Gesellschafts Blog

Aufschieben vermeiden mit der 3-Minuten-Regel im Alltag

Aufschieben vermeiden mit der 3-Minuten-Regel
Aufschieben vermeiden mit der 3-Minuten-Regel im Alltag | Foto: ©Miljan Živković #2097628239 – stock.adobe.com

Viele Menschen in unserer Gesellschaft kennen das Problem der Prokrastination: Sie schieben unangenehme Aufgaben immer weiter vor sich her und müssen sich erst überwinden, solche Herausforderungen anzugehen. Nicht immer sind solche Aufgaben mit einem hohen Zeitaufwand verbunden.
Aufschieben kann Probleme bereiten, insbesondere, wenn die Deadline immer näher rückt und immer weniger Zeit für die Erledigung bleibt. Dabei entsteht Druck. Das lässt sich mit der 3-Minuten-Regel im Alltag vermeiden, die leicht umsetzbar ist. Diese Regel kann im Beruf, aber auch im täglichen Leben angewendet werden.

Aufschieben kann die Lebensqualität beeinträchtigen

Zum Prokrastinieren neigen viele Menschen. Sie schieben unangenehme Aufgaben immer weiter nach hinten. Oft ist die Deadline dann bald erreicht. Die Erledigung ist dann nur unter großem Druck oder gar nicht mehr möglich. Hinzu kommen weitere Probleme, vor allem im Berufsleben, wenn es zu Konflikten mit Vorgesetzten und Kollegen kommt.

Gleitzeitarbeit ist in vielen Unternehmen verbreitet, doch sie fördert oft das Aufschieben. Ähnlich sieht es im Homeoffice aus, wenn freie Zeiteinteilung möglich ist.

Das Aufschieben führt im beruflichen und im privaten Bereich dazu, dass der Überblick über die Aufgaben schnell verlorengeht. Schlimmstenfalls werden wichtige Termine übersehen. Auch der mentale Stress nimmt zu.

Aufschieben kann die Lebensqualität beeinträchtigen
Zum Prokrastinieren neigen viele Menschen | Foto: ©DavidL2000/peopleimages.com #1430333470 – stock.adobe.com

Die 3-Minuten-Regel – lieber jetzt als später

Lieber jetzt als später – darin liegt der Sinn der 3-Minuten-Regel, die inzwischen als Ordnungsgrundsatz Nummer 1 gilt. Diese Regel ist mit einem hohen Maß an Selbstdisziplin und häufig auch Überwindung verbunden, allerdings lohnt sich die Anwendung, da sie das Arbeitsleben und den Alltag entspannter macht.

Es geht nicht darum, sich für eine Aufgabe drei Minuten Zeit zu nehmen, so wie das beim 10-Minuten-Trick der Fall ist. Bei der 3-Minuten-Regel werden alle Aufgaben erledigt, die innerhalb von drei Minuten ausgeführt werden können. Das betrifft dringende Herausforderungen ebenso wie unangenehme oder lästige Tätigkeiten.

Die 3-Minuten Regel
Lieber jetzt als später – darin liegt der Sinn der 3-Minuten-Regel, die inzwischen als Ordnungsgrundsatz Nummer 1 gilt | Foto: ©Migma_Agency #2033989549 – stock.adobe.com

Wie funktioniert die 3-Minuten-Regel?

Das Gute an der 3-Minuten-Regel ist, dass sie sich sofort umsetzen lässt. Wer sie anwenden und ausprobieren möchte, sollte sich eine Aufgabe suchen, die er schon lange aufschiebt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein berufliches Projekt, eine Bewerbung, die Steuererklärung oder Aufräumen handelt. Wichtig ist, einfach damit anzufangen.

Jetzt wird diese Aufgabe drei Minuten lang ausgeführt. Sie muss in dieser Zeit nicht abgeschlossen werden. Gerade dann, wenn eine Aufgabe mehr als drei Minuten Zeit in Anspruch nimmt, wird sie nach drei Minuten nicht abgebrochen werden.

Wer mit dieser Aufgabe begonnen hat, wird sie auch nach den drei Minuten noch fortführen und beenden wollen.

Schwierig ist bei den meisten unangenehmen Aufgaben der Anfang. Mit der 3-Minuten-Regel wird der Start erleichtert. Diese Regel setzt niemanden unter Druck, sondern ist lediglich ein Anreiz, eine Aufgabe anzugehen. Sie kann einen Stillstand verhindern.

Wurde erst einmal mit einer Aufgabe begonnen, entsteht häufig automatisch ein Workflow. Er führt dazu, dass weitergearbeitet wird.

Aufgaben, für die sich die 3-Minuten-Regel eignet

Die 3-Minuten-Regel eignet sich für Aufgaben ohne feste Struktur oder dann, wenn für die Erledigung der Überblick fehlt. Diese Regel zwingt nicht zur Perfektion. Sie ermöglicht es, klein anzufangen, und kann letztendlich den Stress reduzieren.

Unangenehme Aufgaben lassen sich gut mit der 3-Minuten-Regel erledigen. Verschiedene Antragsformulare, administrative Aufgaben und Steuererklärungen wirken häufig abschreckend, doch die 3-Minuten-Regel kann den Anfang erleichtern. In den ersten drei Minuten kann das Dokument angeschaut werden. Auch die erforderlichen Unterlagen können herausgesucht werden.

Die 3-Minuten-Regel kann bei nahezu allen Aufgaben im Haushalt angewendet werden. Das Bett kann gleich morgens nach dem Aufstehen gemacht werden. Ebenso lassen sich Bügelberge oder das lästige Aufräumen leichter angehen. Verschiedene kleine Aufgaben im Haushalt dauern auch nicht länger als drei Minuten.

Im Job kann die Regel in vielen Bereichen angewendet werden. Das betrifft Berichte ebenso wie unangenehme Telefonate, E-Mails oder das Aufräumen des Schreibtisches. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass dringende Termine anstehen können oder Unvorhergesehenes dazwischenkommen kann. Ein Anruf kann dazu führen, dass die Aufgabe unterbrochen werden muss.

Menschen, die unter Prüfungsangst leiden, können die 3-Minuten-Regel im Studium anwenden. Der Lernstoff kann innerhalb von drei Minuten durchgeblättert werden. Das führt dazu, dass sich der Lernende länger mit dem Thema beschäftigt. Dafür müssen keine großen Lerneinheiten geplant werden. Daraus kann sich häufig eine längere Konzentrationsphase entwickeln.

Die 3-Minuten-Regel kann sogar helfen, soziale Ängste zu überwinden. Bei Veranstaltungen wie einer Party, die soziale Ängste auslösen können, ist es sinnvoll, sich vorzunehmen, nur drei Minuten lang vorbeizuschauen. Wer sich dann immer noch unwohl fühlt, kann dann gehen. Es ist bereits ein Fortschritt, kurz dabei gewesen zu sein.