vereinbarte Laufzeit an den Anbieter. Allerdings besteht nicht die Gefahr, dass irgendwann kein Guthaben mehr vorhanden ist. Telefonieren und Surfen sind bei aktiven Verträgen grundsätzlich ohne vorheriges Aufladen von Guthaben möglich.

Das sind die Vorteile von Verträgen:

  • Einfache Nutzung, da der Nutzer nicht auf das Guthaben achten muss
  • Verschiedene Flatrates und Datenvolumen, die abhängig vom persönlichen Nutzungsverhalten gewählt werden können
  • Attraktives Smartphone oft für eine geringe Einmalzahlung und einen niedrigen monatlichen Betrag im Vertrag enthalten
  • Gut für Vielnutzer geeignet

Verträge haben aber auch Nachteile:

  • Häufig lange vertragliche Bindung
  • Zusätzliche Kosten können anfallen, wenn das in der Flatrate enthaltene Datenvolumen überschritten oder in Netze telefoniert wird, für die keine Flatrate vorhanden ist
  • Bei häufiger Überschreitung der enthaltenen Leistungen ist eine Verschuldung nicht auszuschließen
  • In der Regel erfolgt eine Bonitätsprüfung

Vor- und Nachteile von Prepaid-Tarifen

Prepaid-Tarife eignen sich für diejenigen, die ihr Smartphone nur gelegentlich zum Telefonieren und zum Surfen im Netz nutzen. Sie sind auch für Menschen mit einer ungünstigen Bonität verfügbar, da keine Bonitätsprüfung erfolgt.

Das sind die Vorteile:

  • Keine lange Laufzeit und keine Vertragsbindung
  • Hohe Kostenkontrolle und ein geringes Risiko unerwarteter Ausgaben
  • Auch für Kinder und Jugendliche geeignet

Die in den Prepaid-Tarifen enthaltenen Leistungen sind zumeist nicht so umfangreich wie die Leistungen bei Verträgen. Ein Nachteil besteht auch darin, dass keine Leistung beansprucht werden kann, wenn kein Guthaben vorhanden ist. Bei intensiver Nutzung ist das Guthaben schnell verbraucht. Daher können Prepaid-Tarife bei intensiver Nutzung durchaus teuer werden, da dann schnell wieder Guthaben aufgeladen werden muss.

Die SIM-Karte kann gesperrt werden, wenn über längere Zeit kein Guthaben aufgeladen und das Smartphone nicht genutzt wird. Die Telefonnummer wird dann häufig anderweitig vergeben. Um wieder telefonieren zu können, wird eine neue SIM-Karte benötigt.

Sim-Karte mit Prepaid-Tarif
Prepaid-Tarife eignen sich für diejenigen, die ihr Smartphone nur gelegentlich zum Telefonieren und zum Surfen im Netz nutzen | Foto: ©New Africa #470770544 – stock.adobe.com

Wichtig bei der Wahl des geeigneten Tarifs

Häufig werden im Rahmen von Aktionen günstige Verträge und Prepaid-Tarife angeboten. Bei solchen Aktionen ist oft ein hochwertiges Handy für einen günstigen Preis verfügbar. Allerdings sollten sich Smartphone-Nutzer nicht von Aktionsangeboten blenden lassen, sondern genau überlegen, was am besten zu ihrem persönlichen Nutzungsverhalten passt.

Sowohl bei Verträgen als auch bei Prepaid-Tarifen kommt es auf das Surfverhalten und das im Tarif enthaltene Datenvolumen an. Weiterhin kommt es darauf an, in welche Netze am häufigsten telefoniert wird, um die entsprechende Flatrate zu wählen.

Zusätzlich ist bei Verträgen die Laufzeit wichtig. Wer sich nicht lange vertraglich binden möchte, sollte auf eine kurze Laufzeit achten.

Vergleichsportale erleichtern die Suche nach einem passenden Tarif, indem sie Leistungen und Preise verschiedener Anbieter gegenüberstellen.