Verbrannten Rasen bei Hitze richtig bewässern

Hohe Temperaturen und andauernde Trockenheit können dazu führen, dass der Rasen verbrennt. In einigen Regionen in Deutschland wird bei langen Trockenperioden auch die Bewässerung des Gartens verboten. Dieses Bewässerungsverbot ist jedoch zumeist eingeschränkt und gilt nur tagsüber. In der Regel ist der Rasen noch zu retten, wenn er verbrannt ist. Er kann sich wieder erholen und grün werden.
Inhaltsverzeichnis
Wurzeltest informiert, ob sich der Rasen wieder erholen kann
Verbrannter Rasen hat braune, trockene Halme und ist für viele Gartenbesitzer ein trauriger Anblick. Im Rasen können sich auch kahle Stellen zeigen. Gartenfreunde müssen die Hoffnung jedoch nicht aufgeben, denn ein Wurzeltest informiert darüber, ob der Rasen noch zu retten ist.
Für den Wurzeltest wird ein schmales Stück Rasen 10 bis 15 Zentimeter tief mit dem Spaten ausgestochen.
Nun können die Wurzeln untersucht werden. Sind nur die Grashalme braun, kann sich der Rasen wahrscheinlich regenerieren. Es ist sinnvoll, ihn weiterhin zu pflegen — dabei sollte er in der Regenerationsphase möglichst wenig belastet und, wie in unseren Tipps zum Rasenmähen beschrieben, etwas länger stehen gelassen werden.
Ist jedoch das gesamte Wurzelsystem abgestorben, gibt es keine Hilfe mehr. Der Rasen muss dann neu angelegt werden.

Braune Stellen im Rasen ausbessern
Intensive Sonneneinstrahlung, große Hitze und lange Trockenperioden können dazu führen, dass sich im Rasen braune Stellen bilden. Mit einem Rasenpflaster können sie ausgebessert werden. Solche Rasenpflaster sollen unabhängig vom Boden gut anwachsen.
Rasenpflaster sind Mischungen aus Erde, Saatgut und Dünger. Alternativ eignet sich auch selbst hergestellter Kompost als natürlicher Nährstoff-Booster für die ausgebesserten Stellen. Der Boden muss aufgelockert und mit Humus angereichert werden, bevor die Rasenpflaster eingesetzt werden.

Den nächsten Regen abwarten
Ein Rasensprenger wässert den Rasen nur oberflächlich und verbraucht viel Wasser. Bevor das Wasser zu den Wurzeln gelangt, verdunstet es. Soll der verbrannte Rasen noch während der Hitzeperiode gerettet werden, ist es besser, ihn seltener, aber durchdringend zu bewässern.
Es reicht aus, den verbrannten Rasen ein- bis zweimal in der Woche zu wässern. Die beste Zeit ist der frühe Morgen oder der Abend. Pro Quadratmeter sollte der Rasen ungefähr 10 bis 15 Liter Wasser erhalten.
Um den verbrannten Rasen noch zu retten, ist viel Wasser erforderlich.
Bei großen Flächen ist es daher besser, den nächsten Regen abzuwarten. Das ist effektiver. Nach dem Regen kann nachgewässert werden. Mit einer Grabegabel werden an Stellen, die besonders trocken sind, Löcher gegraben, damit das Wasser die Wurzeln besser erreicht.
Dünger für den verbrannten Rasen
Wenn der Rasen auch nach dem Sommer noch verbrannt ist, kann er sich im Herbst erholen. Bestimmte Düngemittel können ihm lebenswichtige Nährstoffe zurückgeben und ihn auf den Winter vorbereiten.
Der Dünger muss organisch und stickstoffreduziert sein, aber viel Kalium enthalten. Der Dünger muss organisch und stickstoffreduziert sein, aber viel Kalium enthalten — mehr zu passenden Rasendüngern für jede Jahreszeit findest du in unserem Ratgeber.
Damit der Rasen gestärkt wachsen kann, benötigt er hochwertige Nährstoffe. Kalium macht den Rasen frostresistent, verleiht ihm mehr Standfestigkeit und gleicht den Wasserhaushalt aus — ein Effekt, der auch bei der Rasenpflege zur kalten Jahreszeit eine wichtige Rolle spielt.
Keinesfalls sollte der Rasen zu viel Dünger bekommen, denn das kann ihn anfälliger für Krankheiten machen und zu Wachstumsstörungen führen.

Nachsaat im September
Die Nachsaat sollte zum Ende des Sommers erfolgen. Der Zeitraum von Ende August bis Mitte Oktober, insbesondere der September, ist der beste Zeitpunkt für die Aussaat. Die Samen keimen bei etwas kühleren Temperaturen am besten und sind auch für regelmäßigen Regen dankbar.
Mit der Nachsaat sollte nicht zu spät begonnen werden, denn vor dem Wintereinbruch müssen sich die kleinen Pflänzchen noch gut entwickeln können.
Der Boden muss etwas aufgelockert und bewässert werden, bevor die Aussaat erfolgt.
Vorbeugen mit der richtigen Bewässerung
Mit einer regelmäßigen Bewässerung können Gartenbesitzer verhindern, dass der Rasen abstirbt. Dafür werden jedoch große Mengen an Wasser benötigt. Die gesamte Rasenfläche sollte gleichmäßig bewässert werden.
In den frühen Morgenstunden, etwa zwischen 04:00 und 08:00 Uhr, ist die Verdunstung gering und der Boden noch kühl; zusätzlich hat sich über Nacht etwas Tau gebildet. Eine Zeitschaltuhr ist sinnvoll, denn so kann der Rasen immer zur gleichen Zeit bewässert werden.
Die Bewässerung muss nicht täglich erfolgen. Ein- bis zweimal wöchentlich sollte der Sprenger jeweils so lange laufen, bis pro Quadratmeter etwa 10 bis 15 Liter Wasser (je nach Sprengertyp meist rund anderthalb Stunden) erreicht sind.







